Tuttlingen: Polizei erschießt bewaffneten Mann am Rathaus
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Tuttlingen (Baden-Württemberg) – Alarm am Rathaus von Tuttlingen: Schwer bewaffnete Polizisten sichern den Eingang, mehrere Beamte beugen sich über einen Mann am Boden. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 27 Jahre alter Afghane bewaffnet in den Verwaltungssitz gekommen. Die Polizei schoss auf ihn. Der Mann starb.
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg übernahm die Ermittlungen. Eine LKA-Sprecherin bestätigte gegenüber BILD, dass es sich bei dem Toten um einen 27 Jahre alten und bereits polizeibekannten Afghanen handelt.
Zeugen hörten fünf Schüsse
Die „Schwäbische“ berichtet unter Berufung auf Zeugen, dass sich zunächst eine Person mit einer Waffe im Rathaus aufgehalten habe. Mitarbeiter riefen die Polizei , verschanzten sich in ihren Büros. Daraufhin rückten schwer bewaffnete Beamte in Schutzausrüstung an. Nachdem der bewaffnete Mann das Rathaus durch die Tür zur Helfereistraße verließ, soll er die Polizisten unvermittelt angegriffen haben. Eine LKA-Sprecherin sagte: „Er hat direkt geschossen.“ Daraufhin schossen auch die Beamten. Der Afghane brach tödlich getroffen zusammen. Trotz Reanimationsversuchen sei der Mann noch vor Ort gestorben, hieß es. Zeugen berichteten dem Portal, insgesamt fünf Schüsse gehört zu haben. Unklar ist derzeit, wer wie viele Schüsse abgegeben hat.
Bürger sollen Bereich rund ums Rathaus meiden
Der Bereich rund ums Rathaus wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei forderte Bürger auf, den Bereich zu meiden, betonte jedoch: Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr. Das Rathaus bleibt nach Angaben der Stadt für den Rest des Donnerstags geschlossen. Das LKA teilte mit, dass Ermittler den Tatort weiterhin sichern, Spuren auswerten und Zeugen befragen. Tuttlingen liegt im Süden Baden-Württembergs, hat rund 38.000 Einwohner. Die Stadt gilt als eines der wichtigsten Zentren der Medizintechnik in Deutschland.