DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,08 % 52.769,52 Pkt 21:58:16 S&P 500 -0,66 % 7.641,07 Pkt 21:58:13 Nasdaq -0,88 % 26.059,49 Pkt 21:58:16 Nikkei +1,36 % 66.216,79 Pkt 08:45:03 Gold +2,06 % 4.582,10 USD 21:48:04 Silber +3,71 % 68,18 USD 21:47:50 Brent +2,11 % 93,55 USD 21:48:05 WTI +0,93 % 86,63 USD 21:48:11 Bitcoin +4,86 % 72.629,61 USD 21:58:08 EUR/USD +0,88 % 1,16810 USD 21:57:53 EUR/GBP +0,19 % 0,85680 GBP 21:58:17 EUR/CHF -0,57 % 0,93480 CHF 21:58:16 EUR/JPY +0,61 % 185,818 JPY 21:58:17

Übermüdet im OP: Sind Chirurgen mit Schlafmangel ein Risiko?

Gesundheit

Dank gilt den 38 Chirurginnen und Chirurgen, die sich mit einer elektronischen Fußfessel freiwillig Tag und Nacht überwachen ließen. Die Geräte am Knöchel zeichneten deren Aktivität auf. Es handelte sich um 38 Fachärztinnen und Fachärzte aus sieben operativen Fächern: von der Bauchchirurgie, über Orthopädie und Gynäkologie bis zur Herzchirurgie. Wie wirkt sich das Schlafverhalten auf die Operationsergebnisse aus? Dazu wurden insgesamt 7117 Operationen erfasst – und deren Komplikationen. Und in „JAMA Surgery“ veröffentlicht. Chirurgen müssten auch an freien Tagen früh zu Bett gehen – das wäre allerdings viel verlangt Es ging zunächst um Schlaf und möglichen Schlafmangel – aber nicht nur in der Nacht vor der jeweiligen Operation, sondern auch in den 30 Tagen zuvor. Außerdem ging es um den sogenannten „Social jet lag“. Damit ist keine Flugreise gemeint, sondern das Phänomen, dass Menschen ihr Schlafverhalten an den freien Tagen meist deutlich verändern: später ins Bett gehen und später aufstehen. Die Ergebnisse waren erstaunlich. Die reine Schlafdauer in der Nacht vor der Operation war kaum relevant. Auch nicht die durchschnittliche Schlafdauer in den letzten 30 Tagen. Wichtig war der genannte „Social jet lag“. Wenn der Schlafzeitpunkt sich verschiebt, wenn die innere Uhr und das äußere Verhalten sich entkoppeln, dann scheint sich die sogenannte Schlafarchitektur zu verändern. In der Neurologie kennt man die Wochenendmigräne: Patient oder Patienten schlafen samstags aus und wachen mit vernichtenden Schmerzen auf. Genau diese Verschiebung scheint der Studie nach auch Auswirkungen auf die Chirurgen zu haben. Auf deren Leistungsfähigkeit – möglicherweise auf Konzentration, Stressresistenz und Kommunikation innerhalb des Teams. Auf jeden Fall erhöhte sich die Komplikationsrate deutlich, relativ um bis zu 36 Prozent. Problem erkannt, Problem gebannt? So einfach ist es nicht. Man würde sich Chirurgen wünschen, die auch an freien Tagen zeitig ins Bett gehen – aber das wäre sehr, sehr viel verlangt.

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