Ukraine aktuell: Großbrände nach ukrainischen Angriffen auf Russland
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Großbrände in Wildberries-Hallen nach ukrainischen Angriffen Aktualisiert am 11.08.2026 - 11:55 UhrLesedauer: 7 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Ukraine hat mit ihren Angriffen auf das russische Hinterland weiterhin Erfolg. Russland setzt seine Angriffe auf ukrainische Städte fort. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 11. August Großbrände nach ukrainischen Angriffen auf Russland Die Ukraine hat bei neuen massiven Drohnenangriffen im russischen Hinterland mindestens eine Ölraffinerie und Lagerhallen des landesweit größten Online-Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Im Gebiet Woronesch brannten Zehntausende Quadratmeter Lagerfläche, wie Gouverneur Alexander Gussew mitteilte. Bei dem Angriff sei ein 49 Jahre alter Mann tödlich verletzt worden, es gebe auch zwei Verletzte, sagte er. Die Anlagen des Logistikzentrums seien evakuiert worden, teilte Wildberries am Morgen mit. Nach Angaben des Gouverneurs hatte es in der Nacht einen Angriff gegeben, die russische Flugabwehr habe 15 Drohnen abgeschossen. Er sagte nicht, wie viele Drohnen ihr Ziel trafen. In Orsk im Gebiet Orenburg an der Grenze zu Kasachstan geriet nach Meldungen in den sozialen Netzwerken nach einem Drohnenangriff eine Ölraffinerie in Brand. Gouverneur Jewgeni Solnezew bestätigte lediglich, dass ein Feuer in einem Industrieobjekt nach der Attacke ausgebrochen sei. Er sagte nicht, dass es sich um eine Raffinerie handelte. Verletzte gab es demnach keine. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Angaben zu den Angriffen. Russland startet erneut Luftangriffe auf ukrainische Städte Russland hat ukrainischen Angaben zufolge Kiew und andere Großstädte des Landes in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurden allein in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet und weitere 20 verletzt, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schrieb. Es seien Industrieanlagen und Infrastruktur angegriffen worden. Aus der Hauptstadt Kiew wurde zunächst ein Verletzter gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram: "Explosionen in der Hauptstadt. Die Stadt steht unter Beschuss. Bleiben Sie in den Schutzräumen." Die Rettungsteams seien unterwegs. Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" berichtete, Russland habe mit ballistischen Raketen einen erneuten Angriff gestartet. Die ukrainische Luftwaffe warnte dem Bericht zufolge zugleich, dass russische Raketen auf Sumy, Charkiw und Tschernihiw zielten. Ukrainischer Kampfjet stürzt bei Einsatz ab – Pilot gerettet Ein ukrainischer Kampfjet vom Typ MiG-29 ist bei einem Kampfeinsatz in Brand geraten und abgestürzt. Der Pilot rettete sich nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit dem Schleudersitz und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignete sich in der südukrainischen Region Odessa, als der Pilot russische Stellungen ins Visier nahm, wie die Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Nach vorläufigen Erkenntnissen sei es beim Abfeuern einer Rakete zu einem Notfall gekommen. Dadurch habe das Flugzeug Feuer gefangen und der Pilot die Kontrolle verloren, obwohl er noch versucht habe, die Maschine zu retten. Die genaue Absturzursache werde untersucht. Selenskyj kündigt neue Angriffe im russischen Hinterland an Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat weitere Gegenangriffe im russischen Hinterland angekündigt. In seiner abendlichen Videobotschaft verwies er auf einen zuvor schon vom Generalstab bestätigten Schlag gegen die russische Ölindustrie in Tobolsk in Sibirien. Es werde weitere ukrainische Angriffe im russischen Hinterland geben, um Russland zu zeigen, dass Frieden notwendig sei. Selenskyj warnte auch erneut vor Nordkorea. Moskau habe zusätzliche ballistische Raketen von Pjöngjang erhalten und bereite sich auf die Ankunft eines weiteren Kontingents nordkoreanischer Soldaten auf russischem Territorium vor, sagte Selenskyj, ohne Belege zu nennen. Nordkoreas Waffen seien in Zusammenarbeit mit Russland weiterentwickelt worden. Das sei eine Gefahr für die asiatischen Staaten. Erst am Wochenende hatte Selenskyj gesagt, dass Russland weit mehr Truppen aus Nordkorea zur Unterstützung seines Angriffskriegs bekommen könnte als bisher angenommen. Er sprach von bis zu 50.000 Soldaten. Montag, 10. August Oberstes Gericht schließt russische Oppositionspartei von Wahl aus Sie fordert ein "Leben ohne Angst" und will den Ukraine-Krieg beenden: Die Partei Jabloko steht in Opposition zu Kreml-Chef Putin. Nun erlitt sie eine schwere Niederlage. Deutsche Zeitung reagiert nach Kritik aus Russland Nach der Frage eines ihrer Korrespondenten an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum Töten russischer Soldaten hat sich die "Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)" zu dem Vorgang geäußert. Die Frage einer ihrer Reporter sei missverständlich formuliert gewesen, teilte die Pressestelle der Zeitung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Dies bedauere man. Es sei nicht die redaktionelle Linie der "FAZ", dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten. Der "FAZ"-Korrespondent hatte Selenskyj am Samstag bei der Pressekonferenz in Belgrad gefragt, was die Europäer tun könnten, um der Ukraine dabei zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten. Nach Angaben der "FAZ" bezog sich die Frage auf aktuelle Debatten unter Verteidigungsexperten darüber, wie die russische Armee in personelle Schwierigkeiten gebracht werden könnte, um Russland zu Friedensverhandlungen zu bewegen. Loading... Loading... Loading... Das russische Außenministerium reagierte am Sonntagabend mit scharfer Kritik an dem Journalisten. Es bezeichnete ihn unter anderem als "braunen Propagandisten" und warf ihm vor, Russen zu entmenschlichen und Hass gegen Russland zu legitimieren. Die "FAZ" verwies ihrerseits auf "Diffamierungen und Drohungen" gegen ihren Korrespondenten im Zusammenhang mit der Pressekonferenz. "Das ist inakzeptabel", hieß es. Zur Pressefreiheit gehöre das Recht, Fragen zu stellen, gerade auf einer Pressekonferenz. Die Zeitung betonte zudem, sie trete für das völkerrechtlich garantierte Selbstverteidigungsrecht der Ukraine und für ein möglichst baldiges Ende des russischen Angriffskrieges ein.