Ukraine aktuell: Angriff auf Noworossijsk - drei Kriegsschiffe getroffen
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Angriff auf russischen Hafen: Ausmaß der Schäden wird deutlich Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Ukraine meldet schwere Schäden nach ihrem Angriff auf Noworossijsk. Der Kreml reagiert auf das westliche Vorgehen gegen die "Schattenflotte". Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 12. August Angriff auf russischen Hafen: Ausmaß der Schäden wird deutlich Beim ukrainischen Angriff auf den russischen Schwarzmeer-Marinestützpunkt Noworossijsk mit Drohnen und Raketen in der Nacht zu Mittwoch wurden drei Kriegsschiffe sowie weitere Anlagen getroffen. Das teilte der Inlansgeheimdienst SBU auf Telegram mit. Bei zwei der Schiffe handele es sich um die mit Kalibr-Raketen ausgestatteten Fregatten "Admiral Essen" und "Admiral Makarow", so der Geheimdienst. Das dritte sei ein Patrouillenboot. Der Schlag gegen den Stützpunkt sei von strategischer Bedeutung, heißt es in der Mitteilung weiter. Der SBU schränke systematisch die Fähigkeit Russlands ein, das Schwarze Meer zu kontrollieren und seine Seestreitkräfte für den Krieg gegen die Ukraine einzusetzen. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass die Ukraine bei dem Angriff "Palyanytsia"-Drohnen und "Neptun"-Raketen aus heimischer Produktion eingesetzt habe. Empfohlener externer Inhalt Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. X-Inhalte immer anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen. Putin droht mit Angriffen auf "feindliche" Schiffe Russland droht nach dem Festsetzen mehrerer Schiffe seiner sogenannten Schattenflotte dem Westen mit "spiegelbildlichen Maßnahmen". Es gehe nicht nur um Gewässer, in denen russische Schiffe überfallen würden, "sondern dort, wo wir es für notwendig und zielgerichtet erachten", sagte Kremlchef Putin. Er trat in Uniform auf einem Kriegsschiff bei einem Manöver der Pazifikflotte vor der Insel Sachalin auf. Der russische Ex-Präsident und jetzige Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, wurde konkreter. "Russland hat das Recht, jedes Handelsschiff feindlicher Staaten anzugreifen, die sich sowohl in unseren als auch in neutralen Gewässern befinden, wenn es ausreichenden Verdacht gibt, dass es Fracht im Interesse des Gegners transportiert", schrieb Medwedew in seinem Telegram-Kanal. Mit Gegner dürfte er die Ukraine meinen. Das betreffe jede Fracht und jedes Schiff auch außerhalb des Schwarzen Meeres. Die Festsetzung seiner Schiffe ärgert Russland schon lange. Moskau spricht von Piraterie und hat auch schon wiederholt damit gedroht, seine Kriegsschiffe zum Schutz seiner Handelsschiffe einzusetzen. Mehrere westliche Staaten, darunter Großbritannien, Frankreich und Schweden, setzten bereits für Russland fahrende Öltanker wegen des Verdachts der Sanktionsumgehung kurzzeitig fest. So soll etwa Russlands Ölverkauf unterbunden werden, der wichtig für die Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine ist. Auch für andere Bereiche der russischen Schifffahrt gelten Sanktionen. Anzahl einlaufender Schiffe in Hafen von Odessa halbiert Der Betrieb am Hafen von Odessa hat ukrainischen Angaben zufolge wegen verstärkter russischer Angriffe deutlich nachgelassen. Im Juli hätten 159 Schiffe den Schwarzmeerhafen Hafen angelaufen, verglichen mit 400 im Vorjahresmonat, sagte der stellvertretende ukrainische Infrastrukturminister Andrij Kaschuba. Er berief sich auf Daten der ukrainischen Hafenbehörde. "Einige Schiffseigner und Verlader warten darauf, dass sich die Sicherheitslage verbessert", ergänzt Kaschuba. In Russland wird der Sprit wieder knapp Die Spritkrise in Russland verschärft sich offenbar wieder. In mindestens zwölf Regionen des Landes bilden sich derzeit lange Schlangen von Autos an Tankstellen, berichtet das unabhängige russischsprachige Nachrichtenportal "Meduza" unter Berufung