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Turbulenter Formel-3-Test in Madrid: Vorbote für Formel-1-Rennen?

Sport

(Motorsport-Total.com) - Knapp drei Wochen bevor die Formel 1 erstmals auf dem neuen Madring in Madrid aufschlägt, hat die erste Serie bereits ihre erste Session auf der Strecke abgehalten. Noch bevor überhaupt nur ein Auto Rennrunden in der spanischen Hauptstadt gedreht hat, hat sich die Formel 3 am Montag und am Dienstag eingenistet und die Strecke quasi eingeweiht.

Denn die Nachwuchsserie hält in diesen Tagen offizielle Testfahrten auf dem Madring ab. 30 Autos aus zehn Teams sind an beiden Tagen für jeweils sechs Stunden auf dem 5,416 Kilometer langen Kurs mit seinen 22 Kurven unterwegs, bevor die Formel 3 dort im Rahmen der Formel 1 ihr Saisonfinale abhalten wird.

Der Test ist für die FIA im Grunde eine Generalprobe für den Formel-1-Event am 13. September, bei der man die Strecke schon einmal auf Herz und Nieren testen kann, ohne dass die großen Augen der Weltöffentlichkeit darauf schauen.

Viele Zwischenfälle bei Formel-3-Test

Und wenn die Session ein Vorbote für die Formel 1 sein soll, dann können die Fans am 13. September eine Menge Spektakel erwarten: Die Testfahrten mussten am Montag gleich mehrfach mit einer roten Flagge unterbrochen werden, weil die Fahrer eine Wand auf dem Stadtkurs gefunden hatten.

Dabei konzentrierten sich die Vorfälle nicht unbedingt nur auf eine Kurve, sondern waren über den Kurs verteilt: In Kurve 5 verunfallte Maciej Gladysz (ART), in Kurve 10 Freddie Slater (Trident), Kurve 12 wurde Bruno del Pino (Van Amersfoort) zum Verhängnis, in Kurve 18 fand Christian Ho (Rodin) die Mauer, und für Fernando Barrichello (AIX) und Jin Nakamura (Hitech) war nach Mauerkontakt in Kurve 17 Schluss.

Ausgelöst wurden viele Vorfälle auch aufgrund der schmutzigen Bedingungen, weil Wind immer wieder Dreck und Staub aus den umliegenden Baustellen auf die Strecke geweht hatte. Trotzdem präsentierte sich der neue Formel-1-Kurs in einem guten Zustand, wie auch die FIA-Verantwortlichen und zahlreiche Teammitglieder der Formel 1 vor Ort feststellen durften.

Die schnellste Zeit des Montags fuhr Audi-Junior Freddie Slater in 1:50.343 Minuten. Am heutigen Dienstag gehen die Testfahrten mit zwei dreistündigen Sessions zu Ende.

Die Formel 3 wird in dieser Saison noch zweimal im Rahmenprogramm der Formel 1 fahren: Zunächst ist die Serie in Monza zu Gast, bevor auf dem neuen Madring das Jahr 2026 beendet wird. Aktueller Gesamtführender ist Slater mit 130 Punkten vor dem früheren McLaren-Junior Ugo Ugochukwu (122). Alle anderen Piloten haben keine realistischen Meisterschaftschancen mehr.

Ferrari drehte bereits erste Runden

Auch Formel-1-Boliden hatten bereits erste Meter in Madrid zurückgelegt: Ferrari hatte sich Anfang Juli für einen Filmtag auf der Strecke eingebucht und mit Charles Leclerc und Lewis Hamilton einige Runden auf der damals noch im Bau befindlichen Anlage gedreht.

Bei der Konkurrenz war man davon jedoch nicht angetan: "Wir wurden vorab nicht darüber informiert", hatte McLaren-Teamchef Andrea Stella kritisiert und angemerkt, dass Ferrari dadurch "einen kleinen Vorteil" haben würde, was von Leclerc jedoch beiseitegewischt wurde. "Durch den vielen Schmutz auf der Strecke konnte ich ohnehin nicht voll attackieren", hatte er gesagt.

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