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UEFA sucht nach Strategie für Sturz Infantinos

Sport

Am Potsdamer Platz werden Vertreter aller 55 UEFA-Mitglieder erwartet. Der DFB wird mit Präsident Bernd Neuendorf, Generalsekretär Holger Blask und UEFA-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke dabei sein.

Die Lage: Während Infantino durch die Welt reist und von immer mehr Nationalverbänden öffentliche Unterstützungserklärungen einsammelt, hat die Opposition immer noch keinen Gegenkandidaten bekannt gegeben. Dabei will die UEFA Infantino bei der Wahl am 18. März in der marokkanischen Stadt Rabat stürzen. Oder noch lieber: schon vorher.

Seit Infantino seinen Investorendeal um die Vermarktungsrechte der Fußball-WM ausgerufen und dann nach massiver Kritik an den Plänen wieder abgesagt hat, drängt die UEFA mit Präsident Aleksander Ceferin bislang aber vergeblich darauf, den FIFA-Chef zum Verzicht auf eine Wiederwahl zu bewegen. Ceferin beschrieb Infantino zuletzt als "Kaiser ohne Kleider".

Viele Namen, kaum einer kommt infrage

Dass am Donnerstag in Berlin ein Gegenkandidat präsentiert wird, bleibt unwahrscheinlich. Nach Informationen der Sportschau will die UEFA einen "strategischen Zeitpunkt" wählen. Am 18. November endet die Frist für eine Nominierung. Ein Gegenkandidat soll nicht vor Fristende einer möglichen Kampagne der FIFA ausgesetzt werden.

Weiterhin hofft man in der Opposition, Infantino doch noch zum Verzicht auf die Wiederwahl drängen zu können. Die aktuelle Ethikbeschwerde von Norwegens Verband zum Fall Balogun und zum FIFA-Friedenspreis soll neuen Druck auf Infantino erzeugen.

Doch ein Abgang Infantinos ist nicht in Sicht - und ein Gegenkandidat auch nicht.

Die bislang gehandelten Gegenkandidaten:

Andere Namen werden aktuell nicht mal spekuliert.

Infantino sammelt erneut Zuspruch ein

Mögliche Gegenkandidaten wissen außerdem: In einer echten Abstimmung gegen Infantino sind die Chancen nicht die allerbesten. Der Amtsinhaber hat nach dem Knall um den gescheiterten Investorendeal zumindest öffentlich viele der 211 Mitgliedsverbände der FIFA wieder auf seine Seite gezogen.

In Afrika und Südamerika hat er großen Rückhalt. In Ozeanien ist ihm ebenfalls viel Zuspruch sicher, mehrere Zusagen für Unterstützung hat er auch in Nordamerika und Asien, wo sich zuletzt die arabischen Verbände für ihn aussprachen. Außerdem gab es einen ersten Riss im europäischen Block, als sich Lettlands Verband für Infantino aussprach.

Allen öffentlichen Bekundungen für oder gegen Infantino muss aber eine Fußnote angehängt werden: Bei einer echten Wahl wären die stimmberechtigten Delegierten in der Wahlkabine mit ihrer Entscheidung alleine.

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