Tupac Shakur: Mordprozess gegen mutmaßlichen Täter beginnt in Las Vegas
Fast 30 Jahre nach dem Mord von Rapper Tupac Shakur beginnt das Gerichtsverfahren gegen Duane »Keffe D« Davis, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, den Mord im Jahr 1996 organisiert zu haben. Er steht in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada vor Gericht. Davis ist unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe angeklagt. Er sitzt bereits seit 2023 im Gefängnis und hat auf nicht schuldig plädiert. Das Verfahren wird voraussichtlich etwa einen Monat dauern. Es gilt als unwahrscheinlich, dass dabei auch aufgeklärt wird, wer auf Shakur geschossen hat. Die Staatsanwaltschaft will jedoch beweisen, dass Davis der Drahtzieher des Mordes war und die Tatwaffe zur Verfügung stellte. Davis’ Anwälte sagten hingegen, es gebe keine Beweise, dass er den Mord angeordnet habe. Der Angeklagte selbst hatte in den vergangenen Jahren mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weißen Cadillac gesessen habe, aus dem 1996 in Las Vegas die Schüsse auf Tupac Shakur abgefeuert wurden. Er sei der einzige Insasse aus dem Auto, der noch lebe, hatte der 63-Jährige in Interviews gesagt. Die tödlichen Schüsse habe aber sein Neffe abgegeben, so der Verdächtige. Der besagte Neffe war 1998 selbst bei einer Schießerei ums Leben gekommen. Der 25-jährige Shakur war in der Tatnacht am 7. September 1996 mit Suge Knight, Mitbegründer des für Gangsta-Rap bekannten Labels Death Row Records, unterwegs. Er starb sechs Tage nach der Tat im Krankenhaus. Shakur gehörte zu den erfolgreichsten Rap-Künstlern der Neunzigerjahre. Der Hip-Hop-Star war zeitweise in Drogenhandel und andere Kriminalität verwickelt, er kam auch ins Gefängnis. Millionen Fans weltweit verehren den Rapper und seine Musik noch immer.