DAX +0,73 % 26.190,26 Pkt 12:55:29 MDAX +0,23 % 32.584,49 Pkt 12:55:30 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.480,71 Pkt 12:55:15 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +3,66 % 66.300,44 Pkt 08:45:02 Gold +3,08 % 4.221,60 USD 13:00:28 Silber +2,44 % 61,52 USD 13:00:19 Brent +1,56 % 80,60 USD 13:00:25 WTI +0,67 % 76,28 USD 13:00:29 Bitcoin -0,01 % 64.049,69 USD 13:10:21 EUR/USD +0,35 % 1,15470 USD 13:09:57 EUR/GBP -0,02 % 0,85680 GBP 13:10:29 EUR/CHF +0,15 % 0,93390 CHF 13:10:29 EUR/JPY +0,37 % 181,953 JPY 13:10:30

Uhrzeit und Maximum

Wissenschaft

TRIER/REGION. Der Countdown läuft: Am Mittwoch, 12. August 2026, schiebt sich der Mond am Abend vor die Sonne. In Trier beginnt das seltene Himmelsschauspiel gegen 19.20 Uhr. Seinen Höhepunkt erreicht es um etwa 20.14 Uhr – dann sind rund 89,3 Prozent der Sonnenfläche bedeckt. Total wird die Finsternis in der Region zwar nicht, dennoch dürfte nur noch eine schmale, extrem helle Sonnensichel sichtbar bleiben. Sonnenfinsternis in Trier – die wichtigsten Zeiten: Die partielle Sonnenfinsternis beginnt am Mittwoch, 12. August 2026, gegen 19.20 Uhr. Das Maximum wird um etwa 20.14 Uhr erreicht. Dann sind rund 89,3 Prozent der Sonne bedeckt. Gegen 20.56 Uhr geht die noch teilweise verfinsterte Sonne in Trier unter. Beobachtung ausschließlich mit einer geeigneten Sonnenfinsternisbrille. Nur noch acht Tage bis zum Himmelsschauspiel Für Trier und die Region wird der 12. August zu einem besonderen astronomischen Abend. Der Mond bewegt sich aus unserer Sicht zwischen Erde und Sonne und verdeckt dabei fast die gesamte sichtbare Sonnenscheibe. Die lokale Finsternis dauert etwa eine Stunde und 36 Minuten. Sie beginnt gegen 19.20 Uhr und erreicht um 20.14 Uhr ihr Maximum. Die Sonne steht zu diesem Zeitpunkt bereits tief am westlichen Himmel. Gegen 20.56 Uhr geht sie in Trier unter – noch während der partiellen Finsternis. Der genaue Zeitplan für Trier Die angegebenen Zeiten gelten für Trier und können innerhalb der Großregion geringfügig abweichen. Keine totale Sonnenfinsternis in Trier Auch wenn fast 90 Prozent der Sonne verschwinden, befindet sich Trier nicht in der sogenannten Totalitätszone. Die Sonne wird hier zu keinem Zeitpunkt vollständig verdeckt. Total ist die Sonnenfinsternis nur innerhalb eines schmalen Streifens, der über Teile Nordrusslands, Grönlands, Islands, den Atlantik, Spanien und einen kleinen Bereich Portugals verläuft. Große Teile Europas erleben dagegen eine partielle Finsternis. Für Beobachter in Trier bleibt zum Maximum eine schmale Sonnensichel sichtbar. Dieser kleine Rest reicht weiterhin aus, um enorm hell zu leuchten und die Augen bei ungeschütztem Blick dauerhaft zu schädigen. Wird es in Trier plötzlich dunkel? Eine vollständige Verdunkelung wie bei einer totalen Sonnenfinsternis ist in Trier nicht zu erwarten. Dennoch dürfte die Umgebung zum Maximum sichtbar gedämpfter wirken. Bei fast 90 Prozent Bedeckung kann das Sonnenlicht ungewöhnlich fahl erscheinen. Farben und Schatten können sich verändern, möglicherweise wird auch ein leichter Temperaturrückgang wahrnehmbar. Der Himmel bleibt jedoch grundsätzlich hell, weil ein Teil der Sonnenoberfläche weiterhin sichtbar ist. Die stärkste Veränderung wird rund um 20.14 Uhr erwartet. Freier Blick nach Westen ist entscheidend Die größte Herausforderung ist nicht nur das Wetter, sondern auch die sehr tief stehende Sonne. Wer zwischen Häusern, hohen Bäumen oder in einer engen Tallage steht, könnte die entscheidende Phase verpassen. Geeignet sind grundsätzlich Standorte mit freier