DAX +2,50 % 25.381,36 Pkt 10:07:55 MDAX +1,81 % 32.247,00 Pkt 10:07:59 Euro Stoxx 50 +0,80 % 6.331,50 Pkt 10:07:45 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,50 % 64.931,19 Pkt 08:45:03 Gold +0,56 % 4.093,50 USD 10:12:57 Silber +1,10 % 59,56 USD 10:12:48 Brent -5,97 % 91,00 USD 10:12:25 WTI -5,45 % 84,44 USD 10:12:59 Bitcoin -0,29 % 65.149,44 USD 10:22:53 EUR/USD +0,19 % 1,13990 USD 10:22:23 EUR/GBP +0,02 % 0,85480 GBP 10:22:59 EUR/CHF -0,03 % 0,92900 CHF 10:22:58 EUR/JPY -0,02 % 186,356 JPY 10:22:59

Ukraine greift Wildberries an: So reagiert das "russische Amazon"

Technologie

"Russisches Amazon" Wildberries reagiert auf Angriffe – mit ungewöhnlichem Schritt Von t-online, tos 27.07.2026 - 07:51 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Ukrainische Drohnen treffen seit Tagen Lager des Konzerns Wildberries. Nun verschwinden Militärartikel aus einer Suchrubrik – ganz weg sind sie aber nicht. Russlands größter Onlinehändler Wildberries hat offenbar begonnen, militärbezogene Produkte aus bestimmten Suchergebnissen verschwinden zu lassen. Nach übereinstimmenden Berichten verschiedener Medien reagiert das Unternehmen damit auf eine Serie ukrainischer Angriffe auf seine Lager. Der Schritt betrifft vor allem Suchbegriffe mit direktem Bezug auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Wer auf der Website oder in der App nach "Alles für die SWO", also der russischen Abkürzung für die sogenannte "militärische Spezialoperation" in der Ukraine, sucht, erhält nach Angaben der Moskauer Exilzeitung "The Moscow Times" inzwischen die Meldung, dass keine passenden Produkte gefunden würden. Zuvor habe dieselbe Suche mehr als 200.000 Treffer geliefert. Bestätigt wird die Beobachtung unter anderem von der ukrainischen Zeitung "Ukrajinska Prawda" und dem Portal "Mesha". Kriegsgüter sind nur auf Webseite versteckt Ganz aus dem Sortiment verschwunden sind die Waren allerdings nicht. Schutzwesten und Helme ließen sich weiterhin finden, seien aber in andere Kategorien wie Sport einsortiert worden, berichten die Medien übereinstimmend. Nach Darstellung des Portals "Vot Tak" liefern verwandte Suchbegriffe wie "Waren für die SWO" nach wie vor militärische Erste-Hilfe-Sets, Rucksäcke, Funkgeräte und Abzeichen. Auch FPV-Drohnen und deren Bauteile seien gelistet. Wildberries bietet auf seiner Plattform eine Reihe von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck an, die auch militärisch nutzbar sind – darunter Schutzwesten und Glasfaserkabel für Drohnen. Die Nachrichtenagentur AP hatte bei einer eigenen Prüfung solche Artikel gefunden, teils mit Kennzeichnungen wie "in der SWO getestet". Im Video | Angriffe reißen Milliardenloch in Russland Player wird geladen Wildberries ist Marktführer in Russland Hintergrund der mutmaßlichen Umsortierung ist eine Angriffsserie: Seit dem 18. Juli wurden nach Angaben des "Kyiv Independent" mindestens sieben, nach anderen Zählungen bis zu zehn Wildberries-Lager getroffen. Betroffen waren demnach Standorte unter anderem in Sankt Petersburg, Twer, dem Gebiet Moskau und Woronesch sowie auf der von Russland besetzten Krim. Die ukrainische Führung erklärte, die Logistikzentren seien Ziel gewesen, um den Nachschub der russischen Armee zu stören. Medienanalysten schätzen den Schaden auf mindestens 100 Milliarden Rubel, umgerechnet rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Wildberries gilt als zentraler Akteur der russischen Konsumwirtschaft und wird häufig mit dem US-Konzern Amazon verglichen. Der "Kyiv Independent" beziffert den Anteil des Unternehmens am russischen Onlinehandel auf fast 50 Prozent; eine unabhängige Bestätigung dieser Zahl liegt nicht vor. Die Bankensparte des Konzerns wurde im Juli von der EU mit Sanktionen belegt – begründet mit ihrem Beitrag zum russischen Staatshaushalt.

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