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Ukraine hat eine Reihe ausländischer Bauteile in Russlands Anti-Störtechnik entdeckt. Über 75 Prozent davon stammen aus den USA

Technologie

Russische Drohnen und Raketen nutzen Antennen, die sie vor elektronischen Störungen schützen sollen. Darin stecken offenbar zahlreiche ausländische Bauteile. Mehr als drei Viertel davon stammen aus den USA, berichtet „Business Insider“ unter Berufung auf eine Liste des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR.

Die Bauteile gehören zum sogenannten Kometa-System. Die neueste Anlage dieser Art umfasst 16 Antennen. Sie empfängt Satellitensignale und soll verhindern, dass gegnerische Systeme die Navigation durch Störsignale unterbrechen oder falsche Signale einspeisen.

Ukrainer listen 37 Bauteile aus dem Ausland auf

Der ukrainische Militärgeheimdienst veröffentlichte die Liste am Montag auf seiner Plattform „War and Sanctions“. Sie umfasst 37 ausländische Komponenten, die laut GUR in Kometa-Systemen verbaut sein sollen. 28 davon stammten demnach von Unternehmen mit Sitz in den USA. Das entspricht etwas mehr als 75 Prozent der aufgeführten Teile.

Insgesamt führt die Liste zehn US-Marken auf, darunter auch den Elektronik-Konzern Texas Instruments (TI). Drei weitere Komponenten stammen laut GUR von chinesischen Firmen. Die übrigen sechs kommen von Herstellern aus Japan, Taiwan und der Schweiz.

Ein Sprecher von Texas Instruments sagte „Business Insider“, das Unternehmen lehne den Einsatz seiner Chips in russischer Militärausrüstung „entschieden ab“. Lieferungen nach Russland seien illegal und nicht erlaubt. TI investiere „erhebliche Zeit und Ressourcen“, um unerlaubte Weiterleitungen zu bekämpfen und seine Chips von „böswilligen Akteuren“ fernzuhalten. Von anderen US-Unternehmen lagen zunächst keine Antworten vor, so „Business Insider“.

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Russland setzt Kometa in Drohnen und Raketen ein

Kometa-Antennen gehören zu den verbreitetsten Systemen, mit denen Russland seine Langstreckenwaffen gegen elektronische Störungen absichert. Zum Einsatz kommen sie unter anderem in:

Shahed- bzw. Geran-Drohnen

Iskander-M-Raketen

Gleitbomben

Die Kometa-Variante mit 16 Antennen wird bereits in großen Stückzahlen gefertigt. Vor zwei Jahren setzte Russland auf seinen Shahed-Drohnen regelmäßig noch Kometa-Systeme mit acht Antennen ein, so der Bericht.

Die ukrainischen Streitkräfte versuchen, russische Luftangriffe mit elektronischen Störsystemen und Abfangwaffen zu stoppen. Das wird schwieriger, seit Russland zunehmend düsengetriebene Drohnen in großer Zahl startet. Selbst die langsamsten dieser Fluggeräte erreichen laut „Business Insider“ bereits 298 Kilometer pro Stunde.

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