TSG Hoffenheim: Tabakovic wechselt zu Red Bull Salzburg - Transferplus
Haris Tabakovic hat die TSG Hoffenheim nach zwei Jahren verlassen und sich dem früheren österreichischen Serienchampion Red Bull Salzburg angeschlossen. Der 32 Jahre alte Angreifer, der in der vergangenen Saison an Borussia Mönchengladbach ausgeliehen war, soll den Bullen helfen, die Durststrecke von drei Jahren ohne Meisterschaft zu beenden. Mit dem Verkauf von Tabakovic erzielt die TSG einen Transfergewinn. Im Sommer 2024 zahlte Hoffenheim 3 Millionen Euro an Hertha BSC für die Dienste des Stürmers, der in 29 Partien an fünf Toren beteiligt war. In der vergangenen Saison wurde der Bosnier an Gladbach verliehen, wo er mit 15 Treffern und drei Vorlagen in 35 Partien zur Lebensversicherung wurde. Medienberichten zufolge kassiert die TSG nun 5 Mio. Euro für den WM-Fahrer, der bis 2029 in Salzburg unterschrieb. Mehr als 1,5 Mio. Euro hatten die Salzburger noch nie für einen Ü30-Spieler ausgegeben – ohnehin kosteten in der Vereinshistorie nur vier Spieler in dieser Altersklasse überhaupt eine Ablöse: Barry Opdam kam 2008/09 mit 32 Jahren für 1,5 Mio. Euro von AZ Alkmaar, Janis Blaswich kostete 2024/25, mit 33 aus Leipzig kommend, eine Leihgebühr von 1 Mio. und Christian Mayrleb (2005/06 mit 33 vom FC Pasching) sowie Karim Onisiwo (2024/25 mit 32 von Mainz 05) jeweils 500.000 Euro (zur Transferübersicht). Der ebenfalls diesen Sommer verpflichtete Verteidiger Dominik Schmid (mit 28 vom FC Basel) ist gar der einzige Spieler über 27, der eine Ablöse von 3 Mio. Euro oder mehr gekostet hat. „Die Vorfreude auf meine neue Aufgabe beim FC Red Bull Salzburg ist nach den tollen Gesprächen sehr groß. Ich blicke mit viel Dankbarkeit auf meine Zeit in Deutschland zurück, freue mich nun aber enorm auf die neue Herausforderung in Salzburg. Ich hatte von Anfang an ein sehr gutes Gefühl, weil sich der ganze Klub wirklich sehr um mich bemüht hat. Ich bin hungrig auf Erfolge und auch der FC Red Bull Salzburg steht für große Ambitionen – das passt perfekt zusammen. Jetzt kann ich es kaum erwarten, die Mannschaft kennenzulernen und gemeinsam loszulegen“, sagte Tabakovic. Warum Tabakovic nicht fest von Hoffenheim zu Gladbach wechselt Der Bosnier hatte ein starkes Jahr bei Gladbach, hielt den Klub als Ersatz des zu diesem Zeitpunkt schwer verletzten Tim Kleindienst (30) mit 13 Toren in der Bundesliga. Eine feste Verpflichtung kam aber nicht zustande. Sportchef Rouven Schröder erklärte im „Fohlenpodcast – Standpunkte“ Ende Juni, warum nicht: „Haris ist in einem gewissen Alter. Er hat einen Vertrag in Hoffenheim und dort ein sehr gutes Salär bezogen. Bei uns kommt Tim Kleindienst zurück, mit dem wir als Stammstürmer planen. Mit beiden zu spielen, sehen wir eher kritischer. Und da mussten wir abwägen: Wie viel Geld wollen wir investieren, um diesen Spieler zu bekommen? Bei dem man auch weiß, dass man als Klub dieses Investment vielleicht nicht mehr zurückbekommt.“ Schröder habe das Gespräch mit Hoffenheim gesucht, aber „das klare Signal bekommen, dass sie nur zu gewissen Konditionen verkaufen, was uns dann auch den Spirit genommen hat. Das war zu viel Geld. Und das ist auch eine Bewertung, die wir dann vornehmen müssen“. Was für Gladbach zu viel war, scheint für Salzburg mit Blick auf die kurzfristigen Ziele nach Jahren des für ihre Verhältnisse sportlichen Abwärtsstrudels genau richtig zu sein. Sportchef Marcus Mann erklärte: „Wir haben nach einem klaren Profil für unser Sturmzentrum gesucht – einem Spieler, der uns sofort weiterhilft, Körpergröße sowie Persönlichkeit besitzt und weiß, wo das Tor steht. Haris bringt genau diese Komponenten mit. Er hat bei seinen Stationen konstant getroffen und kennt zudem die österreichische Liga bestens. Mit seiner Führungsqualität, Erfahrung und Physis wird er unserer jungen Mannschaft wichtige Impulse geben. Wir sind froh, ihn in Salzburg begrüßen zu können.“