auf Berichte in sozialen Medien. Auch aus Moskau und St. Petersburg werden demnach erste Engpässe gemeldet. Besonders betroffen sind dem Bericht zufolge Regionen im Westen und Süden des Landes. Die Lage sei aber nicht so dramatisch wie auf dem Höhepunkt der Spritkrise Anfang Juli. Damals wurden in weiten Teilen Russlands Sprit und Diesel knapp, auch in Moskau und St. Petersburg mussten Autofahrer stundenlang Schlange stehen. Viele Tankstellen gaben nur noch maximal 20 Liter Treibstoff pro Tag und Person ab. Ausgelöst wurde die Spritkrise durch ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien. Schätzungen aus der Energiebranche zufolge zerstörten die Angriffe bis zu 45 Prozent der russischen Produktionskapazitäten. Zwischenzeitlich hat sich die Lage aus russischer Sicht aber gebessert. So konnte Russland laut "Financial Times" einen Teil der Produktionskapazitäten wieder herstellen. Zudem reagierte der russische Staat mit einem Exportverbot für Treibstoff und kaufte Sprit und Diesel im Ausland zu. Die Ukraine verlagerte ihre Fernangriffe zuletzt außerdem auf Warenlager des Onlinehändlers Wildberries. In den vergangenen Tagen gab es allerdings wieder Angriffe auf Raffinerien, beispielsweise im sibirischen Omsk. Unklar ist, ob die neu aufgeflammte Spritkrise in einem direkten Zusammenhang mit diesen Angriffen stehen. Dem "Meduza"-Bericht zufolge gibt es in den ersten Regionen nun wieder Mengenbeschränkungen beim Tanken. Loading... Loading... Loading... Insider: Kein Betrieb an Getreideterminal in Noworossijsk nach Angriff Der Betrieb des Getreideterminals im russischen Hafen Noworossijsk ist Insidern zufolge aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe in der Nacht eingestellt worden. Die Demetra Holding, die Eigentümerin des Terminals am Schwarzen Meer ist, bestätigt, dass das Terminal bei dem Angriff beschädigt wurde. "Der Terminalbetrieb wurde eingestellt, und die Schadensbewertung ist im Gange", sagt der Insider, der anonym bleiben wollte. Ein Sprecher der Demetra Holding erklärt lediglich, dass das Terminal einen nicht näher spezifizierten Schaden erlitten habe, und lehnt weitere Kommentare ab. Ukraine stoppt wohl auf US-Bitte Angriffe auf Tanker Die Ukraine hat einem Medienbericht zufolge auf Bitten der USA ihre Angriffe auf Öltanker eingestellt, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident JD Vance die Regierung in Kiew darum gebeten, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei besorgt darüber gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige. Die Angriffe hatten Tankern gegolten, die über ein Terminal des Caspian Pipeline Consortiums (CPC) im Hafen Noworossijsk Rohöl aus Kasachstan an Bord nehmen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht bestätigen. Ukraine greift russischen Schwarzmeerhafen an – Kind stirbt Die Ukraine hat die russische Hafenstadt Noworossijsk und auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim mit Drohnen angegriffen. Das berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf unabhängige Beobachterkanäle und russische Staatsmedien. Demnach wurden bei dem Angriff in Noworossijsk sechs Wohnhäuser, ein Geschäftsgebäude und eine Baustelle getroffen. Ein Kind sei getötet, zwei weitere Menschen verletzt worden, teilt Bürgermeister Andrej Krawtschenko auf Telegram mit. Auch ein Getreidespeicher und ein landwirtschaftlicher Schifffahrtskomplex sollen getroffen worden sein. Noworossijsk liegt am Schwarzen Meer und beherbergt einen Marinestützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte. Auf der Krim soll es Augenzeugen zufolge mehrere Explosionen in der Nähe des Kraftwerks Balaklawa bei Sewastopol und einen Drohnenangriff nahe der Krimbrücke gegeben haben. Unabhängig überprüfen lassen sich die Berichte derzeit nicht. Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... ShoppingAnzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading...