Überraschung auf Hawaii Vincent Luis ist neuer Ironman-Weltmeister
Ein dramatisches Ausscheidungsrennen ist in der Nacht auf Sonntag bei der Ironman-WM mit einem Überraschungssieger zu Ende gegangen. Der Franzose Vincent Luis gewann in 7:47:27 Stunden sensationell den WM-Titel vor Gustav Iden (Norwegen) und dem US-Amerikaner Matthew Marquardt. Patrick Lange musste sein letztes WM-Rennen nach schweren Krämpfen früh aufgeben. Bester Deutscher wurde Jonas Schomburg auf Rang sieben.
Den Franzosen Luis hatten vor dem Rennen wirklich nur die absoluten Insider auf dem Zettel. Denn der 37-Jährige ist zwar ein erfahrener Athlet auf der Kurzdistanz, seinen ersten Ironman absolvierte er aber erst in diesem Jahr. Entsprechend war das Rennen auf Hawaii sein Debüt bei einer Langdistanz-WM.
Luis übersteht brutales Ausscheidungsrennen
Luis gewann das Rennen über 3,8 Kilometer Schwimmen im offenen Meer, 180 km Radfahren und einem Marathon vor allem mit seiner enormen Konstanz. Während alle anderen Favoriten einem brutalen Ausscheidungsrennen Tribut zollen mussten, blieb Luis stets im vorderen Teil des Feldes und profitierte von den Problemen der Konkurrenz. Der stark schwimmende Lange etwa schied schon beim Radfahren aus, Mitfavorit Sam Laidlow (Frankreich) musste gleich zu Beginn des Marathons aufgeben.
Top-Favorit Kristian Blummenfelt ließ nach etwa der Hälfte des Marathons abreißen und wurde am Ende nur Achter. Und der lange souverän führende Däne Magnus Ditlev musste rund zehn Kilometer vor dem Ziel den enormen Belastungen Tribut zollen. Am Ende wurde der Zweitplatzierte Iden Luis noch gefährlich. Doch der Norweger, der zwischenzeitlich wegen einer Strafe drei Minuten Zwangspause einlegen musste, hatte auf den letzten Kilometer nicht mehr die Kraft, um den Sensationssieger abzufangen.
Schomburg: "Nicht aufgeben, das ist die Message"
Bester Deutscher wurde Jonas Schomburg, der das Rennen beim Schwimmen und beim Radfahren zunächst prägte, dann aber zurückfiel: "Ich hatte Krämpfe auf dem Rad. Da musste ich mich zusammenreißen, in die Wechselzone zu kommen", erzählte er später im ZDF.
"Aber ich habe nicht aufgegeben, das ist auch die Message." Mit einem guten Marathon kam er noch auf Rang sieben. Dahinter wurde Jan Stratmann 15., Frederic Funk kam auf Rang 23.