Überraschendes Urteil: Millionenstrafe für Amy Winehouse’ Vater
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen London (Großbritannien) – Überraschendes Urteil gegen den Vater von Amy Winehouse (†27, „Back to Black“)! Mitch Winehouse (75) muss zwei Freundinnen der verstorbenen Sängerin 950.000 Pfund (umgerechnet 1,1 Mio. Euro) zahlen. Das ordnete eine britische Richterin am Mittwoch an, nachdem Winehouse im April einen Prozess um den Verkauf von persönlichen Gegenständen der Musikerin verloren hatte. Richterin Sarah Clarke erklärte, der Vater der Sängerin habe dem Ruf, den Karrierechancen, der finanziellen Sicherheit und der Gesundheit der beiden Frauen geschadet. Naomi Parry und Catriona Gourlay (beide 41) hatten zwischen 2021 und 2023 mehr als 150 Objekte verkauft, die Amy Winehouse zu Lebzeiten gehört hatten. Darunter Handtaschen, Kleider, Kosmetik und ein Kleid, das die Sängerin bei ihrer letzten Tour im Juni 2011 getragen hatte. Die ehemalige Stylistin und die ehemalige Mitbewohnerin des Popstars erzielten damit mehr als 1,4 Millionen Dollar. Vergesslichkeit des Vaters ausgenutzt? Mitch Winehouse zog deswegen gegen die beiden jungen Frauen vor Gericht. Er argumentierte, sie hätten die Objekte nicht verkaufen dürfen. Sein Anwalt warf Parry und Gourlay vor, sie hätten die „Vergesslichkeit“ des Vaters der Sängerin ausgenutzt. Parry habe gewusst, dass Mitch Winehouse keinen Überblick über diese Dinge gehabt habe. Parry und Gourlay bestritten dagegen, unehrlich gehandelt zu haben. Amy Winehouse habe ihnen die Gegenstände geschenkt oder geliehen. „Mitch Winehouse wusste von den Verkäufen“ Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die beiden Frauen dem Vater der verstorbenen Sängerin nichts verheimlicht hätten. „Mitch Winehouse wusste die ganze Zeit über von den geplanten Verkäufen - und forderte erst im Anschluss Geld“, sagte Richterin Sarah Clarke. Sie ging am Mittwoch generell hart mit Mitch Winehouse ins Gericht. „Der Kläger entschied sich dafür, eine von vornherein schwache Klage einzureichen, diese aggressiv und unerbittlich bis zum Ende zu verfolgen und schwerwiegende sowie unbegründete Vorwürfe gegen die Beklagten zu erheben“, sagte sie. Dass Mitch dies „zwei jungen Frauen“ angetan habe, „die treu an der Seite von Amy“ gestanden hätten, mache dieses „unvernünftige Verhalten besonders schwerwiegend“. Gourlay und Parry hatten Amy Winehouse zu Beginn der 2000er-Jahre kennengelernt, noch bevor die Sängerin weltberühmt wurde. Parry designte einige der bekanntesten Outfits der Sängerin, unter anderem das Minikleid mit grün-schwarzen Bambusmuster, das Winehouse bei ihrem letzten Konzert trug.