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Ukraine: Entlassener Verteidigungsminister Fedorow fordert Neuwahlen auch zu Kriegszeiten

Welt

Er sprach von einer "systemischen Regierungskrise" in Kiew. Fedorow gilt als erster hochrangiger Politiker in der Ukraine, der öffentlich Neuwahlen fordert. Diese sind nach ukrainischem Gesetz wegen des Krieges bislang verboten.

Fedorow stand für viele für Modernisierung der Armee

Fedorow schied am 15. Juli im Zuge einer von Präsident Selenskyj betriebenen Regierungsumbildung nach nur sechs Monaten als Verteidigungsminister aus dem Amt. Hintergrund war dem Vernehmen nach ein Richtungsstreit in der Kriegsführung. Der 35-Jährige stand für viele Ukrainer für die Modernisierung einer von Bürokratie und Korruptionsvorwürfen belasteten Armee. Fedorows Ausscheiden löste tagelange Proteste aus. Allein in Kiew gingen Tausende Menschen auf die Straße und forderten seine Wiedereinsetzung. Fedorow selbst erklärte anschließend, in sein früheres Amt zurückkehren zu wollen.

Fedorow war von Selenskyj entlassen worden

Am Dienstag reichte Präsident Selenskyj jedoch die Kandidatur des kommissarischen Verteidigungsministers Chmara für diesen Posten im Parlament ein. Fedorows Videobotschaft gilt als Reaktion darauf. Mit 35 hat er auch das von der Verfassung vorgeschriebene Mindestalter für eine eigene Präsidentschaftskandidatur erreicht.

Die Ukraine wehrt sich seit knapp viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion.

Wegen des Krieges sind die regulären Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen ausgefallen.

Diese Nachricht wurde am 19.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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