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Überraschender Gewinner des Saisonstarts: Ein Profiteur des Ronaldo-Theaters spielt beim BVB

Sport

Wer der große Verlierer im Streit zwischen Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus und seinem Superstar Cristiano Ronaldo am Ende ist, ist noch nicht abschließend geklärt. In der vergangenen Woche verließ CR7 überraschend und schnell das Lager des Nationalteams, nachdem sein Coach verkündet hatte, dass er im Nations-League-Duell mit Dänemark erneut nicht auf ihn in der Startelf setzen wird. Bereits gegen Norwegen hatte Jorge Jesus den 41-Jährigen sich nur lange warmlaufen lassen, um ihn dann nicht einzusetzen. Wer einer der großen Gewinner der Situation ist, ist aber klar: Dortmunds Fabio Silva.

Dass dem BVB-Stürmer selbst das höchst unangenehm sein dürfte, machte er schon vor einigen Tagen klar, als sich der Abgang des Superstars noch nicht einmal andeutete. "Ich wollte immer schon die Möglichkeit haben, diese Momente mit ihm zu haben, von ihm zu lernen", sagte er da. Der 24-Jährige bezeichnete Ronaldo als "mein Idol. Die Person, die mich, schon als ich noch klein war, inspiriert hat." CR7 ist nun nicht mehr da und deshalb auch am Sonntag im Nations-League-Heimspiel gegen Norwegen keine Option – Fabio Silva hingegen schon.

Es ist erst das zweite Mal, dass der Dortmunder in seiner Karriere für die A-Nationalelf nominiert wurde. Im November 2024 feierte er in der Nations League gegen Kroatien als Einwechselspieler sein Debüt für die Seleccao – die damals ebenfalls ohne Cristiano Ronaldo auskommen musste, weil dieser an einer Entzündung im Fuß laborierte. Nun traf er im Training erstmals auf den Superstar und rückte in der internen Rangordnung nach dessen Abgang automatisch einen Platz vor.

Was das konkret für Silva bedeutete: Nachdem er es in den ersten beiden Nations-League-Duellen noch nicht in den Kader von Jorge Jesus geschafft hatte, durfte er in Dänemark erstmals auf der Bank Platz nehmen, auch wenn er danach nicht zum Einsatz kam. Am Sonntag ab 20.45 Uhr hat er nun im Estadio da Dragao in Porto die nächste Chance, sein zweites Länderspiel zu bestreiten.

Wie läuft es für Fabio Silva beim BVB in dieser Saison?

Dabei wird es aller Voraussicht nach höchstens ein Kurzeinsatz für den Silva werden – der sich seine Nominierung mit genau diesen Kurzeinsätzen im BVB-Trikot verdient hat. Wie schon in der vergangenen Saison ist bei Dortmunds Trainer Niko Kovac die erste Wahl im Angriffszentrum weiterhin Serhou Guirassy.

Fabio Silva als laufstarker und einsatzfreudiger Angreifer kann um den Guineer herum spielen und neue Energie liefern, wenn die benötigt wird. So wie in Hoffenheim, als der BVB mit Silva als Einwechselspieler von einem 0:2-Rückstand noch zurückkam und 3:2 gewann, weil der Portugiese gleich mit seinem ersten Schuss traf und die Wende einleitete.

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Gegen Paderborn durfte er eine Woche später mal zusammen mit Guirassy von Beginn an ran – und den 3:0-Sieg mit seinem Führungstreffer schon in der fünften Minute anstoßen. Für den BVB läuft es mit vier Siegen aus vier Spielen und der Tabellenführung in der Bundesliga auch wegen Fabio Silva bislang hervorragend – und der Stürmer ist überraschenderweise mit seinen Leistungen einer der Gewinner des starken BVB-Saisonstarts.

Real Betis war hinter Fabio Silva her

Dabei gab es noch vor zwei Monaten das heiße Gerücht, dass Fabio Silva nach nur einem Jahr wieder Dortmund verlassen könnte. Real Betis sei auf den BVB zugekommen, hieß es im August unter anderem bei der Bild-Zeitung, und wolle den Angreifer haben.

Allerdings nur per Leihe mit anschließender Kaufpflicht, wenn festgelegte Bedingungen erfüllt werden, was den Borussia-Verantwortlichen offenbar als Konstrukt nicht zusagte. Die Schwarz-Gelben wollten wohl die 22,5 Millionen Euro, die sie an Wolverhampton im Sommer 2025 gezahlt hatten, wieder einnehmen, doch mit dieser Forderung scheiterte der Deal, den sich die Andalusier ausgemalt hatten.

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Inwieweit Fabio Silva selbst offen für einen Abschied gewesen ist, blieb unklar. Fakt ist: Er steht beim BVB noch bis 2030 unter Vertrag und will weiterhin seine Chancen nutzen, egal, ob im Verein oder im Nationalteam. "Ich bin hier, um mich zu verbessern, denn ich glaube, dass ich hier viel lernen kann", sagte Silva bei der Seleccao. Selbst dann, wenn sein großes Vorbild jetzt nicht mehr da ist.

Denn genau das könnte Fabio Silva nun auch bei Portugal entscheidend voranbringen, nachdem ihm auch beim BVB der nächste Schritt gelungen ist.

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