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Übernahmeangebot liegt vor

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Insolvenz: 160 Jahre Brautradition in Gefahr – Käufer bietet drei Millionen Euro

Von: Bleranda Shabani

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Pils, Bock und das legendäre „Trabi“-Bier: Die Mauritius-Brauerei kämpft ums Überleben. Anfang September fällt die Entscheidung – und die könnte alles ändern.

Zwickau – Für die insolvente Mauritius-Brauerei aus Zwickau gibt es neue Hoffnung. Rund fünf Monate nach dem Insolvenzantrag liegt ein Übernahmeangebot für das Unternehmen vor. Damit könnte die traditionsreiche Privatbrauerei vor dem Aus bewahrt werden. Die Entscheidung über die Zukunft soll Anfang September bei einer Versammlung der Gläubiger fallen. Im Raum steht ein Kaufpreis von mindestens drei Millionen Euro, berichtet die Freie Presse.

Nach Insolvenz: Betrieb läuft weiter

Die Brauerei hatte im März 2026 beim Amtsgericht Chemnitz Insolvenz beantragt. Insolvenzverwalter Henry Girbig von der Chemnitzer Kanzlei Tiefenbacher sieht dennoch gute Chancen für eine Fortführung. Der Betrieb läuft mit den derzeit 51 Beschäftigten weiter.

Für eine mögliche Rettung spricht nach Einschätzung des Insolvenzverwalters der wirtschaftliche Kern des Unternehmens. So gebe es unter anderem keine offenen Forderungen bei Steuern oder Sozialversicherungen. Entscheidend ist nun, ob die Gläubiger dem vorliegenden Angebot zustimmen.

Schwieriges Umfeld für Brauereien

Mauritius kämpft allerdings nicht allein mit wirtschaftlichen Problemen. Die gesamte deutsche Bierbranche steht seit Jahren unter Druck. Der Bierkonsum sinkt, während gleichzeitig die Kosten für Energie, Personal und Rohstoffe steigen. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Sachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden dort im vergangenen Jahr rund 620 Millionen Liter Bier abgesetzt – etwa 6,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Bundesweit ging der Absatz um rund sechs Prozent zurück. Für die Branche war dies der stärkste Rückgang seit der Wiedervereinigung, so t-online.

Nach Angaben der Geschäftsführung des Unternehmens haben sich die Energiepreise seit Beginn des Ukraine-Krieges nahezu verdoppelt. Auch Verpackungen, Transport, Malz und das Management von Leergut wurden deutlich teurer. Während des Insolvenzverfahrens konnte Mauritius nach eigenen Angaben bereits neue Vereinbarungen mit Lieferanten treffen und dadurch günstiger einkaufen.

Insolvente Brauerei: Bier mit Tradition

Mauritius ist insbesondere in Ostdeutschland eine bekannte Marke. Zum Sortiment gehören unter anderem Pils, Dunkler Bock und das als „Trabi“-Bier vermarktete Dosenbier. Zudem produziert das Unternehmen Handelsmarken für große Supermarktketten und Discounter.

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