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Tusk bestätigt russische Rakete

Allgemein

Startseite Politik Alarm in Polen: Explosion erschüttert NATO-Gebiet – Tusk spricht von russischer Rakete Von: Hannes Niemeyer Uns auf Google folgen In Polen hat ein Objekt in der Nacht zum Donnerstag einen Krater hinterlassen. Möglicherweise handelt es sich um eine russische Rakete. Das NATO-Land ist alarmiert. Lublin – Update vom 30. Juli, 11.44 Uhr: Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall in Polen werden bekannt. Laut polnischen Medien bestätigte Premierminister Tusk: „Wir wissen, was passiert ist.“ Demnach sei der polnische Luftraum während der russischen Angriffe auf den Westen der Ukraine tatsächlich verletzt worden. Tusk bezeichnete die Situation als „schwerwiegenden Vorfall“. Glücklicherweise habe es keine Opfer gegeben. Tusk bestätigte außerdem, dass tatsächlich eine Rakete in Polen eingeschlagen sei. „Die Informationen sind eindeutig. Wir waren bereit, die Rakete abzuschießen, falls sie ihren Flug fortgesetzt hätte“, erklärte der Premierminister. Zudem nannte er weitere Details: „Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine russische ballistische Rakete vom Typ Kh-101 handelt.“ Allerdings scheint in diesem Zusammenhang noch einiges unklar zu sein: Bei der Kh-101 handelt es sich um einen russischen Marschflugkörper und nicht um eine ballistische Rakete. Tusk erklärte zudem, dass es noch zu früh sei, um alle Umstände des Vorfalls aufzuklären. Eine Reaktion aus Russland lag zunächst nicht vor. Alarm in Polen: Explosion erschüttert NATO-Gebiet – Verdacht fällt auf russische Rakete Erstmeldung: Dass verirrte Drohnen in den NATO-Luftraum eindringen, ist für Polen längst keine Neuigkeit mehr. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs gibt es regelmäßig Berichte über Kampfjet-Einsätze, um Objekte im Luftraum abzufangen. Auch in der Nacht zum Donnerstag musste das polnische Militär reagieren. Dieser Vorfall scheint jedoch anders zu sein als die meisten zuvor, die glimpflich ausgingen. Das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte teilte über X mit, dass in der Westukraine mindestens ein Dutzend Geschosse entdeckt worden seien, die möglicherweise eine Gefahr für Polen darstellen könnten. Eines davon sei um 3.29 Uhr bis auf fünf Kilometer an die polnische Grenze herangekommen, habe anschließend jedoch die Richtung geändert. Nur wenige Minuten später ging eine deutlich brisantere Meldung ein. Alarm in Polen: Militär lässt wegen Objekt in NATO-Luftraum Kampfjets aufsteigen Laut der Meldung der Streitkräfte wurde um 3.40 Uhr ein „nicht identifiziertes Objekt“ im polnischen Luftraum entdeckt. Daraufhin startete Polen einen F-16-Kampfjet, der die „Identifizierung und Abfangnahme“ übernehmen sollte. Doch nur sechs Minuten später verschwand das Objekt vollständig von den Radarsystemen des örtlichen Militärs. Das polnische Militär reagierte und entsandte einen Hubschrauber des Typs Mi-24 in das Gebiet, in dem das Objekt zuletzt auf dem Radar erfasst worden war. Demnach soll sich die Absturzstelle auf einem unbebauten Gelände in der Woiwodschaft Lublin nahe dem Ort Tarnawa-Kolonia befinden. Zudem sei ein Bodenteam für Such- und Rettungsaktionen eingesetzt worden. Objekt hinterlässt Krater in Polen: Bericht über verirrten russischen Marschflugkörper Die Entwicklungen wirken jedoch deutlich brisanter als bei einem gewöhnlichen Einsatz. Die polnische Nachrichtenseite Wiadomości berichtete über einen riesigen Krater mit einem Durchmesser von zehn Metern. Zudem sollen verstreute Teile des Objekts entdeckt worden sein. Was den Krater verursacht hatte, wurde zunächst nicht öffentlich bekannt. Das litauische Staatsmedium LRT schreibt dazu jedoch, dass es sich um einen Marschflugkörper gehandelt haben könnte. Auch Wirtuana Polska berichtet, die polnische Regierung gehe davon aus, dass in der Nacht eine russische Rakete dort eingeschlagen sei. Der Vorfall sorgt für Aufsehen. Berichten zufolge soll es eine größere Explosion gegeben haben, die die Region erschütterte. „So etwas haben wir noch nie gehört. Die Fenster sind fast herausgeflogen“, zitierte Nexta einen Bewohner der Region in einem X-Post. Darin war außerdem ein Video von einem Feld in der Region zu sehen, auf dem Einsatzkräfte unterwegs sind. Am Himmel kreist ein Hubschrauber. Polens Regierung reagiert auf möglichen Raketen-Vorfall – Tusk reist zum Ort des Geschehens Auch die polnische Regierung reagiert und nimmt die Lage äußerst ernst. Premierminister Donald Tusk schrieb auf X: „Während des russischen massiven Raketenangriffs auf die westliche Ukraine kam es zu einem Verstoß gegen den polnischen Luftraum. Deswegen habe ich ein Koordinationsgremium mit Beteiligung des Verteidigungsministers und der zuständigen Dienste einberufen, die seit vielen Stunden vor Ort arbeiten und mir systematisch Informationen über alle Umstände des Vorfalls übermitteln.“ Zudem sagte Tusk einen für heute geplanten Termin ab. Die Regierung teilte mit, dass der Premierminister stattdessen in die Region Lublin zum Ort des Geschehens reisen werde.

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