Über 1.000 Bestellungen in 24 Stunden: 1.582-PS-Sportwagen feiert einen Bilderbuchstart
Startseite Technology MOBILITY Über 1.000 Bestellungen in 24 Stunden: 1.582-PS-Sportwagen feiert einen Bilderbuchstart 16. Juli 2026 um 11:17 Uhr netzwelt.de folgen 1,96 Sekunden auf Tempo 100, 350 km/h Spitze, Laden in 5 Minuten: Der BYD Denza Z mischt die Luxusklasse auf. Und das zu einem Bruchteil der üblichen Millionen-Preise. Mehr als 1.000 Bestellungen in 24 Stunden zeigen, wie groß das Interesse am neuen BYD Denza Z ist. Mit 1.582 PS und bis zu 350 km/h spielt der Denza Z in der Liga der stärksten Elektro-Sportwagen. Der Denza Z kommt nach Europa, kostet hier mit rund 167.000 Euro aber deutlich mehr als in China. Mit dem Denza Z hat BYD auf dem Goodwood Festival of Speed in Großbritannien erstmals seinen neuen Elektro-Supersportwagen präsentiert. Schon kurz nach dem Start des Vorverkaufs zeigte sich, wie groß das Interesse ist: Innerhalb der ersten 24 Stunden gingen laut Hersteller mehr als 1.000 Bestellungen ein. Für ein Auto in dieser Preisklasse ist das ein beachtlicher Auftakt und ein deutliches Zeichen, dass BYD längst nicht mehr nur günstige Elektroautos bauen will. Der Vorverkauf startete zunächst in China. Dort kostet das Coupé 680.000 Yuan (rund 88.000 Euro) und ist damit deutlich günstiger als in Europa, wo der Einstiegspreis bei etwa 167.000 Euro liegt. Neben dem klassischen Coupé bietet Denza auch eine offene Spider-Version sowie eine Racing-Variante für besonders sportliche Fahrer an. Die Spider-Version kostet dort 780.000 Yuan (etwa 101.000 Euro), während für die Racing-Variante 1,18 Millionen Yuan (knapp 152.000 Euro) fällig werden. Drei Elektromotoren liefern Leistung im Überfluss Unter der Karosserie arbeitet ein Antrieb mit drei Elektromotoren. Zusammen liefern sie laut dem Branchenportal CarNewsChina 1.582 PS und damit mehr Leistung als viele Supersportwagen von Ferrari oder Lamborghini. Die Racing-Version soll in 1,96 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und bis zu 350 km/h erreichen. Werte, die vor wenigen Jahren millionenteuren Hypercars vorbehalten waren. Das solche Leistungen bei E-Autos keine Zukunftsmusik mehr sind, zeigt auch der rund 2,3 Millionen Euro teure Rimac Nevera R. Doch BYD setzt nicht nur auf rohe Leistung. Die neue e3-Plattform verteilt die Kraft demnach blitzschnell auf jedes einzelne Rad und soll den Sportwagen dadurch bei hohem Tempo sicher und präzise durch Kurven bringen. Hinzu kommt ein Fahrwerk, das innerhalb von weniger als zehn Millisekunden auf Unebenheiten reagieren können soll. Auch beim Laden verspricht BYD einen neuen Maßstab: Unter idealen Bedingungen lädt der Akku laut Hersteller in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent. Viele aktuelle Elektroautos benötigen dafür 15 bis 30 Minuten. BYD nimmt den Nürburgring ins Visier Auch beim Design will der Hersteller Eindruck hinterlassen. Der Denza Z ist flach, breit und mit zahlreichen Carbon-Elementen ausgestattet, wie man sie sonst vor allem von teuren Supersportwagen kennt. Entworfen wurde das Modell von Wolfgang Egger, der früher unter anderem für Audi gearbeitet hat. Im Herbst soll der Denza Z ähnlich wie der Xiaomi YU7 GT außerdem auf der Nürburgring-Nordschleife antreten und dort eine Spitzenzeit für Elektro-Sportwagen angreifen. *Die durchschnittliche Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers aus allen auf carwow errechneten Konfigurationen zwischen Juni und November 2023. Sie ist ein Durchschnittswert aller angebotenen Modelle und variiert je nach Hersteller, Modell und Händler. Der Denza Z ist gleichzeitig ein Symbol für die ehrgeizigen Pläne von BYD. Der chinesische Autobauer möchte sich neben günstigen Fahrzeugen wie dem Dolphin G DM-i weltweit als Premiummarke etablieren und investiert dafür auch in die Ladeinfrastruktur. Bis März 2027 sollen weltweit 6.000 Schnellladestationen entstehen, davon 3.000 in Europa. Dass diese Strategie aufgeht, zeigen die Verkaufszahlen: Im ersten Halbjahr 2026 setzte BYD außerhalb Chinas rund 789.400 Fahrzeuge ab - ein Plus von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr.