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Ukraine-Krieg aktuell: „Härtere Schläge nötig“

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Ukraine-Krieg: „Direkte Bedrohung“ – Moskau droht NATO und diskutiert Einsatz taktischer Atomwaffen

Von: Christian Stör, Simon Schröder, Nail Akkoyun

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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Senator fordert US-Kongress zu Russland-Sanktionen auf. Russischer Abgeordneter fordert taktische Atomwaffe. Der News-Ticker.

Update, 9:25 Uhr: US-Senator Richard Blumenthal hat den US-Kongress eindringlich aufgefordert, das weitreichende Russland-Sanktionsgesetz zu verabschieden. Der demokratische Senator warnte gegenüber CBS News, Wladimir Putin könnte zu eskalieren versuchen, sei wirtschaftlich aber bereits unter Druck. Das überarbeitete Gesetz, das auf Initiative des verstorbenen Senators Lindsey Graham ausgehandelt wurde, soll der Trump-Regierung ein zusätzliches Druckmittel gegenüber Moskau geben, um den Ukraine-Krieg zu beenden.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland sieht NATO-Aktionen in der Arktis als direkte Bedrohung

Update, 8:30 Uhr: Russland betrachtet die Aktivitäten der NATO ⁠in der Arktis nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow als direkte Bedrohung für seine Sicherheit. Der Kreml stufe militärische Übungen der NATO in dem Gebiet als aggressiv ein, erklärte der russische ​Außenminister in einem vom Außenministerium in Moskau veröffentlichten Artikel. „Eine derartige militärische Aktivität im Hohen Norden stellt eine direkte Bedrohung für die ⁠Sicherheit Russlands dar. Die Risiken von Zwischenfällen, die eine bewaffnete Konfrontation ​mit potenziell katastrophalen ⁠Folgen auslösen könnten, nehmen ‌zu“, hieß es darin weiter.

Verluste für Russland

Update, 7:20 Uhr: Kiew hat am Morgen neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1600 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,48 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 50 Artilleriesysteme und mehr als 2000 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg.

Soldaten: 1.488.200 (+1600 zum Vortag)

Panzer: 12.316 (+5)

Artilleriesysteme: 48.883 (+50)

Mehrfach-Raketenwerfer: 2079 (+7)

Luftabwehrsysteme: 1597 (+3)

Drohnen: 490.402 (+2055)

Marschflugkörper: 5060 (=)

Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs.

Ukraine-Krieg aktuell: Zwei Tote bei Raketenangriff auf Grenzstadt Belgorod

Update, 31. August, 5:30 Uhr: Bei einem Raketenangriff auf die ​russische ⁠Stadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine wurden nach ⁠Behördenangaben zwei Menschen getötet und ​16 ⁠weitere verletzt. ‌Die Ukraine habe bei dem Angriff ein Betriebsgelände ​getroffen, teilte der amtierende ​Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, ⁠auf Telegram mit. Durch den ⁠Angriff seien zudem Brände ‌in sieben Lagerhallen der Stadt ausgebrochen.

Keine Gespräche im Ukraine-Krieg

Update, 21:06 Uhr: Russland lehnt ein Gespräch zwischen Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj weiterhin ab. Ein Gespräch der zwei Präsidenten und US-Präsident Donald Trump sei nur denkbar, um bereits erzielte Vereinbarungen zu „formalisieren“, zitierte die russische Staatsagentur TASS Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Peskow warf der Ukraine zugleich vor, sich nicht auf eine „echte Regelung“ einlassen zu wollen. Hintergrund ist ein Bericht von Axios, wonach CIA-Direktor John Ratcliffe bei einer geheimen Moskau-Reise ein trilaterales Treffen zwischen Trump, Selenskyj und Putin vorgeschlagen haben soll.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriff auf russische Militärinfrastruktur in Krasnodar und Rostow

Update, 18:17 Uhr: Ukrainische Drohnen haben nach Angaben aus Kiew in der Nacht auf Sonntag russische Militärinfrastruktur auf den Flugplätzen Jeisk in der Region Krasnodar und Millerowo im Gebiet Rostow angegriffen. Dabei seien ein Flugabwehrsystem vom Typ Panzir-S1, mehrere Radarsysteme sowie Waffen- und Luftfahrteinrichtungen zerstört worden, berichtet die Kyiv Independent.

Update, 16:26 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff auf eine Laufveranstaltung in der Oblast Charkiw sind drei Menschen getötet worden, wie die Ukrainska Pravda unter Berufung auf die ukrainische Nationalpolizei berichtet. Der Angriff ereignete sich demnach am 29. August gegen 9.30 Uhr (Uhrzeit) in einer Siedlung, in der ein Rennen zu Ehren gefallener ukrainischer Soldaten stattfand. Nach Angaben der Ermittler soll Russland vermutlich eine Iskander-M-Rakete eingesetzt haben. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Russischer Abgeordneter fordert taktische Atomwaffe

Update, 14:52 Uhr: Der russische Parlamentsabgeordnete Alexej Schuraljow erwog in einer Videobotschaft einen Schlag gegen die Ukraine mit einer taktischen Atomwaffe. „Es gibt Diskussionen darüber, ob wir taktische Atomwaffen einsetzen dürfen oder nicht“, sagte er. „Im Bedarfsfall sind wir verpflichtet, sie einzusetzen.“ Die russische Armee komme zwar voran in der Ukraine. Es seien aber härtere Schläge nötig.

