DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,57 % 4.432,00 USD 23:00:00 Silber -0,07 % 64,83 USD 22:59:58 Brent +1,75 % 88,59 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin -0,90 % 62.834,07 USD 23:26:47 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:27:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 23:27:21 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:27:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:27:21

Trumps ehrgeiziger Plan: Weltklasse

Welt

Startseite Politik Trumps Bauwahn nimmt kein Ende: Nächstes Mega-Projekt angekündigt Von: Konstantin Ochsenreiter Uns auf Google folgen Donald Trump will einen öffentlichen Golfplatz grundlegend umbauen: Die Arbeiten sollen demnächst starten – doch ein Streit über die Finanzierung bahnt sich an. Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump will das Aussehen der von Washington D.C. offenbar nach seinen Vorstellungen prägen. Nach einem Ballsaal, einer riesigen Kampfarena vor dem Weißen Haus oder dem viel diskutierten Arc de Trump, kündigte Trump via Truth Social bereits das nächste Projekt an: Der passionierte Golfer will einen „der besten Golfplätze“ der Welt bauen. Trump scheint es bei dem Bau eilig zu haben. Erst am Sonntag ließ er sich zu dem Standort fahren, und sichtete bereits erste Pläne. Während der 80-Jährige den Bau an das Versprechen koppelt, der Stadt mehr Prestige zu bringen, wächst besonders die Kritik eines alten Gegners von Trump. Dieser wirft ihm eine Geltungssucht vor. Trump plant nächstes Bauprojekt: Platz ist „baufällig, abgenutzt, sehr gefährlich und veraltet“ Trump kündigte in seinem Posting an, den öffentlichen Golfplatz East Potomac Golf Links auf der Halbinsel am Potamic River grundlegend zu sanieren. Den seit den 1920er Jahren betriebenen Golfplatz bezeichnete er als „baufällig, abgenutzt, sehr gefährlich und veraltet“. Laut New York Times ist der Platz durch den angrenzenden Fluss anfällig für Überschwemmungen. Trumps Anspruch ist, auf dem neugebauten Platz große Profiturniere wie die U.S. Open, den Ryder Cup und die PGA Championship ausrichten zu können. Kosten und Finanzierung ließ Trump bislang offen. Trump besuchte den Platz bereits am Sonntag mit Innenminister Doug Burgum und dem Golfplatzarchitekten Tom Fazio, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Es wurde beschlossen, dass wir an diesem fantastischen Standort – mit Wasser und unvergleichlichem Blick auf die Denkmäler von Washington, D. C. – einen der großartigsten Golfplätze der Welt errichten werden … Der Platz ist praktisch unbespielbar! Die Arbeiten am neuen Platz, die zügig voranschreiten werden, beginnen am 1. September“, schrieb er einen Tag später auf Truth Social. Reflecting Pool und Golfplatz: Trump schiebt Schuld „kriminellen, linksradikalen Vandalen“ zu Die Renovierung soll jedoch unter Leitung des Innenministeriums erfolgen. Zuvor kam es bereits zum Rechtsstreit: Eine gemeinnützige Organisation und zwei Einwohner Washingtons hatten gegen das Projekt geklagt. Im Mai einigte sich die Regierung mit dem „National Links Trust“ darauf, dass die Organisation den Betrieb vorerst weiterführen darf, und erhielt zudem einen langfristigen Pachtvertrag für zwei weitere öffentliche Washingtoner Golfplätze. Das Projekt ist Teil von Trumps breiterer Initiative zur Neugestaltung kultureller und historischer Einrichtungen in den USA. Trump äußerte sich in seinem Post auch zu dem „Reflecting Pool“: einem umstrittenen Vorhaben, bei dem er das riesige Wasserbecken vor dem Lincoln Memorial mit blauer Farbe auskleiden ließ. Die Farbe blätterte jedoch ab, und das Wasser färbte sich nur kurz nach der Fertigstellung wegen Algen grün, sodass Arbeiter anrücken mussten. Experten mutmaßten, dass die blaue Farbe den Algenwuchs beschleunigt haben könnte, Trump macht nun „kriminelle, linksradikale Vandalen – Menschen, die unser Land wirklich hassen“ für die Beschädigungen verantwortlich. Diese hätten die Beschichtung eingeschnitten. ZDF heute berichtet in diesem Zusammenhang von sieben Festnahmen, sieben bundesrechtlichen Verwarnungen und 18 Polizeiberichten. Biden kritisiert „Narzissmus und die Inkompetenz dieser Regierung“ Einer der größten Kritiker der Trump-Bauten war zuletzt ausgerechnet sein Ex-Rivale Joe Biden. Der 83-Jährige hatte sich nach Bekanntgabe seiner Krebserkrankung zwar weitgehend aus der Öffentlichkeit gehalten, griff aber zuletzt Trump auf einer Veranstaltung in Hanover, Maryland, frontal an. „Es ist wirklich verblüffend. Er hat keinerlei Schamgefühl. Offen gesagt, es ist peinlich für das Land“, zitiert der Spiegel den ehemaligen Präsidenten. Donald Trump habe das weltweite Ansehen der USA so schwerwiegend beschädigt wie kein Präsident der USA vor ihm. „Was für ein Verlierer.“ Die jüngsten Verwerfungen um den Reflecting Pool stünden laut Biden „für etwas Schlimmeres als den Narzissmus und die Inkompetenz dieser Regierung“. „Es ist die Korruption, die dreiste, unverhohlene Korruption auf einem Niveau, wie es sie in der US-Geschichte noch nie gegeben hat.“ Transparenz und Finanzierung: Trumps Bauprojekte im Hagel der Kritik Trumps Bauprojekte weisen immer wieder auf rechtliche und finanzielle Ungereimtheiten auf: Die Kosten für den Ballsaal belaufen sich laut Washington Post auf mehr als 600 Millionen Dollar. Obwohl Trump die Finanzierung wiederholt als rein privat darstellte und sich auf Unternehmensspender wie Amazon, Apple und Caterpillar berief, soll die Hälfte davon von Steuerzahlern getragen werden. Hinzu kommt, dass die Renovierungen am Ballsaal und am Reflecting Pool wohl ohne reguläre Ausschreibung vergeben wurden. Dabei schreibt das Gesetz bei öffentlichen Aufträgen eigentlich einen fairen Wettbewerb vor. Trumps jüngste Bauprojekte scheinen einem Muster zu folgen: große Ankündigungen, wenig Transparenz und am Ende stehen ungeklärte Finanzierungen und bescheidene Ergebnisse. Ob der Golfplatz am Potomac eine Ausnahme sein wird, kann bislang bezweifelt werden. (Quellen: dpa, AFP, Reuters, Spiegel, Truth Social, ZDF heute, New York Times, Washington Post, frühere Berichterstattung) (kox)

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