Ukraine-Krieg aktuell: Europäische Länder arbeiten an neuem Verhandlungsformat
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Europäische Länder arbeiten an neuem Verhandlungsformat Von: Teresa Toth, Franziska Schwarz, Jens Kiffmeier, Simon Schröder, Felix Busjaeger, Christian Stör Uns auf Google folgen Aktuelle News-Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Kiew legt Wildberries mit Cyber-Attacke lahm. Russland vermeldet Fortschritte an Front – mit hohen Verlusten. Update, 21:53 Uhr: Polen hat zum Tag der Streitkräfte eine Militärparade in Warschau und eine Marineparade in Gdingen abgehalten – Ministerpräsident Donald Tusk nutzte den Anlass für ein klares Bekenntnis zur Aufrüstung. Angesichts des Ukraine-Kriegs warnte Tusk zugleich vor politischen Kräften im Land, die Russland als Bedrohung kleinredeten. „Unsere Armee, unsere Streitkräfte, werden bald die größten in Europa sein“, sagte Tusk laut Kyiv Independent bei seiner Rede. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz bezifferte die aktuelle Truppenstärke auf 220.000 Soldaten – das Ziel sind 300.000 Aktive und weitere 200.000 Reservisten. Seit 2014 hat Polen seine Streitkräfte mehr als verdoppelt und steht damit auf Platz drei innerhalb der NATO. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Ende vom Ukraine-Krieg? Update, 19:55 Uhr: Deutschland, Frankreich und Großbritannien arbeiten laut New York Times an einem eigenen Verhandlungsformat für das Ende vom Ukraine-Krieg. Die drei Länder befürchten, von möglichen Friedensgesprächen unter US-Präsident Donald Trump ausgeschlossen zu werden. Europäische Diplomaten entwickeln derzeit ein gemeinsames Format, um europäische Interessen am Verhandlungstisch zu sichern. Frankreich und Deutschland übernehmen dabei die Führungsrolle – Großbritannien zeigt sich laut NYT-Quellen hingegen zögerlich, da London seine Beziehung zu Trump nicht gefährden will. Ukraine-Krieg aktuell: Russland warnt die USA und die Türkei vor Waffenlieferung Update, 18:39 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat das russische Außenministerium sowohl die Türkei als auch die USA scharf kritisiert und Erklärungen zu geplanten Rüstungsgeschäften gefordert. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass warnte Sprecherin Maria Sacharowa, ein neuerlicher Waffentransfer an Kiew werde Russlands Beziehungen zu beiden Ländern „ernsthaften Schaden“ zufügen. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen für die Lieferung unvermindert weiter: Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Neue Taktik im Ukraine-Krieg: Update, 17:22 Uhr: Neue Taktik beim Angriff auf Russlands Wirtschaft: Die Ukraine hat offenbar erfolgreich einen Cyberangriff auf den russischen Online-Händler Wildberries gestartet. Das berichtet der Kyiv Independent am Samstag. Der Angriff im Ukraine-Krieg legte laut dem ukrainischen Militärgeheimdienst HUR zeitweise den Kundenservice und die Zahlungsinfrastruktur des russischen E-Commerce-Riesen lahm. Durchgeführt wurde die Operation offenbar vor einigen Tagen. Zahlreiche Nutzer meldeten anschließend, dass sie keine Finanztransaktionen abschließen konnten. Wildberries-Verkäufer berichteten in den Folgetagen von Verzögerungen bei Zahlungseingängen. Zuvor hatte die Ukraine bereits mehrere Wildberries-Lager mit Raketen beschossen. Offensive im Ukraine-Krieg: Russland meldet Fortschritte am Frontverlauf Update, 16:06 Uhr: Neue Lage an der Ukraine-Front: Russland hat Gebietsgewinne in seinem Angriffskrieg gemeldet. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, im Zuge der laufenden Sommeroffensive 19 Ortschaften in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja eingenommen zu haben – beruft sich dabei auf einen Bericht von Truppenkommandeur Pjotr Bolgarew. Namen der Orte wurden nicht genannt. Deshalb ließen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sollen sich die russischen Frontvorstöße in diesem Jahr insgesamt verlangsamt haben, obwohl Moskau seine Raketenangriffe auf Kiew und andere Städte intensiviert hat. Russlands Wirtschaft unter Dauerbeschuss: Öl-Terminal in Ust-Luga brennt Update, 14:15 Uhr: Die Ukraine hat heute erneut