Übung der USA: 334.000.000 Dollar teurer F-22 Raptor wurde von einem kleinen US-Navy-Jet abgeschossen
Im Jahr 2009 hat eine gemeinsame Übung zwischen zwei Kampfflugzeugen von US-Luftwaffe und US- Marine für Aufsehen gesorgt. Laut einem Bericht von „19FortyFive.com“ gelang es einem Navy-Flugzeug, einer EA-18G Growler, das hochmoderne Tarnkappenflugzeug F-22 Raptor (Kosten: 334 Millionen US-Dollar) „abzuschießen“. Zumindest gelang dies in einer simulierten Kampfsituation. Die Übung zeigt, wie wichtig elektronische Kriegsführung im modernen Luftkampf ist und dass selbst fortschrittliche Jets Schwachstellen haben.
Die EA-18G Growler ist ein Spezialjet der US-Marine, der auf elektronische Störmaßnahmen ausgelegt ist, um Gegner zu blenden und ihre Radarsysteme lahmzulegen. Durch gezielte Störfunktionen und taktische Manöver konnte sie die Schwächen des F-22 Raptor ausnutzen und einen simulierten Treffer landen, obwohl der EA-18G Growler technisch unterlegen ist. Der Navy-Jet trug anschließend sogar eine Raptor-Abschussmarkierung. (Auch Großbritannien führt Militärübungen durch)
So gelang der „Abschuss“ des Tarnkappenjets
Die EA-18G nutzte elektronische Störsysteme, um die Radarsensoren des F-22 zu behindern.
Der Navy-Jet flog gezielt in Schwachstellen der Tarnkappentechnologie, sogenannte „blinde Flecken“.
Er flog außerdem in den toten Winkel.
Einsatzregeln und Übungsszenarien schränkten die Vorteile des F-22 ein und erleichterten den Erfolg der Growler.
Elektronische Kriegsführung kann Sensoren täuschen und Tarnkappenvorteile stark schwächen-
Trotz dieser Überraschung bleibt der F-22 Raptor ein hochentwickelter Luftüberlegenheitsjäger, der für schnelle und präzise Angriffe auf Distanz optimiert ist. Die Rolle der Growler ist hingegen primär, gegnerische Systeme zu stören, um die eigenen Kräfte zu schützen und zu unterstützen.
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Was bedeutet das für die moderne Kriegsführung?
Der simulierte „Abschuss“ verdeutlicht, dass kein Flugzeug unbesiegbar ist, selbst wenn es technisch überlegen erscheint. Wie „19FortyFive.com“ schreibt, müssen moderne Einsätze verstärkt auf elektronische Angriffe und vernetzte Strategien setzen. Störungen durch Funktechnologie, Cyberangriffe und Sensorabwehr werden weiterhin eine zentrale Rolle spielen.
Die Übung zeigt außerdem, dass spezialisierte Störflugzeuge wie die EA-18G unverzichtbar sind, um die Verteidigung zu stärken und gegnerische Technologien auszuschalten. Gleichzeitig unterstreicht der Vorfall die Bedeutung von Flexibilität und Teamarbeit im Luftkampf der Zukunft.
Der „Sieg“ der EA-18 war keineswegs ein Einzelfall. Schon zuvor wurden in simulierten Übungen Jets der fünften Generation abgeschossen. Jets der vierten Generation wie die Rafale, der Eurofighter und die F-16 erzielten in solchen Übungen bereits Siege gegen Flugzeuge der fünften Generation.