Tupac-Prozess: Noch immer ungelöst
Artikelzusammenfassung Fast drei Jahrzehnte nach den Schüssen auf Tupac Shakur startet in Las Vegas endlich der Prozess gegen Duane »Keffe D« Davis. Der Artikel rekonstruiert die Nacht im September 1996 vom Tyson-Fight über die Prügelei im MGM Grand bis zum Drive-by an der roten Ampel und zeigt, wie aus einem Mordfall ein popkultureller Dauerloop aus Gerüchten, Mythen und True-Crime-Faszination wurde. Zugleich zoomt er auf Shakurs politische Biografie: Black-Panther-Erbe, Chronist von Rassismus und Armut, Superstar zwischen Gangsta-Image, verletzlicher Lyrik und Staatsmisstrauen, dessen Fehde mit Notorious B.I.G. zum ikonischen East-Coast-vs.-West-Coast-Narrativ hochgejazzt wurde. Im Gerichtssaal wirkt das alles nun erstaunlich spröde, denn die Anklage stützt sich ausgerechnet stark auf die früheren Selbstinszenierungen des Angeklagten in Interviews und Memoiren, während die Verteidigung sie als schlichtes »bullshit«-Storytelling zerlegt und harte Beweise rar bleiben. Am Ende verhandelt dieser Prozess deshalb nicht nur einen alten Hip-Hop-Krimi, sondern auch die ziemlich bittere Frage, warum die US-Justiz beim Mord an einem Schwarzen Künstler, der genau solche Verhältnisse anklagte, im Schneckentempo unterwegs war. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.