UK stellt 80 Mio. GBP zur Beschleunigung von Demenzdiagnosen bereit
Die britische nationale Forschungsbehörde unterstützt einen Plan zur Beschleunigung der Demenzdiagnostik mit bis zu 80 Mio. GBP (105,48 Mio. USD). Damit sollen die Diagnosequoten verbessert und Wartezeiten verkürzt werden, die mehr als ein Jahr betragen können.
Weitere Einzelheiten:
* UK Research and Innovation (UKRI) teilte am Freitag mit, dass neun neue Technologien - darunter schnellere Gehirnscans, Bluttests und ein kognitiver Ferntest, der 15 Minuten dauert - im britischen National Health Service erprobt werden sollen.
* Ziel des Projekts ist es, bei 92 % der Patienten innerhalb von 18 Wochen nach der Überweisung eine Diagnose zu stellen. Derzeit liegt der Anteil bei rund 60 %.
* Eines der Projekte soll die Dauer von MRT-Gehirnscans von derzeit rund 20 auf etwa sieben Minuten verkürzen. Dadurch könnten mehr Patienten untersucht und die Kosten gesenkt werden, so UKRI.
* Zu den weiteren Projekten gehören ein Instrument auf Basis künstlicher Intelligenz zur Vorhersage des Krankheitsverlaufs, digitale Werkzeuge zur Erfassung von Veränderungen des Gedächtnisses und der Denkfähigkeit sowie ein Sensorsystem für zu Hause, das Ärzten helfen soll, früher einzugreifen.
* Eine zusätzliche Finanzierung erhalten nur Projekte, die in Tests im National Health Service einen Nutzen nachweisen. UKRI bezeichnet diesen Ansatz als "fail-fast". Er soll die Einführung wirksamer Technologien beschleunigen.
* "Demenz wurde viel zu lange vernachlässigt", sagte Karin Smyth, Staatssekretärin im Gesundheitsministerium.
* "Im Vereinigten Königreich sterben mehr Menschen an den Folgen von Demenz als an jeder anderen Krankheit. Demenz ist für fast jeden achten Todesfall verantwortlich", sagte Andy Hill, Direktor der UKRI Health Mission Challenge. Im vergangenen Jahr seien im Vereinigten Königreich mehr als 72.000 Menschen an Demenz, einschließlich der Alzheimer-Krankheit, gestorben.
(1 USD = 0,7584 GBP)