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Uganda: Jüngster König der Welt in XXL-Leichenwagen zu Grabe gefahren

Sport

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Fort Portal (Uganda) – Im Westen Ugandas ist der jüngste jemals regierende Monarch der Welt beigesetzt worden. Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV. vom traditionellen Tooro-Königreich war bereits im Alter von drei Jahren gekrönt worden – Ende August starb er mit nur 34 Jahren an Krebs. Seine Beerdigung wurde nun zum XXL-Event.

Am Samstag wurde der Regent in einem riesigen Leichenwagen zu Grabe gefahren. Dabei handelte es sich um einen Mercedes GLE 400d, der für 230.000 Euro umgebaut, gestreckt und von einer Spezialfirma in Südafrika mit Flügeltüren versehen wurde. So konnten die Trauernden den Sarg ihres Königs von allen Seiten betrachten.

Sarg wurde noch sechs Kilometer zu Fuß getragen

Tausende hatten am Samstag an dem Ritual in einer anglikanischen Kathedrale in der abgelegenen Stadt Fort Portal nahe der Grenze zum Kongo teilgenommen. Ein Oberpriester führte den Sarg schließlich zu Fuß zu den sechs Kilometer entfernten Königsgräbern.

Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV. war 1995 als Dreijähriger gekrönt worden. Im vergangenen Jahr hatte ihn das Guinness-Buch der Rekorde als jüngsten König der Welt anerkannt. Der Monarch engagierte sich für Umweltschutz und im Kampf gegen HIV. Die anglikanische Church of Uganda kündigte an, zu seinem Gedenken 15 Millionen Bäume pflanzen zu wollen.

Erbitterter Streit um Thronfolge

Nach dem Tod des Königs war in Uganda ein Streit um seine Nachfolge entbrannt: Zeitweise war ein in London lebender Amateurfußballer als möglicher neuer König im Gespräch. Mit der Beisetzung wurde nun Prinz Edward Rukidi Kijanangoma (56) als sein Nachfolger eingeführt. Teile der königlichen Familie, darunter die Mutter des verstorbenen Königs , hatten sich gegen die Wahl des 56-Jährigen gewandt, der als Produzent und Nachrichtensprecher beim staatlichen Fernsehsender UBC arbeitet.

Der künftige neue König legte das traditionelle Rindentuch auf den Leichnam des verstorbenen Monarchen, warf neun Kaffeebeeren ins Grab und goss Milch aus einer Kalebasse auf den Boden. Mit dem Ritual stellt sich der neue König den Geistern vor und bittet um deren Schutz.

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