Turn-WM in Rotterdam Daiki Hashimoto führt Japans Turner erneut zum Titel
Japans Turner haben sich bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam die Goldmedaille im Team-Wettbewerb gesichert. Die Titelverteidiger und Paris-Olympiasieger setzten sich am Dienstag in den Niederlanden in einem spannenden Wettkampf mit 251,928 Punkten durch. Nach siebenjähriger WM-Abwesenheit gewann die "neutrale" Riege russischer Athleten Silber (250,329 Punkte), Bronze holte sich China (249,193). Die drei erstplatzierten Mannschaften haben sich zugleich bereits für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifiziert. Die neun weiteren Startplätze werden bei der WM im kommenden Herbst im chinesischen Chengdu vergeben.
Verzögert wurde die Entscheidung durch einen defekten Boden. Vor dem vierten Durchgang, als Gastgeber Niederlande und Überraschungsteam Kolumbien dort turnen sollten, mussten Techniker der Herstellerfirma eine mehrere Quadratmeter große Eckfläche demontieren, um den Fehler im Unterbau zu reparieren. Zudem mussten aus einem Lager Ersatzteile geholt und verbaut werden. Erst mit einer rund 15-minütigen Verspätung konnten sich die Niederländer und Kolumbianer erneut aufwärmen und anschließend den Wettkampf fortsetzen. Zuvor hatten am Boden lediglich Großbritannien und Japan geturnt.
Deutsche Turner fehlten im Finale
Das Finale fand ohne deutsche Beteiligung statt. Das Team des Deutschen Turner-Bundes (DTB) hatte in der Qualifikation nur den enttäuschenden 15. Rang belegt. "Platz 15 ist unser aktueller Wert in der Welt, da gibt es nichts zu beschönigen. Wir haben insgesamt zu viele Punkte liegengelassen", hatte Bundestrainer Jens Milbrandt gesagt. Am Mittwoch (19.30 Uhr live im Video-Stream auf SWR Sport und Sportschau.de) sind die Frauen mit ihrem Team-Finale dran. Auch hier fehlt das DTB-Aufgebot um Helen Kevric nach Platz zehn in der Qualifikation.