Sicht in Richtung Westen bis Nordwesten. Dazu können – je nach genauer Sichtachse – gehören: Höhenlagen rund um Trier offene Bereiche auf dem Petrisberg oder bei Tarforst freie Moselhöhen höher gelegene Standorte in Eifel und Hunsrück offene Felder ohne Bäume und Gebäude am Westhorizont geeignete Bereiche am Moselufer mit unverstelltem Blick Der Beobachtungsplatz sollte am besten vorher gegen 20 Uhr getestet werden. Ist die Sonne zu dieser Zeit bereits hinter einem Bergrücken, Gebäude oder Waldstück verschwunden, eignet sich der Standort nicht. In Luxemburg wird ebenfalls fast 90 Prozent Bedeckung erreicht Auch Luxemburg erlebt eine sehr tiefe partielle Sonnenfinsternis. Für Luxemburg-Stadt wird eine maximale Bedeckung von rund 89,6 Prozent angegeben. Dort beginnt das Ereignis ebenfalls gegen 19.20 Uhr. Das Maximum wird rund eine Minute später als in Trier, gegen 20.15 Uhr, erreicht. Damit unterscheiden sich die Bedingungen innerhalb der Großregion nur geringfügig. Trier gehört zu den stärkeren Regionen in Rheinland-Pfalz Innerhalb von Rheinland-Pfalz fällt die Finsternis im Westen besonders ausgeprägt aus. Für Trier werden rund 89,3 Prozent Bedeckung berechnet. In Mainz und Koblenz liegt der Wert bei jeweils etwa 88,4 Prozent. Je weiter ein Beobachtungsort in Richtung der Totalitätszone liegt, desto größer ist grundsätzlich die Bedeckung. Deshalb sind die Werte in Trier und Luxemburg etwas höher als in vielen weiter östlich gelegenen Städten. Lebenswichtige Warnung: Niemals ungeschützt in die Sonne schauen Eine normale Sonnenbrille schützt nicht vor den gefährlichen Strahlen der Sonne. Das gilt auch dann, wenn fast 90 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt sind. Die NASA weist ausdrücklich darauf hin, dass während einer partiellen Sonnenfinsternis zu keinem Zeitpunkt ohne geeigneten Schutz direkt in die Sonne geschaut werden darf. Normale Sonnenbrillen sind selbst bei sehr dunklen Gläsern ungeeignet. Benötigt wird eine spezielle Sonnenfinsternisbrille, die der Norm DIN EN ISO 12312-2 entspricht. Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt zusätzlich das CE-Zeichen sowie eine unbeschädigte Filterfolie als wichtige Merkmale. Verkratzte, eingerissene oder anderweitig beschädigte Brillen dürfen nicht benutzt werden. Diese Hilfsmittel sind nicht geeignet Folgende vermeintliche Lösungen bieten keinen ausreichenden Schutz: normale Sonnenbrillen mehrere übereinandergelegte Sonnenbrillen CDs oder DVDs Rettungsfolie rußgeschwärzte Glasscheiben Schweißerschutz ohne geeignete Filterstufe selbst gebastelte Folienlösungen Smartphone-Displays oder Kameras als indirekter Schutz Auch ein kurzer ungeschützter Blick kann die Netzhaut schädigen. Das Gefährliche daran: Die Verletzung verursacht zunächst häufig keine unmittelbaren Schmerzen. Vorsicht bei Kamera, Fernglas und Teleskop Eine Sonnenfinsternisbrille darf niemals zusammen mit einem Fernglas, einem Teleskop oder einer Kamera verwendet werden. Diese Geräte bündeln das Sonnenlicht und können den Filter durchbrennen oder schwerste Augenverletzungen verursachen. Optische Geräte benötigen einen speziell dafür vorgesehenen Sonnenfilter, der vor der vorderen Öffnung angebracht wird. Ein Filter hinter dem Okular reicht nicht aus. Auch Kameras und Smartphones können durch die direkte Ausrichtung auf die Sonne beschädigt werden. Für professionelle Aufnahmen sind geeignete Objektivfilter erforderlich. Sonnenfinsternisbrillen besser rechtzeitig besorgen Wer das Ereignis beobachten möchte, sollte nicht bis zum 12. August warten. Kurz vor außergewöhnlichen