Ukraine kauft Drohnen-Teile in China - bezahlt aus EU-Fonds
Mit Geldern aus EU-Fonds Kiew deckt sich in China mit Drohnen-Bauteilen ein Von t-online 15.07.2026 - 12:38 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Ukraine kauft für ihre Drohnenproduktion Material aus China ein. Das Geld stammt aus EU-Mitteln. Aber auch Pekings strategischer Schwenk überrascht. Die Ukraine verschafft sich mit Billigung der EU fehlende Bauteile für die Drohnenproduktion in China. Das berichtete die britische Zeitung "Financial Times". Demnach sei der Deal über rund sechs Milliarden Euro mit der EU-Kommission abgestimmt. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 hat sich die Ukraine zu einem führenden Hersteller und Entwickler von Drohnen entwickelt. Mit der neuen Langstreckendrohne FP-1(ER) des ukrainischen Start-ups Fire Point können Ziele weit im russischen Hinterland erreicht werden. China ist offiziell neutral im Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Das Land gehört aber weiter zu den größten Abnehmern russischen Öls und unterstützt Putins Waffenindustrie mit wichtigen Bauteilen. Erst vergangene Woche hatten das Magazin "Der Spiegel" und weitere Medien wie die französische Zeitung "Le Monde" über eine neue strategische Partnerschaft zwischen Kremlchef Wladimir Putin und dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping berichtet. Selenskyj baut auf Druck gegen Putin Die Ukraine will mit dem Nachschub aus China wichtige Engpässe in der Versorgung mit Bauteilen bei der Drohnenproduktion überbrücken. Das Geld für die Beschaffung stammt aus einem Paket von über 60 Milliarden Euro, das die EU zuletzt besiegelt hatte. Zusätzlich hatten die Nato-Staaten in der Vorwoche auf ihrem Gipfel in Ankara der Ukraine zugesichert, das Land in diesem und im kommenden Jahr mit jeweils 70 Milliarden Euro zu unterstützen.