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Ukraine greift erneut "russisches Amazon" an: Wildberries-Lager getroffen

Welt

Sieben Prozent der Gesamtlagerfläche zerstört Ukraine trifft erneut zwei Lager von "russischem Amazon" Von dpa Aktualisiert am 22.07.2026 - 10:06 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Ukraine sieht den größten russischen Versandhändler in Moskaus Angriffskrieg verstrickt und greift deshalb seine Lager an. Bei den Attacken kommen erneut Zivilisten zu Schaden. Bei neuen ukrainischen Drohnenangriffen auf Zentren des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries sind laut Behörden mindestens acht Menschen verletzt worden. Getroffen worden seien diesmal Logistikzentren in Krasnodar und Newinnomyssk im Süden Russlands, teilte die Wildberries-Gründerin Tatjana Kim am Morgen bei Telegram mit. In sozialen Netzwerken kursierten nicht überprüfte Aufnahmen, die die Großbrände zeigen sollen. Einsatzkräfte teilten mit, dass im Lager von Krasnodar drei Menschen verletzt worden seien. Der Gouverneur der Region Stawropol, Wladimir Wladimirow, sprach von fünf Verletzten bei dem Brand in Newinnomyssk. Die Zeitung "Kommersant" berichtete auf Grundlage von Expertenschätzungen, dass inzwischen etwa sieben Prozent der Wildberries-Lagerkapazitäten nicht mehr nutzbar seien. Es wurden bereits fünf der zehn größten Wildberries-Lager getroffen, die allesamt über eine Fläche von mindestens 100.000 Quadratmetern verfügen. In den vergangenen Tagen hatte die Ukraine auch Wildberries-Logistikzentren im Moskauer Gebiet und in der Region Tambowsk in Brand gesetzt. Dabei starben insgesamt acht Menschen, Dutzende wurden verletzt. Russische Ermittler warfen der Ukraine vor, mit Terroranschlägen zivile Objekte unter Beschuss zu nehmen. Auch Russland hatte Logistikzentren in der Ukraine angegriffen. Kreml wirft Ukraine Terror gegen zivile Objekte vor Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Dienstag – erst Tage nach den tödlichen Angriffen –, dass die Lage nicht einfach sei für den Versandhändler und seine Kunden. Viele kleine und mittelständische Betriebe nutzen die Logistikzentren als Depots für ihre Waren und zahlen dafür Miete an Wildberries, etliche von ihnen sehen nun ihre Existenz bedroht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Angriffe verteidigt – als Ziele in Kiews Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg. Selenskyj behauptete, dass dort mit Sanktionen des Westens belegte Güter gelagert seien, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt werden könnten. Russische Kommentatoren meinten, dass die Ukraine so vor allem versuche, Widerstand in der Gesellschaft gegen den Krieg von Kremlchef Wladimir Putin zu schüren. Kremlsprecher Peskow wies zurück, dass Wildberries-Lager zur Versorgung des russischen Militärs genutzt würden. "Das Kiewer Regime setzt seine Schläge gegen zivile Objekte fort, darin liegt der Terrorcharakter des Kiewer Regimes", sagte er. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen Moskaus Angriffskrieg – auch mit Drohnenangriffen auf russische Ziele.

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