Ukraine aktuell | Ukraine stoppt wohl auf US-Bitte Angriffe auf Tanker
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Ukraine stoppt wohl auf US-Bitte Angriffe auf Tanker Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die USA sollen die Ukraine gebeten haben, Angriffe auf Tanker auszusetzen. Die Ukraine fürchtet Russlands Mobilisierungspläne. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 12. August Ukraine stoppt wohl auf US-Bitte Angriffe auf Tanker Die Ukraine hat einem Medienbericht zufolge auf Bitten der USA ihre Angriffe auf Öltanker eingestellt, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident JD Vance die Regierung in Kiew darum gebeten, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei alarmiert gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige. Die Angriffe hatten Tankern gegolten, die über ein Terminal des Caspian Pipeline Consortiums (CPC) im Hafen Noworossijsk Rohöl aus Kasachstan an Bord nehmen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht bestätigen. Ukraine greift wohl russischen Schwarzmeerhafen an Die Ukraine hat die russische Hafenstadt Noworossijsk und auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim mit Drohnen angegriffen. Das berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf unabhängige Beobachterkanäle und russische Staatsmedien. Demnach wurden bei dem Angriff in Noworossijsk sechs Wohnhäuser, ein Geschäftsgebäude und eine Baustelle getroffen. Es soll mehrere Opfer geben, zu deren Verletzungen nichts Näheres bekannt ist. Auch ein Getreidespeicher und ein landwirtschaftlicher Schifffahrtskomplex sollen getroffen worden sein. Noworossijsk liegt am Schwarzen Meer und beherbergt einen Marinestützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte. Auf der Krim soll es Augenzeugen zufolge mehrere Explosionen in der Nähe des Kraftwerks Balaklawa bei Sewastopol und einen Drohnenangriff nahe der Krimbrücke gegeben haben. Unabhängig überprüfen lassen sich die Berichte derzeit nicht. Dienstag, 11. August Selenskyj: Putin schmiedet Pläne für große Mobilisierung Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kremlchef Wladimir Putin erneut vorgeworfen, eine groß angelegte Mobilisierung zu planen. Die massenhafte Rekrutierung von Soldaten werde für den Herbst vorbereitet, gleich nach der Parlamentswahl im September, sagte Selenskyj in einer abendlichen Videobotschaft und berief sich auf Geheimdienstinformationen und russische Dokumente. Bis zum Jahresende gehe es um mehrere Hunderttausend Russen und noch einmal ungefähr so viele für das nächste Jahr, sagte Selenskyj. Putin wolle den Anschein erwecken, die russische Bevölkerung unterstütze den Krieg gegen die Ukraine. Die landesweite Parlamentswahl ist in Russland vom 18. bis 20. September angesetzt. Erst am Vortag war mit der liberalen Oppositionspartei Jabloko die einzige Partei ausgeschlossen worden, die den russischen Angriffskrieg offen ablehnt. Selenskyjs Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Auch in der Vergangenheit hatte Kiew Moskau mehrfach vorgehalten, eine weitere Mobilisierung vorzubereiten, ohne dass es dazu kam. Die Frage, ob es in diesem Herbst zu einer neuen Mobilisierungswelle kommt, wird aber auch von Beobachtern viel diskutiert. Bei der großen Mobilisierungswelle im Herbst 2022 waren rund 300.000 Männer eingezogen worden. Eskalation am Schwarzen Meer: Es gerät außer Kontrolle Russland und die Ukraine weiten ihre Angriffe immer stärker auf See aus. Der Drohnenkrieg bedroht inzwischen den gesamten Schwarzmeerraum – und gibt der Türkei eine neue Schlüsselrolle. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Ukraine übergibt USA Vorschläge für Kriegsende Die Ukraine hat US-Unterhändlern nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Vorschläge zur Beendigung des mehr als vierjährigen Krieges mit Russland übergeben. "Wir haben der amerikanischen Seite unsere Vorschläge übermittelt", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die USA könnten helfen, die ukrainische Verteidigung vor allem durch Flugabwehr zu stärken und Druck auf Russland auszuüben. Ziel sei es, dass sich Moskau auf ein Ende des Krieges vorbereite, anstatt ihn in die Länge zu ziehen, so Selenskyj. Die Ukraine leidet unter einem großen Mangel an Flugabwehrraketen. Daher haben Russlands Luftangriffe in den vergangenen Monaten deutlich mehr Todesopfer in der Ukraine gefordert. Nach Anschlagsversuch: Russisches Haus in Berlin rückt in den Fokus Noch ist die Drohnen-Attacke in Leipzig nicht restlos geklärt. Aber erste Politiker fordern Konsequenzen. Vor allem eine Einrichtung in Berlin steht in der Kritik. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Russlands letzte Kriegsgegner werden mundtot gemacht Russland hat die Partei Jabloko von der Duma-Wahl ausgeschlossen. Sie ist gegen den Krieg in der Ukraine und hatte zuletzt deutlich an Zustimmung gewonnen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Großbrände nach ukrainischen Angriffen auf Russland Die Ukraine hat bei neuen massiven Drohnenangriffen im russischen Hinterland mindestens eine Ölraffinerie und Lagerhallen des landesweit größten Online-Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Im Gebiet Woronesch brannten Zehntausende Quadratmeter Lagerfläche, wie Gouverneur Alexander Gussew mitteilte. Bei dem Angriff sei ein 49 Jahre alter Mann tödlich verletzt worden, es gebe auch zwei Verletzte, sagte er. Im Video | Wildberries-Lager in Frontnähe brennt lichterloh Player wird geladen Die Anlagen des Logistikzentrums seien evakuiert worden, teilte Wildberries am Morgen mit. Nach Angaben des Gouverneurs hatte es in der Nacht einen Angriff gegeben, die russische Flugabwehr habe 15 Drohnen abgeschossen. Er sagte nicht, wie viele Drohnen ihr Ziel trafen.