zahlreiche Angriffe auf Russland gestartet. Ziel war unter anderem auch eine Ölanlage im russischen Ust-Luga, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mitteilte. Er ließ aber offen, ob es durch den Angriff zu Beschädigungen gekommen ist. Erst am Freitag hat die Ukraine die russische Gaskondensat-Verarbeitungsanlage im Ostseehafen Ust-Luga attackiert. Die Intensität der Angriffe wird auch durch eine Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums bestätigt: Nach den Angaben aus Moskau wurden insgesamt 598 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgewehrt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen, lassen aber Rückschlüsse auf die Quantität der ukrainischen Attacken zu. Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj betsätigt Samara-Angriff Update 12:25 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den heutigen Angriff im russischen Wolgagebiet Samara bestätigt. Getroffen worden sei eines der Schlüsselunternehmen der Raumfahrtbehörde Roskosmos, das besonders Elektronik herstelle. Eingesetzt wurden demnach ukrainische Marschflugkörper des Typs Flamingo. Zuvor hatte es bereits unbestätigte Berichte in russischen und ukrainischen Telegram-Kanälen darüber gegeben, dass das dortige Raketen- und Raumfahrtzentrum attackiert worden sei. In sozialen Medien kursierten unüberprüfbare Fotos und Videos, die eine hohe Rauchsäule zeigen. Verluste für Russland Update, 11:05 Uhr: Kiew hat am Morgen neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1370 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,46 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden 62 Artilleriesysteme und 1835 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg. Soldaten: 1.465.810 (+1370 zum Vortag) Panzer: 12.269 (+5) Artilleriesysteme: 47.932 (+62) Mehrfach-Raketenwerfer: 2026 (+2) Luftabwehrsysteme: 1568 (+3) Drohnen: 461.484 (+1835) Marschflugkörper: 5007 (=) Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs. Ukraine greift tief in Russland an Update, 9:25 Uhr: Neue Details zum Angriff der Ukraine auf Samara: Laut dem russischen Telegram-Kanal Astra steht ein Werkstattgebäude des Raketen- und Raumfahrtzentrums Progress oder des benachbarten Flugzeugwerks Aviakor in Flammen. Beide Anlagen sind zentrale Pfeiler der russischen Rüstungs- und Luftfahrtindustrie. Samara-Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew bestätigte den Beschuss und erklärte auf seinem Telegram-Kanal, eine „Industrieanlage“ sei getroffen worden – weitere Angaben machte Russland nicht. Die Anlage Progress produziert Trägerraketen der mittleren Klasse sowie unbemannte Raumfahrzeuge und gilt als strategisch bedeutsam für die russische Rüstungsindustrie. Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew attackiert Militärflughafen in Russland Update, 7:55 Uhr: Kiew hat den russischen Militärflughafen Sawaslejka angegriffen. Laut Berichten von Monitoring-Kanälen wurden auf dem Stützpunkt in der Oblast Nischni Nowgorod Brände beobachtet, nachdem Explosionen die Nacht erschüttert hatten. Auf dem Militärflughafen Sawaslejka lagern Mig-31-Kampfjets, die Kinschal-Hyperschallraketen abfeuern können. Gleichzeitig wurden Explosionen in der rund 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernten Stadt Samara gemeldet, wo ukrainische Flamingo-Raketen eingeschlagen haben sollen, wie der Kanal Exilenova Plus berichtete. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Ukraine-Krieg aktuell: Ölterminal in Russland geschlossen Update, 15. August, 6:20 Uhr: Russland hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff den Betrieb am Ölterminal Scheschkharis im Schwarzmeerhafen Noworossijsk eingestellt. Das berichtete Reuters unter Berufung auf drei Brancheninsider. Die Anlage ist Russlands wichtigstes Ölexport-Terminal am Schwarzen Meer und verarbeitet täglich rund 700.000 Barrel Rohöl. Bei dem Angriff am 12. August waren Palianytsia-Jet-Drohnen, Neptun-Marschflugkörper und Seedrohnen zum Einsatz gekommen. Ukraine-Krieg aktuell: Treibstoffversorgung in Russland schwierig Update, 22:25 Uhr: Russland hat eingeräumt, dass die Treibstoffversorgung in einigen Regionen