Über 60 Festnahmen rund um Frankfurter Konzert von Rapper Max Korzh
Der belarussische Sänger und Songwriter Max Korzh ist einer der erfolgreichsten Musiker Osteuropas - entsprechend viele Fans reisten zu seinem Konzert in Frankfurt am Samstagabend an. Insgesamt 27.000 Menschen besuchten das Großevent im Waldstadion.
Rund um das Konzert gab es seit Donnerstag immer wieder Fan-Ansammlungen in der Stadt, bei denen es zeitweise recht wild zuging, wie die Polizei am Sonntag berichtete. Tausendfach wurde unerlaubt Feuerwerk gezündet, mehrfach musste die Polizei eingreifen und die Feiernden zur Mäßigung aufrufen.
Insgesamt wurden 63 Menschen vorübergehend festgenommen und "eine Vielzahl von Platzverweisen" ausgesprochen, wie die Beamten mitteilten.
Flashmob und Moshpits schon am Donnerstag
Bereits am Donnerstagabend ging es los: Auf der Zeil in der Innenstadt hörten etwa 500 Fans des Rappers, der sich in der Vergangenheit deutlich gegen den Ukraine-Krieg positioniert hatte, laut Musik und rempelten sich bei sogenannten Moshpits an.
Als aus der Menge heraus wiederholt Pyrotechnik abgeschossen wurde, löste die Polizei das Treiben gegen Mitternacht auf.
Am Freitag spielten sich ähnliche Szenen im Hafenpark am Mainufer ab - dieses Mal allerdings mit rund 2.000 Menschen. Laut Polizei hatten sich die Fans offenbar über die Sozialen Medien verabredet. Die teils stark betrunkenen Feiernden zündeten zahlreiche Bengalos an und schossen Feuerwerk aus der Menge ab.
Betrunken in den Main gestürzt
Ein Betrunkener fiel im Verlauf der unangemeldeten Massenparty in den Main, konnte sich aber selbst wieder ans Ufer retten. Dort wurde er von Sanitätern ambulant versorgt.
Nachdem die Polizei die Feiernden per Lautsprecher aufgefordert hatte, den Hafenpark zu verlassen, zogen mehrere hundert von ihnen zur Flößerbrücke. Dort zündeten sie unter lauten Gesängen gleichzeitig hunderte Bengalos.
Die Aktion ist unter anderem auf Instagram zu sehen: