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Ukraine-Krieg aktuell: EU will Schutz von Ukrainern einschränken

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine EU einig: Schutz von Ukrainern soll eingeschränkt werden Aktualisiert am 15.07.2026 - 12:06 UhrLesedauer: 16 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! EU will den Schutz für wehrpflichtige Ukrainer einschränken. Die Ukraine fährt ihre Drohnenangriffe auf russische Tanker hoch. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 15. Juli EU einigt sich auf Einschränkung von Schutz für Ukrainer Wehrfähige Männer aus der Ukraine sollen sich einem Einsatz im Krieg gegen Russland künftig schwerer entziehen können und nach dem Willen der Mitgliedsländer nicht mehr so einfach Zuflucht in der EU finden. Es sollen dann nur noch diejenigen von vereinfachten Aufnahmeregeln profitieren, die ihren Wehrdienst in der Ukraine geleistet haben oder freigestellt sind, wie der Rat der EU-Staaten mitteilte. Die grundsätzliche Einigung soll demnach in den kommenden Wochen formal beschlossen werden. Nach den derzeitigen ukrainischen Regeln wären davon besonders wehrfähige Männer zwischen 23 und 60 Jahren betroffen. Sie unterliegen in der Ukraine einem Ausreiseverbot. Für den Kriegsdienst eingezogen werden aktuell jedoch erst Wehrpflichtige ab 25 Jahren. Die Änderung würde nur bei Männern Anwendung finden, die neu in die EU kommen. Nach Willen der EU-Staaten bliebe ihnen künftig nur die Möglichkeit eines Asylantrags, sie hätten also deutlich geringere Aussichten auf Schutz und eine Aufenthaltserlaubnis. Ukrainer beschießen russische Tanker im Schwarzen Meer Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben mit dem Beschuss russischer Tanker im Schwarzen Meer begonnen. "Die ersten 20 Tanker im Schwarzen Meer wurden in der Nacht zum 15. Juli erledigt", schrieb der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf seinem Telegramkanal. Die Drohnen hätten 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schleppschiff getroffen. Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu prüfen. Zuvor berichteten die Ukrainer, im Asowschen Meer aktiv gewesen zu sein. Nach Angaben Browdis wurden im Asowschen Meer insgesamt 116 Schiffe attackiert. Damit sei "die erste Runde des Seekriegs beendet", schrieb er. Nun gehe es darum, im Schwarzen Meer mindestens genauso viele russische Tanker zur Strecke zu bringen. Seiner Darstellung nach konzentriert sich die Ukraine dabei auf Schiffe der russischen Schattenflotte, die Moskau zur Umgehung westlicher Sanktionen nutzt. Bürgermeister: Hunderte Drohnen auf dem Weg nach Moskau Russland hat nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin binnen 24 Stunden einen Angriff mit 340 ukrainischen Drohnen auf die Hauptstadtregion abgewehrt. Die meisten seien von der Flugabwehr weit vor der Stadt neutralisiert worden, schreibt Sobjanin auf Telegram. Mehr als 50 Drohnen seien auf dem Weg nach Moskau zerstört worden. Zuletzt hatten die russischen Streitkräfte ihre Drohnen- und Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew verstärkt. Eine ukrainische Stellungnahme zu dem konkreten Angriff liegt zunächst nicht vor. Die russischen Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Russland übt an Estland-Grenze Russland hat offenbar an der Grenze zu Estland eine Übung mit scharfer Munition abgehalten. Sie fand am Peipus-See an der Grenze zwischen Estland und Russland statt. Wir die Zeitung "Postimees" berichtet, sei dies ein ungewöhnlicher Vorgang. "Das ist definitiv nicht normal. Russland hat auf dem Peipus-See bislang keine Waffen eingesetzt. Insofern handelt es sich um etwas Neues", sagte Verteidigungsminister Hanno Pevkur. Dienstag, 14. Juli Chef von ukrainischem Rüstungskonzern Ukroboronprom tritt zurück Der Chef des staatlichen ukrainischen Rüstungskonzerns Ukroboronprom, Herman Smetanin, ist zurückgetreten. Dies geschah eine Woche nach einem russischen Angriff auf ein Lager des Unternehmens in der Region Kiew, der Explosionen mit mehreren Todesopfern auslöste. Smetanin nannte am Dienstag keinen Grund für seine Entscheidung. Zum kommissarischen Nachfolger wurde der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister Serhij Bojew ernannt, wie der Konzern mitteilte. Ein Auswahlverfahren für einen neuen Chef sei eingeleitet worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte nach dem russischen Angriff vom 6. Juli erklärt, dass Verantwortliche des Rüstungskonzerns zur Rechenschaft gezogen würden. Anfang des Monats wurden zwei weitere hochrangige Führungskräfte von Ukroboronprom entlassen. Der Staatskonzern vereint rund 100 Waffenhersteller des Landes. Die ukrainische Rüstungsindustrie ist während des mehr als vier Jahre andauernden russischen Angriffskriegs stark gewachsen; der jährliche Produktionswert wird inzwischen auf rund 50 Milliarden Dollar geschätzt. Ukraine: Haben russisches Geheimdienst-Schiff versenkt Die ukrainische Marine hat nach eigenen Angaben ein Patrouillenschiff des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB mit einer Seedrohne versenkt. In einer auf Telegram veröffentlichten Stellungnahme erklärte sie, das Schiff "Izumrud" sei nahe der russischen Schwarzmeerstadt Noworossijsk getroffen worden. Demnach habe es unter der Besatzung Tote und Verletzte gegeben. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben liegt bislang nicht vor. Nach ukrainischen Angaben stand die "Izumrud" seit 2014 im Dienst und verfügte unter anderem über einen Hubschrauberlandeplatz. Die Marine erklärte zudem, das Schiff habe 2018 an der Konfrontation mit ukrainischen Schiffen in der Straße von Kertsch teilgenommen. Noworossijsk, unweit der von Russland annektierten Halbinsel Krim, war bereits mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Loading... Loading... Loading...

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