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Ukraine: Erneut demonstrieren Tausende in Kyjiw gegen Ablöse von Verteidigungsminister Fedorow

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 18.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Regierungsumbildung von Selenskyj Menschen in Kyjiw protestieren erneut nach Ablöse des Verteidigungsministers Der Rücktritt des beliebten Ministers Mychailo Fedorow im Zuge eines Machtkampfs treibt viele Ukrainer auf die Straßen. In der Hauptstadt demonstrierten am Freitag erneut Tausende Menschen. 18.07.2026, 09.16 Uhr War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! In der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw haben am Freitagabend erneut Tausende Menschen gegen die Ablösung des beliebten Verteidigungsministers Mychailo Fedorow protestiert. Die Demonstranten schwenkten ukrainische Flaggen und hielten Plakate in die Luft, auf denen »Bringt Fedorow zurück!« und »Respektiert das Volk!« standen, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Fedorow war am Mittwoch im Rahmen einer Regierungsumbildung von Präsident Wolodymyr Selenskyj zurückgetreten. Der Staatschef hatte die Umbildung des Kabinetts mit »neuen Herausforderungen und Aufgaben« begründet und unter anderem auch Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko entlassen. Besonders die Ablösung Fedorows stieß dabei auf Widerstand bei den Bürgern. Für viele Ukrainer verkörperte der nur sechs Monate amtierende Minister die Modernisierung der von Bürokratie und Korruptionsvorwürfen belasteten Armee. Fedorow kritisiert langsame bürokratische Abläufe und mangelnde Flexibilität in der Armee Fedorow hatte die Digitalisierung der Streitkräfte und den Einsatz von Drohnen vorangetrieben. Unter seiner Leitung wurden zudem die Bezüge von Soldaten deutlich erhöht und Pläne für eine schrittweise Demobilisierung entwickelt. Nach seinem Rückzug hatte Fedorow Armeechef Oleksander Syrsky vorgeworfen, seine Entlassung mit einem Ultimatum erzwungen zu haben. »In dieser Konstellation weiß ich persönlich nicht, wie der Krieg gewonnen werden kann«, sagte Fedorow. Er kritisierte darüber hinaus langsame bürokratische Abläufe und mangelnde Flexibilität innerhalb der Streitkräfte. Am Donnerstag hatte Selenskyj den Geheimdienstmitarbeiter Jewhenij Chmara zum geschäftsführenden Verteidigungsminister ernannt. Das Parlament muss der Personalie noch zustimmen. Bereits am Donnerstag waren in Kyjiw zahlreiche Menschen für einen Verbleib Fedorows im Amt auf die Straße gegangen, auch in anderen Städten gab es Proteste. Die Regierungsumbildung von Selenskyj sorgt auch für Entrüstung in Berlin – lesen Sie hier mehr dazu. lki/AFP

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