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Ubisoft Barcelona: Streik gegen 51 Kündigungen nach „Black Flag“-Erfolg

Allgemein

Das von Ubisoft entwickelte „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ wird zum langersehnten Erfolg für die französische Spielefirma. Das am 9. Juli veröffentlichte Remake wurde schon am ersten Tag starke zwei Millionen Mal verkauft, teilte Ubisoft mit. Doch nicht alle beteiligten Mitarbeiter haben Anlass zur guten Laune: Die Belegschaft des Studios Ubisoft Barcelona streikt seit Dienstag gegen den geplanten Abbau von 51 Stellen. Weiterlesen nach der Anzeige Der Streik läuft noch bis Donnerstag und wird von der Coordinadora Sindical del Videojuego (CSVI) koordiniert, berichtet Videogames Chronicle. Betriebsrat und weitere Gewerkschaften haben sich demnach angeschlossen. Die Streikenden fordern die Rücknahme der 51 Kündigungen, eine verbindliche Zusage gegen weitere Massenentlassungen, die Rückkehr zur früheren Homeoffice-Regelung mit 60 Prozent Fernarbeit sowie zugesagte Beförderungen und Gehaltserhöhungen. Ubisoft bestätigt den Konflikt gegenüber Videogames Chronicle: Barcelona solle sich künftig ausschließlich auf „Rainbow Six“ konzentrieren, betroffen seien bis zu 51 Beschäftigte. Eine endgültige Entscheidung falle aber erst, wenn das Konsultationsverfahren abgeschlossen sei. Die 51 Stellenstreichungen seien bislang nur ein Vorschlag. Die CSVI geht dagegen davon aus, dass die 51 Beschäftigten das Studio in den kommenden Wochen verlassen müssen. Pläne seit Juni bekannt Neu sind die Abbaupläne nicht. Schon Anfang Juni berichtete The Game Business, dass Ubisoft seine Studios in Winnipeg und Belgrad schließt und den Standort Barcelona umbauen will. Bis zu 380 Stellen könnten dabei wegfallen. Von Kündigungen in Barcelona war schon damals, einige Wochen vor dem Release von „Black Flag Resynced“, die Rede. Der Umbau ist Teil von Ubisofts weltweitem Sparprogramm. Im Januar schloss der Publisher die Studios in Stockholm und Halifax, im März endete die Spieleentwicklung bei Red Storm Entertainment. Über das vergangene Jahr hat Ubisoft seine Belegschaft um 1500 Personen verkleinert. Die Marken „Assassin’s Creed“, „Far Cry“ und „Rainbow Six“ bündelt Ubisoft seit Oktober in der Tochterfirma Vantage Studios, an der sich Tencent mit 1,16 Milliarden Euro beteiligt hat. Weiterlesen nach der Anzeige Bester Steam-Start der Reihe Für Ubisoft läuft das Remake bislang gut: Zu Stoßzeiten waren laut SteamDB über 100.000 Spieler gleichzeitig auf Steam unterwegs. Laut Vantage Studios ist das der höchste Wert, den je ein „Assassin’s Creed“ auf der Plattform erreicht hat. Auf Metacritic steht „Resynced“ bei starken 84 von 100 Punkten, auch im Test von heise online hinterließ das Piratenabenteuer einen guten Eindruck. Welchen Anteil Barcelona daran hat, geht aus der Mitteilung von Vantage Studios nicht hervor: Das Studio taucht dort nur in einer Fußnote auf, gemeinsam mit 13 weiteren Co-Entwicklungsstudios. „Ubisoft Barcelona hat alle Unterwasserlevel gemacht“, schreibt der Studio-Angestellte Manel Cota auf X, Dasselbe Team werde gerade entlassen.

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