„Man muss so zuschlagen, dass der Feind versteht, dass er kapitulieren sollte“, sagte der Politiker der kremlnahen Partei Rodina (auf Deutsch: Heimat) wenige Wochen vor der Duma-Wahl, die vom 18. bis 20. September geplant ist. Als Beispiel nannte er den Einsatz der Atombombe durch die USA in Japan im Zweiten Weltkrieg. Der Kreml hatte stets betont, dass Atomwaffen nur im Fall einer existenziellen Bedrohung für Russland eingesetzt werden könnten. Kreml-Chef Wladimir Putin hatte die Schäden durch ukrainische Angriffe zwar eingeräumt, aber als „unter Kontrolle“ heruntergespielt.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland droht mit neuen Angriffen auf Energieanlagen

Update, 13:38 Uhr: Russland hat mit neuen Angriffswellen im Ukraine-Krieg gegen Energieanlagen gedroht. Die Armee bereite „massive Angriffe gegen Einrichtungen des Energiesektors der Ukraine“ vor, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag mit. Russland will damit nach eigenen Angaben Vergeltung üben für die ukrainischen Attacken auf russische Öl- und Energieanlagen. Nach einem russischen Angriff auf ein Munitionslager nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew erhöhte sich die Zahl der Todesopfer derweil auf 38.

Russland verlängert Exportverbot für Kraftstoffe nach ukrainischen Angriffen auf die Ölinfrastruktur

Update, 12:47 Uhr: Russland hat sein Exportverbot für Diesel, Schiffskraftstoff und Gasöl bis zum 30. September verlängert, um den heimischen Markt nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien zu stabilisieren. Das berichtet die Kyiv Post. Im August verarbeitete Russland laut EA Analytics im Schnitt nur noch 3,8 Millionen Barrel Öl pro Tag – der niedrigste Wert seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Im Zuge des Ukraine-Kriegs hatte die Ukraine im August insgesamt 21 Angriffe auf russische Ölraffinerien durchgeführt. Die Folgen spürt Russland in der Versorgungslage. In den ersten drei Augustwochen sank die Benzinproduktion und -lieferung um knapp 20 Prozent im Jahresvergleich, die Dieselproduktion brach sogar um mehr als 23 Prozent ein.

Update, 11:25 Uhr: Finnlands Präsident Alexander Stubb hat deutsche Warnungen vor einem russischen Angriff auf NATO-Gebiet bis 2029 zurückgewiesen. „Ich sehe dafür einfach weder Belege noch Fakten“, sagte Stubb der Bild. Trotz seiner skeptischen Haltung mahnte der finnische Staatschef zur Wachsamkeit im Ukraine-Krieg: „Man sollte sich immer auf das Schlimmste vorbereiten, um es zu verhindern.“ Die Abschreckungsfähigkeit der NATO lasse einen russischen Angriff auf das Bündnis aus seiner Sicht unwahrscheinlich erscheinen.

CIA-Direktor schlägt Trump-Selenskyj-Putin-Gipfel vor

Update, 09:48 Uhr: CIA-Direktor John Ratcliffe hat bei seinem Besuch in Moskau ein Dreiergipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump, Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagen, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Das berichtet das US-Portal Axios unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Quellen.

Ratcliffe traf am Dienstag in Moskau mit dem Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergei Naryschkin, sowie FSB-Direktor Alexander Bortnikow zusammen. Selenskyj wurde am Freitag über die Gespräche unterrichtet und steht dem Gipfelformat grundsätzlich offen gegenüber. Putin hatte die Idee bislang abgelehnt.

Update, 08:39 Uhr: Finnlands Präsident Alexander Stubb rechnet nicht damit, dass Russland wegen seiner wirtschaftlichen Probleme den Krieg in der Ukraine beenden wird. „Man sollte niemals die Fähigkeit der Russen unterschätzen, wirtschaftlich schwierige Zeiten durchzustehen“, sagte Stubb gegenüber der Bild. „Um das zu verstehen, müssen wir nur einen Blick zurück in die Sowjetzeit werfen.“

Den Krieg beenden werde weder der Kurs des Rubels noch ein Ansturm auf Banken, die Inflation oder das Zinsniveau. Stubb erklärte: „Der Druck ist da, aber man muss verstehen, dass ein Land, das sich im Krieg befindet, viel mehr aushalten kann als ein Land, das sich nicht im Krieg befindet.“

Ukrainisches Atomkraftwerk Saporischschja seit mehr als einer Woche von Stromversorgung abgeschnitten

Update, 07:26 Uhr: Das russisch besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) seit mehr als einer Woche von der externen Stromversorgung abgeschnitten. Die Anlage werde derzeit mit Notstrom-Dieselgeneratoren versorgt, erklärte die Organisation am Samstag. Der vorhandene Dieselvorrat reiche für etwa zehn Tage.

Die externe Stromversorgung sei infolge militärischer Aktivitäten auf der Nordseite des Flusses Dnipro ausgefallen, erklärte die IAEA. Die Behörde bemühe sich um eine örtliche Waffenruhe, damit beschädigte Stromleitungen repariert werden könnten. Eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege seien für die nukleare Sicherheit „unverzichtbar“, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi.

Ukraine nimmt Russlands Wirtschaft ins Visier: Angriffe auf russische Ölraffinerie in Leningrad

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