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Tupac-Mord: 40 Jahre Haft für Drahtzieher Duane „Keffe D“ Davis

Welt

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Las Vegas (USA) – 30 Jahre nach dem Mord an Rap-Legende Tupac Shakur (†25) steht das Strafmaß fest: Duane „Keffe D“ Davis (63) wurde am Dienstag zu lebenslanger Haft verurteilt. Frühestens nach 40 Jahren könnte er vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Die Geschworenen sind überzeugt: Der frühere Gang-Anführer organisierte den tödlichen Anschlag im September 1996.

Davis ist der bislang Einzige, der jemals wegen des Mordes an Tupac angeklagt wurde. Bereits Ende August hatte ihn eine Jury nach nur rund drei Stunden Beratung des Mordes schuldig gesprochen. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, den Anschlag aus Rache für einen Angriff auf seinen Neffen geplant und die Tatwaffe beschafft zu haben.

Tupacs Schwester brach in Tränen aus

Während Tupacs Geschwister vor Gericht unter Tränen an ihren Bruder erinnerten, soll Davis laut der britischen „Sun“ gegrinst haben. Tupacs Schwester Sekyiwa Shakur (51) sagte: „Mein Bruder wurde als Ikone geboren. Er wurde als Legende geboren.“ Besonders vermisst sie die kleinen Dinge: sein Lachen, seine Art zu essen und die Narben auf seinem Kopf. „Wir haben etwas verloren, eine ganze Generation. Wir haben etwas Riesiges verloren.“

Ein Racheakt kostete Tupac das Leben

Der Mord erschütterte 1996 die Musikwelt. Am 7. September saß Tupac neben Musikproduzent Suge Knight (61) in einem schwarzen BMW, als sich in Las Vegas ein weißer Cadillac näherte. Plötzlich fielen Schüsse. Vier Kugeln trafen den Rapper , zwei davon in die Brust. Sechs Tage später starb er im Krankenhaus.

Hinter dem Anschlag steckte laut Anklage ein blutiger Bandenstreit. Zuvor hatten Tupac und seine Begleiter den Gang-Rivalen Orlando Anderson, einen Neffen von Davis, im MGM Grand Hotel angegriffen. Davis soll daraufhin gemeinsam mit anderen Gangmitgliedern Jagd auf Tupac gemacht haben. Selbst geschossen haben soll er nicht. Als mutmaßlicher Schütze galt Orlando Anderson, der 1998 selbst bei einer Schießerei ums Leben kam.

Davis’ Verteidigung will Berufung einlegen

Jahrzehntelang blieb der Mord ungeklärt. Doch ausgerechnet Davis selbst lieferte den Ermittlern entscheidende Hinweise. In Interviews, einer Dokumentation und seinen 2019 veröffentlichten Memoiren sprach er ausführlich über die Tatnacht. Dabei gab er auch an, die Waffe im Cadillac an den Rücksitz weitergereicht zu haben.

Im September 2023 wurde er schließlich festgenommen. Vor Gericht stellte seine Verteidigung die früheren Aussagen als erfundene Geschichten dar, mit denen Davis Geld verdienen wollte. Er selbst beteuerte seine Unschuld. Auch nach der Verurteilung will Davis nicht aufgeben. Seine Verteidigung kündigte an, Berufung einzulegen.

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