aufgrund zunehmender Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien schwierig ist. Hinsichtlich der Versorgung der Tankstellen bleibe „die Lage in mehreren Regionen angespannt“, erklärte die russische Regierung am Freitag in Onlinediensten und fügte hinzu, dass zu dem Thema eine Sitzung geplant sei. Die Ölkonzerne „ergreifen die notwendigen Maßnahmen, um die Lieferungen in die am stärksten betroffenen Regionen zu erhöhen“, hieß es weiter. Der für Energie zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak habe Anweisungen erteilt, die Kraftstoffpreise zu überwachen, erklärte die Regierung. Autofahrer und Unternehmen in Russland hatten in den vergangenen Monaten mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. Ukraine-Krieg aktuell: Bedrohung der Lebensmittelversorgung Update, 20:30 Uhr: Infolge erneuter ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien kämpfen mehrere russische Regionen wieder mit Treibstoffmangel. Das berichtet Bloomberg. Die Städte Kaluga, Astrachan und Orenburg haben bereits Rationierungssysteme eingeführt, die Kraftstoffkäufe nach Kfz-Kennzeichen oder Mengenlimits pro Fahrzeug beschränken. Der Gouverneur des Gebiets Woronesch, Alexander Gussew, warnte: „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich die Lage in nächster Zeit verbessern wird.“ Der Energiekonzern Rosneft drosselte zudem nach dem Angriff auf die Raffinerie in Jaroslawl die Benzinlieferungen in das Gebiet Kostroma. Russland muss Ölexport an Schwarzmeer-Hafen stoppen Update, 17:41 Uhr: Russlands wichtigster Schwarzmeer-Ölhafen hat nach einem Drohnenangriff im Ukraine-Krieg die Exporte gestoppt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Verladungen in Noworossijsk seien ausgesetzt worden, da die Lagertanks voll seien, berichtet Reuters unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Terminal verfügt über eine Kapazität von rund 700.000 Barrel pro Tag und ist damit Russlands bedeutendste Ölexportanlage am Schwarzen Meer. Die Stadtverwaltung rief zudem erneut Drohnenalarm für die Bevölkerung aus. Update, 17:08 Uhr: Moskau lehnt den türkischen Vorschlag eines Stopps ukrainischer und russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer ab. Russland sehe sich immer wieder mit „zügellosen Terrorakten“ der Ukraine konfrontiert, die zivile Schiffe der Anrainerstaaten mit Drohnen angreife, sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau. Eine „halbherzige Maßnahme“ wie eine begrenzte Waffenruhe verschaffe der Ukraine nur eine Atempause zur Nachrüstung, sagte sie nach Ministeriumsangaben. Ukraine-Krieg aktuell: NATO-Jets schießen Drohne im Luftraum Lettlands vom Himmel Update, 16:21 Uhr: Kampfflugzeuge der NATO haben im Luftraum von Lettland eine Drohne abgeschossen. Die Drohne sei „wegen der elektromagnetischen Kriegsführung Russlands“ in den lettischen Luftraum eingedrungen, teilte das Verteidigungsministerium in Riga am Freitag im Onlinedienst X mit. Mit dem Abschuss war die Bedrohung nach Angaben der lettischen Armee beendet. Nach Angaben eines NATO-Sprechers waren zwei italienische Eurofighter-Jets und zwei türkische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 aufgestiegen. Eines der italienischen Flugzeuge habe die Drohne dann abgeschossen. Alle Kampfflugzeuge sind im Rahmen einer NATO-Mission in Lettland stationiert. Aktuelle Lage: Russland will „Methoden“ im Ukraine-Krieg verschärfen – „um alles zu zerstören“ Update, 14:13 Uhr: In der Nacht vom 13. auf den 14. August haben die ukrainischen Verteidigungskräfte den Novatek-Ust-Luga-Komplex im Ort Slobodka in der russischen Oblast Leningrad angegriffen. Das teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit. Demnach brach auf dem Gelände der Anlage ein Brand aus; ersten Berichten zufolge wurden zwei Verarbeitungseinheiten getroffen. Das Ausmaß der Schäden sowie die genauen Ergebnisse des Angriffs würden derzeit noch überprüft. Novatek-Ust-Luga ist ein Produktions- und Umschlagkomplex zur Fraktionierung und Verarbeitung von stabilem Gaskondensat mit einer Kapazität von knapp acht Millionen Tonnen Rohstoff pro Jahr. Ukraine-Krieg aktuell: Eurofighter schießen Drohne über Lettland ab