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Typ des finalen Asteroiden identifiziert: Dinosaurier mit besonders „viel Pech“

Wissenschaft

close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Bei dem Himmelskörper, der vor ungefähr 66 Millionen Jahren die Dinosaurier ausgelöscht hat, handelte es sich wohl um eine besonders seltene Unterform der Steinmeteoriten. Das hat ein europäisch-kanadisches Forschungsteam ermittelt und erklärt, dass ihre Analyse darauf hindeutet, dass es sich um einen sogenannten CO-Chondriten gehandelt hat, eine Unterklasse der seltenen kohligen Chondriten. Unser Verständnis der Ursache des Aussterbens der Dinosaurier ändere das nicht, erklärt das Team – wohl aber am Ablauf: Weil die Himmelskörper vergleichsweise wenig Schwefel enthalten, war das Element wohl doch nicht der entscheidende Faktor. Stattdessen dürften in die Atmosphäre geschleuderte feine Trümmer das Massensterben verursacht haben. Weiterlesen nach der Anzeige Extrem seltene Zusammensetzung Wie das Forschungsteam jetzt ausführt, wurden für die Analyse hochpräzise Messungen von Nickel-Isotopen an Proben durchgeführt, die über Jahre aus einer dünnen Tonschicht entnommen wurden, die nach dem Einschlag überall auf der Welt entstanden war. Die Arbeit sei eine Herausforderung gewesen, weil in dieser Schicht nur ein Bruchteil des Himmelskörpers enthalten sei, fast der gesamte Meteorit sei nach dem Einschlag verdampft. Die jetzt vorgestellte Erkenntnis sei nur ein weiterer Schritt, noch blieben viele Fragen zu dem Himmelskörper. Unklar sei beispielsweise, woher aus dem Sonnensystem er damals stammte. Deutlich sei aber schon, wie viel „Pech die Dinosaurier hatten“, dass die Erde von so einem seltenen, von weither stammenden Projektil getroffen wurde. Als CO-Chondriten wird eine Untergruppe der kohligen Chondriten bezeichnet, nach dem Fundort des bekanntesten Vertreters heißt die auch Ornans-Gruppe. Sie enthalten vor allem viel weniger flüchtige Elemente wie Kohlenstoff, Zink, Wasser und insbesondere Schwefel, erklärt die Forschungsgruppe. Unter den auf der Erde gefundenen kohligen Chondriten machen sie nur einen kleinen Teil aus, gleichzeitig macht diese Gruppe der Steinmeteoriten nur wenige Prozent der nachgewiesenen Fundstücke auf der Erde aus. Deshalb geht der wohl bekannteste Einschlag der Erdgeschichte auf einen Himmelskörper mit extrem seltener Zusammensetzung zurück. Die Analyse wurde jetzt im Wissenschaftsmagazin Science Advances veröffentlicht. Nachdem inzwischen als bewiesen gilt, dass der gewaltige Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren das plötzliche Ende der Dinosaurier verantwortet und das Zeitalter der Säugetiere ermöglicht hat, wurde unser Wissen über das Ereignis zuletzt deutlich erweitert. So hat eine Forschungsgruppe herausgefunden, dass sich der Einschlag wohl während des Frühsommers auf der Nordhalbkugel ereignet hat. Die Evolution hat danach in atemberaubendem Tempo stattgefunden, wie eine andere Studie ergeben hat. Der Asteroid hatte einen Durchmesser von 10 bis 15 Kilometern. Er schlug auf der heutigen Halbinsel Yucatan in Mexiko ein und hinterließ einen der größten Einschlagkrater auf der Erde, mit einem Durchmesser von 180 Kilometern und einer Tiefe von 20 Kilometern.

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