Tun Sie das nicht, wenn Sie Ihr Zuhause verlassen - Microsoft warnt vor russischen Hackerangriffen
Microsoft warnt Reisende davor, öffentlichen WLAN-Netzen in Hotels, Konferenzzentren oder Flughäfen zu vertrauen. Nach Erkenntnissen des Unternehmens missbrauchen Angreifer solche Zugänge, um Nutzer auf falsche Anmeldeseiten oder auf fingierte Update-Hinweise umzuleiten. Wer dort Angaben macht oder Dateien herunterlädt, läuft Gefahr, Zugangsdaten preiszugeben oder Schadsoftware auf dem eigenen Gerät zu installieren. Microsoft führt die Angriffswelle „CaptiveCrunch“ auf die Hackergruppe Storm-2945 zurück. Sie soll zum Umfeld des russischen Auslandsgeheimdienstes gehören. Gefälschte Updates, echte Schäden Sobald sich Reisende in ein Hotel-WLAN einloggen, wird ihr Datenverkehr umgeleitet. Statt auf die eigentliche Internetseite zu gelangen, sehen sie gefälschte Microsoft-Anmeldungen oder Fenster, die ein Software-Update vortäuschen. Teilweise fordern die Seiten dazu auf, angebliche Browser-, Windows- oder Netzwerk-Updates zu installieren. Die Schadsoftware kann erheblichen Schaden anrichten. Laut der finnischen Zeitung „Iltalehti“ späht sie Browser-Cookies, Passwörter, Dokumente und andere gespeicherte Daten aus. Außerdem kann sie Tastatureingaben mitschneiden, Bildschirmfotos erstellen sowie Audio- und Videoaufnahmen machen. Auch die Zwischenablage des Nutzers wird überwacht. Geschäftsreisende besonders im Visier Microsoft zufolge landen manche Opfer sogar auf ihren eigenen Seiten, geben dort jedoch einen von den Angreifern vorgegebenen Gerätecode ein. So verschaffen sie den Tätern Zugriff auf ihr Konto. Der Konzern warnt: „Nutzer sollten Gastnetzwerke in Hotels, Konferenzen, Flughäfen und anderen Orten als nicht vertrauenswürdig betrachten.“ ANZEIGE ANZEIGE Nach den Erkenntnissen des Unternehmens richtet sich die Kampagne vor allem gegen Geschäftsreisende, auf deren Geräten häufig sensible Firmendaten gespeichert sind. Zudem setzen die Angreifer demnach auch künstliche Intelligenz ein, um Phishing-Angriffe und Schadsoftware weiterzuentwickeln. So schützen Sie sich unterwegs Microsoft rät dazu, wenn möglich auf mobile Daten oder einen persönlichen Hotspot auszuweichen. Software-Updates sollten niemals über Pop-up-Fenster oder Hotel-Login-Seiten installiert werden, sondern nur über die offiziellen Update-Funktionen des Geräts. Zusätzlich empfiehlt das Unternehmen Passkeys und die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wer unterwegs arbeitet, sollte auf Registrierungsseiten von Gäste-WLANs keine unnötigen persönlichen oder beruflichen Angaben machen.