DAX +0,58 % 25.612,03 Pkt 18:00:00 MDAX -0,55 % 32.216,66 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,53 % 6.344,40 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,10 % 52.166,14 Pkt 20:31:36 S&P 500 0,00 % 7.428,59 Pkt 20:31:36 Nasdaq +0,83 % 25.084,49 Pkt 20:31:36 Nikkei +0,71 % 61.867,43 Pkt 08:45:03 Gold +3,20 % 4.164,00 USD 20:21:33 Silber +2,16 % 59,11 USD 20:21:12 Brent -1,76 % 89,14 USD 20:20:33 WTI -0,84 % 83,75 USD 20:21:32 Bitcoin +1,31 % 64.747,02 USD 20:31:31 EUR/USD +1,29 % 1,15340 USD 20:31:24 EUR/GBP -0,11 % 0,85600 GBP 20:31:36 EUR/CHF -0,58 % 0,92760 CHF 20:31:36 EUR/JPY -1,72 % 183,369 JPY 20:31:36

Typ-2-Diabetes: Pflanzliche Ernährung senkt Risiko um 34%

Gesundheit

Die Qualität der Inhaltsstoffe entscheidet über Gesundheitsrisiken – nicht allein der Verarbeitungsgrad. Das zeigt eine neue Harvard-Studie mit über 200.000 Teilnehmern. Forschende der Harvard University werteten Daten von Erwachsenen über vier Jahrzehnte aus. Ihr Fazit: Eine hohe Nährstoffdichte senkt das Risiko für chronische Krankheiten signifikant – selbst wenn die Ernährung ultra-verarbeitete Produkte enthält. Gesunde pflanzliche Kost senkt Krankheitsrisiken deutlich Die Ergebnisse, präsentiert auf der Fachkonferenz NUTRITION 2026 Ende Juli, sind eindeutig. Eine gesunde pflanzliche Ernährung reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 14 bis 18 Prozent. Die Sterblichkeit sinkt um 7 bis 11 Prozent. Besonders stark fällt der Effekt bei Typ-2-Diabetes aus: Hier geht das Risiko um bis zu 34 Prozent zurück. Diese Schutzfaktoren blieben laut Studienleiterin Xiaowen Wang auch dann bestehen, wenn die Ernährung angereicherte Cerealien, pflanzliche Milchalternativen oder Vollkornbrot enthielt. Im Gegensatz dazu erhöhte eine ungesunde Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 21 Prozent – unabhängig vom Verarbeitungsgrad. Fachleute kritisieren daher zunehmend Klassifizierungsmodelle wie das NOVA-System. Der Grund: Sie berücksichtigen den Nährwertgehalt oft unzureichend. Gesunde, industriell verarbeitete Lebensmittel wie Dosenbohnen oder ballaststoffreiches Brot werden pauschal diskreditiert. Übergewicht: Unterschätzter Risikofaktor für Krebs Parallel dazu liefert das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) neue Zahlen. Eine Analyse von über 450.000 Teilnehmern der UK Biobank über zwölf Jahre zeigt: Bis zu 11,5 Prozent aller Krebserkrankungen gehen direkt auf Übergewicht zurück. Bisherige Schätzungen lagen lediglich bei zwei bis acht Prozent. Besonders bauchbetontes Fettgewebe steht im Verdacht, durch einen chronisch entzündlichen Stoffwechselzustand das Krebswachstum zu fördern. Ein hoher Body-Mass-Index sowie ein ungünstiges Taille-Hüft-Verhältnis zählen laut aktueller Daten im Fachmagazin Lancet Public Health zu den Hauptrisikofaktoren für verlorene gesunde Lebensjahre. Anzeige Chronische Entzündungen im Körper belasten das Immunsystem und können die Entstehung schwerer Krankheiten begünstigen. Wie Sie mit der richtigen Auswahl an Lebensmitteln aktiv gegensteuern und Gelenkbeschwerden sowie Erschöpfung lindern, erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber. 12 natürliche Entzündungs-Killer jetzt gratis entdecken Die sogenannte Morbiditätslücke – die Zeitspanne, die Menschen in Krankheit verbringen – stieg zwischen 1990 und 2023 von 8,8 auf 10,7 Jahre an. Neue Leitlinien für das metabolische Syndrom PMOS Im Bereich der Frauengesundheit gibt es ebenfalls Neuerungen. Das bisherige Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) heißt künftig Polyendocrine Metabolic Ovarian Syndrome (PMOS). Die neue Bezeichnung unterstreicht den metabolischen Charakter der Erkrankung, von der jede achte Frau im gebärfähigen Alter betroffen ist. Betroffene weisen laut einer Studie im BMJ ein vierfach erhöhtes Risiko für Diabetes und Herzinfarkte auf. Ernährungstherapeutische Ansätze gewinnen daher an Bedeutung. Bei Begleiterscheinungen wie Reflux erwies sich eine eiweißreiche sowie fett- und zuckerarme Kost in klinischen Vergleichen als wirksamer als herkömmliche medikamentöse Säureblocker. Anzeige Besonders bei einem erhöhten Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes ist eine gezielte Unterstützung der Blutzuckerwerte entscheidend. Dieser Gratis-Report zeigt Ihnen 7 einfache Übungen, mit denen Sie Ihre Werte bereits in wenigen Minuten täglich positiv beeinflussen können. Kostenlosen Ratgeber für bessere Blutzuckerwerte sichern Die Bundesapothekerkammer veröffentlichte am 29. Juli 2026 erstmals eine Leitlinie zum Medikationsmanagement, um die Versorgung dieser Patientengruppe zu verbessern. Forderungen nach strukturellen Präventionsmaßnahmen Angesichts der steigenden Belastung durch chronische Erkrankungen fordert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) eine konsequente Fortsetzung der Präventionsoffensive des Bundesgesundheitsministeriums. Die Fachgesellschaft plädiert unter anderem für eine Erhöhung der Tabaksteuer und die Einführung einer Abgabe auf Süßgetränke für Hersteller. Auf EU-Ebene traten im Juli 2026 bereits Verschärfungen in Kraft: Die Europäische Union untersagte die Verwendung von acht spezifischen Raucharomen in Lebensmitteln. Flankierend dazu zeigen aktuelle Forschungsergebnisse: Gezielte Ernährungsumstellungen können helfen. Eine erhöhte Zufuhr von Flavonoiden aus Äpfeln, Beeren oder Tee reduziert körperliche Gebrechlichkeit und psychische Belastungen im Alter deutlich. Ergänzende Pilotstudien zum Intervallfasten deuten zudem darauf hin, dass eine zeitliche Begrenzung der Nahrungsaufnahme auf neun Stunden pro Tag die kognitive Planungsfähigkeit bei älteren Frauen verbessern kann.

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