DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,86 % 4.073,10 USD 21:59:59 Silber +0,72 % 54,50 USD 21:59:56 Brent -5,24 % 109,74 USD 21:59:43 WTI -1,53 % 100,20 USD 21:59:48 Bitcoin +0,71 % 80.574,84 USD 22:22:06 EUR/USD -0,78 % 1,11310 USD 22:21:43 EUR/GBP -0,31 % 0,83590 GBP 22:22:01 EUR/CHF -0,23 % 0,92200 CHF 22:21:49 EUR/JPY -0,12 % 175,698 JPY 22:22:08

Ukraine entgeht knapp einer Tragödie! Russische Jet-Drohne schlägt in Schule ein (Video)

Technologie

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Berlin – Mit voller Wucht schlägt am Donnerstagmorgen eine russische Drohne in ein Schulgebäude im Kiewer Stadtteil Solomjanskyj ein. Feuer bricht aus, Rauch steigt auf. Auf drei Etagen reißt die Drohne ein riesiges Loch in die Fassade – dort, wo sich zu dem Zeitpunkt rund 100 Kinder und 60 Lehrkräfte aufhalten. Sie entgehen nur knapp einer Katastrophe, weil sie kurz zuvor in den Schutzkeller flüchten konnten.

Doch nicht immer warnen Sirenen rechtzeitig – und die Flugabwehr der Ukraine hat den neuen russischen Jet-Drohnen kaum etwas entgegenzusetzen. Eine offizielle Bestätigung dafür, dass es sich in Solomjanskyj um diesen neuen, hochgerüsteten Drohnentyp handelte, gibt es bislang zwar nicht. Doch Warnungen aus der Nacht, dass sich ein Schwarm moderner „Geran-4“- und „Geran-5“-Drohnen auf Kiew zubewegt, sind ein wichtiges Indiz.

Putins Streitkräfte setzen immer stärker auf Hochgeschwindigkeitsdrohnen. Die neuen Modelle erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h und sind damit bis zu dreimal schneller als die bisher eingesetzten Propeller-Drohnen. Die ukrainische Flugabwehr hat oft nur wenige Augenblicke, um die Flugkörper zu orten und zu bekämpfen – nur noch rund 60 Prozent können vom Himmel geholt werden. Die anderen kommen durch. Mit dramatischen Folgen.

Kiew wird durch Drohnen zur Frontstadt

In Kiew spüren die Menschen das jeden Tag. Die Hauptstadt, lange vergleichsweise sicher, ist zur Frontstadt geworden. Kraftwerke, Bahnstrecken, Telekommunikationsnetze, Lagerhallen und Industrieanlagen werden zum Ziel. Fast täglich gibt es Tote und Verletzte. Auch Wohnviertel sind den superschnellen Drohnen nahezu schutzlos ausgeliefert.

Das Problem: Ukrainische Abfangdrohnen erreichen nur etwa 350 km/h und kommen gegen die neuen Jet-Drohnen nicht an. Die Rüstungsindustrie arbeitet deshalb fieberhaft an einer neuen Generation von Abfangdrohnen – mit eigenem Strahlantrieb und künstlicher Intelligenz, um die russischen Jet-Drohnen besser verfolgen und abschießen zu können. Doch selbst optimistische Schätzungen gehen von bis zu sechs Monaten aus, bis eine Lösung gefunden ist.

Zeitfenster bis zum Einschlag schrumpft

Bis dahin muss die Ukraine improvisieren. Elektronische Kampfführung (z.B. Störsender) und KI sollen die russischen Jet-Drohnen in bestimmte Luftkorridore lenken. Auch F-16-Kampfjets steigen immer wieder auf – doch angesichts der Vielzahl an Drohnen können sie wenig ausrichten. Und je häufiger Kremlchef Wladimir Putin (73) seine neuen Jet-Drohnen einsetzt, desto kleiner wird das Zeitfenster zwischen Alarm und Einschlag.

In Solomjanskyj reichte die Vorwarnzeit noch aus, um die Kinder rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Niemand wurde verletzt. Eine Tragödie konnte verhindert werden. Dieses Mal.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren