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Ukraine attackiert Krim-Tanker: Putin kündigt Subventionen an

Welt

Besetzte Halbinsel in der Krise

Ukraine attackiert Krim-Tanker – jetzt reagiert Putin

Von t-online, sic

09.07.2026 - 17:08 UhrLesedauer: 3 Min.

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Mit Drohnenangriffen legt die Ukraine Tanker im Asowschen Meer lahm und zielt auf Russlands Nachschub zur Krim. Auf der Halbinsel verschärfen sich Engpässe bei Strom und Treibstoff.

In der Nacht zum Donnerstag hat die Ukraine 14 russische Schiffe im Asowschen Meer angegriffen. Darunter waren zwölf Tanker, ein Frachtschiff und ein Schlepper. Insgesamt wurden laut ukrainischen Angaben in den vergangenen vier Tagen 35 Schiffe getroffen, die vor allem Treibstoff zur Krim transportieren und teils zur russischen "Schattenflotte" gehören. Die Angriffe sind Teil einer gezielten Kampagne, um die russische Logistik und Versorgung der besetzten Halbinsel zu stören.

Die ukrainischen Streitkräfte setzen dabei auf Drohnen, die gezielt die Decks und Treibstofftanks der Schiffe angreifen. Laut Robert "Magyar" Browdi, Kommandeur der ukrainischen Unmanned Systems Forces (USF), handelt es sich bei den getroffenen Schiffen um sanktionierte Tanker, die Russland zur Umgehung internationaler Sanktionen nutzt. Zu den getroffenen Schiffen gehören die Tanker "Chelsea-6", "Aura" und "Sonar-1". "Die Schattenflotte der Würmer wird dünner", kommentierte Browdi die Angriffe, und meinte mit "Würmer" offensichtlich die Russen.

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Laut Beobachtern handelt es sich bei den getroffenen Tankern um Binnenschiffe, die Schweröl, Diesel und Raffinerieprodukte von Raffinerien im Landesinneren über den Wolga-Don-Kanal nach Rostow am Don und Taganrog und dann über das Asowsche Meer transportieren. Dort werden die Produkte auf größere Tanker transferiert, die sie dann international weiter verschiffen.

Laut dem Marine-Experten Sven-Erik Volberg gehören diese Binnenschiffe ausdrücklich nicht zur "Schattenflotte". Seinen Angaben zufolge besaß Russland vor der Angriffsserie der Ukraine bis zu 120 dieser Schiffe im Süden des Landes. Die gesamte Flotte an russischen Binnenschiffen dürfte Volberg zufolge bei 250 bis 350 liegen.

Putins Maßnahmen zur Versorgung der Krim

Die jüngsten Angriffe haben die Versorgungslage auf der Krim weiter verschärft. In mehreren Regionen der Halbinsel, darunter Dschankoj, Krasnoperekopsk und Simferopol, kommt es zu Stromausfällen und Treibstoffengpässen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat daraufhin am Mittwoch seine Regierung angewiesen, Subventionen für die Bewohner der Krim bereitzustellen, um die steigenden Treibstoffpreise abzufedern. "Die Bürger sollten keine zusätzliche Last spüren", erklärte Putin laut russischen Staatsmedien.

Gleichzeitig hat die russische Regierung ein Exportverbot für Diesel bis Ende des Monats verhängt, um die Versorgung der Krim zu priorisieren. Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, sprach von einem "kolossalen Einsatz" des Militärs, um die Krise zu bewältigen. Dennoch decke die aktuelle Treibstoffversorgung nur ein Drittel des täglichen Bedarfs.

Strategische Bedeutung der Angriffe

Die ukrainischen Angriffe zielen darauf ab, die Krim als Nachschubbasis für die russischen Streitkräfte im Süden zu schwächen. "Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Krim nicht länger als rückwärtige Basis für die russischen Truppen dient", erklärte der Sicherheitsexperte Serhij Kuzan dem Portal "Kyiv Independent". Die Angriffe auf die Schattenflotte treffen Russland an einer empfindlichen Stelle, da die Schiffe nicht nur Treibstoff transportieren, sondern auch eine wichtige Einnahmequelle für den Kreml darstellen.

Die humanitäre Lage auf der Krim bleibt angespannt. In sozialen Medien berichten Bewohner von Strom- und Wasserausfällen, die teils mehrere Tage andauern. Die ukrainische Strategie zeigt offenbar Wirkung: Die russische Logistik gerät zunehmend unter Druck, während die Versorgung der Zivilbevölkerung auf der Krim weiter eingeschränkt ist.

Verwendete Quellen

kyivindependent.com: "Putin calls for Crimea fuel subsidies as Ukraine once again hammers shadow fleet" (Englisch)

en.defence-ua.com: "In Just 96 Hours, Ukraine Struck 34 russian Vessels in the Sea of Azov" (Englisch)

militarnyi.com: "On July 9, 14 Russian Vessels Were Destroyed in the Sea of Azov" (Englisch)

kyivpost.com: "Ukraine Says 35 Shadow Fleet Ships Struck in 4 Days After Another 14 Struck Overnight" (Englisch)

bsky.app: Beitrag von @volberg.bsky.social

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