Finsternissen steigt die Nachfrage nach geeigneten Schutzbrillen erfahrungsgemäß stark. Beim Kauf sollte nicht nur auf Werbeaussagen, sondern auf die erforderliche Norm, eine nachvollziehbare Herstellerkennzeichnung und einen einwandfreien Zustand geachtet werden. Gerade für Familien empfiehlt es sich, die Brillen bereits vor dem Beobachtungstag anzuprobieren. Sie müssen sicher sitzen und die Augen vollständig abdecken. Kinder besonders sorgfältig beaufsichtigen Kinder sollten während des gesamten Ereignisses von Erwachsenen begleitet werden. Die Schutzbrille darf beim Blick zur Sonne nicht verrutschen oder abgenommen werden. Hilfreich ist eine klare Regel: Erst die Schutzbrille richtig aufsetzen, dann zur Sonne schauen. Vor dem Abnehmen muss der Blick wieder vom Himmel weggerichtet werden. Eine sichere Alternative ist eine indirekte Projektion. Mit einer Lochkamera kann das Bild der Sonne auf eine helle Fläche projiziert werden, ohne direkt in die Sonne zu sehen. Auch kleine Zwischenräume in Baumblättern können während der Finsternis zahlreiche sichelförmige Sonnenbilder auf den Boden werfen. Das Wetter bleibt der große Unsicherheitsfaktor Ob Trier das Ereignis tatsächlich vollständig beobachten kann, hängt von der Bewölkung am Abend des 12. August ab. Acht Tage vor dem Termin sind detaillierte Aussagen zur Wolkendecke noch mit großen Unsicherheiten verbunden. Entscheidend wird eine möglichst freie Sicht nach Westen sein. Selbst bei ansonsten freundlichem Wetter können einzelne Wolkenfelder am Horizont die entscheidenden Minuten verdecken. Eine belastbarere Einschätzung ist erst wenige Tage vor der Sonnenfinsternis möglich. Beobachter sollten daher kurzfristig Wetterprognosen, Wolkenkarten und mögliche Ausweichorte prüfen. Seltenes Doppel-Schauspiel: Danach kommen die Perseiden Nach der Sonnenfinsternis ist der Himmelstag noch nicht vorbei. In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreicht auch der bekannte Perseiden-Meteorstrom seinen Höhepunkt. Die Bedingungen könnten astronomisch besonders günstig sein: Am 12. August ist Neumond, sodass kein helles Mondlicht die Sternschnuppen überstrahlt. Die NASA empfiehlt für die Beobachtung der Perseiden einen dunklen Standort und freie Sicht. Besonders in der zweiten Nachthälfte steigen die Chancen auf zahlreiche Meteore. Damit könnten Himmelsbeobachter zunächst die Sonnenfinsternis am westlichen Abendhimmel verfolgen und einige Stunden später Sternschnuppen sehen. NASA überträgt die totale Sonnenfinsternis live Wer die Finsternis wegen Wolken nicht sehen kann oder zusätzlich die vollständige Totalität verfolgen möchte, kann auf eine Onlineübertragung ausweichen. Die NASA hat einen Livestream mit Bildern aus der Totalitätszone und Einordnungen von Fachleuten angekündigt. Dort ist zu sehen, wie die Sonne in Teilen von Island, Grönland oder Spanien vollständig vom Mond bedeckt wird. Fazit: Jetzt Schutzbrille besorgen und Beobachtungsplatz suchen Für Trier wird die Sonnenfinsternis am 12. August zu einem außergewöhnlichen Abendereignis. Rund 89,3 Prozent der Sonne werden verdeckt, das Maximum wird gegen 20.14 Uhr erreicht. Wer das Schauspiel verfolgen möchte, sollte jetzt drei Dinge vorbereiten: eine zertifizierte und unbeschädigte Sonnenfinsternisbrille, einen Standort mit freiem Westhorizont und einen kurzfristigen Blick auf die Wetterprognose. Total wird es über Trier nicht. Doch eine derart tiefe partielle Sonnenfinsternis unmittelbar vor Sonnenuntergang dürfte dennoch ein eindrucksvolles Erlebnis werden.

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