Überholt Schwesig die AfD?: Neue Umfrage sieht SPD nur noch knapp hinter den Rechten
Am kommenden Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Vier Tage vor dem Urnengang sieht eine Umfrage die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig knapp hinter der führenden AfD.
Der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Insa für die „Bild“-Zeitung zufolge kommen die Sozialdemokraten auf 35 Prozent. Die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreicht zwei Prozentpunkte mehr und liegt mit 37 Prozent an der Spitze.
Die mitregierende Linke belegt mit zehn Prozent den dritten Platz, vor der CDU mit sieben Prozent und den Grünen mit fünf Prozent. Die FDP wird nicht gesondert aufgeführt und würde aus dem Schweriner Landtag ausscheiden. Das BSW würde den Einzug mit drei Prozent verpassen.
Die SPD holt auf
Die SPD legte in Umfragen jüngst immer weiter zu. Bei vorherigen Insa-Befragungen im September und August lag sie bei 33 beziehungsweise 29 Prozent. Die AfD hingegen kam zuvor stabil auf 36 Prozent, hier ist also keine größere Veränderung zu beobachten.
Rot-Rot-Grün hätte eine Mehrheit
Rechnerisch hätte eine Koalition aus SPD, Linkspartei und Grünen eine Mehrheit. Befragt wurden von Dienstag vergangener Woche bis Dienstag 1000 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern.
Das Landesparlament wird am Sonntag zeitgleich mit dem Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Die Wahl vom September 2021 gewann die SPD mit 39,6 Prozent vor der AfD mit 16,7 Prozent, der CDU mit 13,3 Prozent und der Linken mit 9,9 Prozent.
Auch Grüne und FDP zogen mit 6,3 Prozent beziehungsweise 5,8 Prozent in den Landtag ein. Das BSW trat noch nicht an. Derzeit regiert in Schwerin eine Koalition aus SPD und Linkspartei.
„Die Frau gegen Blau“
Schwesig hatte zuletzt auch bei Wählern der Grünen und der CDU dafür geworben, SPD zu wählen, damit diese stärkste Kraft vor der AfD werden kann. Ein ähnlicher Versuch glückte 2024 bei der Landtagswahl in Brandenburg, als Dietmar Woidke mit seiner SPD einen Anti-AfD-Wahlkampf führte und die Sozialdemokraten dann knapp vor den Rechten landeten.
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