Ukraine-Krieg aktuell: Klitschko ordnet Flaggen auf halbmast in Kiew an
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Kiew: Klitschko ordnet Flaggen auf halbmast an Aktualisiert am 20.08.2026 - 09:54 UhrLesedauer: 19 Min. Putin muss die Effektivität ukrainischer Angriffe eingestehen. Ein Krankenhaus in Kiew wird getroffen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 20. August Ukraine: Getreideexporte per Bahn brechen wegen Hafenblockade ein Die Getreideexporte der Ukraine auf dem Schienenweg brechen in den ersten 18 Augusttagen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen ein. Sie sinken im Vorjahresvergleich um 77 Prozent auf 342.000 Tonnen, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilt. Gegenüber dem Vormonat Juli entspricht dies einem Rückgang von 68 Prozent. Zwar nehmen die Transporte zur südlichen Grenzstadt Ismajil und an die Westgrenze zu, dies kann den starken Rückgang bei den Lieferungen an die Häfen von Odessa jedoch nicht ausgleichen. Klitschko: Zwölf Tote nach russischen Angriffen auf Kiew Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwölf Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein – in dem Wissen, dass die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt. "Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kiew zum Tag der Trauer erklärt. Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt", teilte der Bürgermeister bei Telegram mit. An diesem Tag sollen die Flaggen an allen kommunalen Gebäuden der Stadt auf halbmast gesetzt werden. Außerdem empfahl Klitschko, in der Hauptstadt mit den Flaggen an staatlichen und privaten Gebäuden ebenso zu verfahren. Gouverneur: Krim-Stadt Sewastopol stellt erneut den Strom ab In der Großstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim wird erneut der Strom abgeschaltet. Dies sei notwendig, um eine Überlastung der Stromnetze außerhalb der Region zu verringern und einen weitreichenden Ausfall zu verhindern, teiltê Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Unterbrechung solle einige Stunden dauern. Die von Russland annektierte Halbinsel leidet nach ukrainischen Angriffen auf Energieanlagen bereits seit Wochen unter Stromausfällen und einer Treibstoffkrise. Die Behörden haben deshalb unter anderem den Tourismus in der Region bis September ausgesetzt. Kinderkrankenhaus und Schule in Kiew getroffen Bei russischen Raketenangriffen sind in der Nacht zum Donnerstag nach ukrainischen Angaben ein Kinderkrankenhaus, eine Bildungseinrichtung und mehrere Wohngebäude getroffen worden. Bei dem Krankenhaus zersprangen Fenster, auf dem Krankenhausgelände brannten Autos, berichtet "Kyiv Independent". Es seien zwölf Ziele in der Hauptstadt Kiew angegriffen worden. Dabei soll es sechs Tote und mindestens 33 Verletzte gegeben haben, berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf offizielle Stellen. Mittwoch, 19. August Kiew unter Raketenbeschuss Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilt mit, die ukrainische Hauptstadt werde von russischen Raketen angegriffen. Es habe in zwei Stadtteilen Kiews Treffer auf Nichtwohngebäude gegeben, von denen einige in Flammen stünden. Ein Reuters-Zeuge berichtet, er habe mehr als ein Dutzend Explosionen gehört. Es gab mindestens fünf Tote, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Putin äußert sich zu Schäden durch ukrainische "Terrorangriffe" Kremlchef Wladimir Putin hat eingeräumt, dass ukrainische Drohnenangriffe Russland schaden, aber keine kritischen Folgen hätten. Logistik- und Lagerkapazitäten müssten wiederhergestellt werden – auch unter Beteiligung des Staats, sagte er bei einer Sitzung des Rats für strategische Entwicklung und nationale Projekte und wies die Regierung an, ein entsprechendes Programm zum Wiederaufbau zu verabschieden. Eine Reihe von Faktoren wirke sich auf das Wirtschaftstempo aus, darunter auch äußerer Druck und "Terrorangriffe auf Industrie- und Infrastrukturobjekte", sagte er. Die Dynamik der russischen Wirtschaft bezeichnete er als "bescheiden, aber positiv". Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liege im Jahr 2026 bei etwa einem Prozent. Russland überzieht die Ukraine seit knapp viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil seines Abwehrkampfes hat Kiew zuletzt seine Gegenangriffe im russischen Hinterland vor allem mit Drohnen ausgeweitet. Seit Wochen treffen ukrainische Drohnenangriffe immer wieder Logistikzentren des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Laut Experten sind dabei Milliardenschäden entstanden. "Hoffen, dass Russland verstanden hat": Nato schickt Putin eine deutliche Warnung Kaliningrad bereitet der Nato schon länger Sorgen. Nun hat das Militärbündnis rund um die russische Exklave ihre Fähigkeiten präsentiert – und ein brandneues Spezialflugzeug. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Spritkrise ist zurück – Kreml reagiert Das ölreiche Russland hat nach den Worten von Vizeministerpräsident Alexander Nowak mit dem Import von Kraftstoff begonnen. Zu den Mengen oder Herkunftsländern machte Nowak keine Angaben. Dem Kremlvertreter zufolge geht die Regierung in Moskau davon aus, dass mehrere Ölraffinerien nach planmäßigen Wartungsarbeiten in naher Zukunft den Betrieb wieder aufnehmen. Dann solle sich das Angebot an Russlands Tankstellen wieder verbessern. Russland ist eigentlich Exporteur von Kraftstoffen. Zahlreiche ukrainische Angriffe auf Energieanlagen in Russland haben den vergangenen Monaten aber zu einem Rückgang der Raffinerieproduktion geführt. Dies löste bis Anfang Juli landesweit Engpässe bei Diesel und Benzin aus. Nach einer kurzen Entspannungsphase bildeten sich in den vergangenen Tagen wieder vielen Teilen Russlands Autoschlangen vor Tankstellen. Selenskyj feuert Vertraute Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat nach einer neuen Razzia der Anti-Korruptionsbehörden in Kiew die Vizechefin des Präsidialbüros in Kiew entlassen. Das Dekret über die Entlassung von Iryna Mudra veröffentlichte er auf der Internetseite des Präsidialamts. Einen Grund nannte er nicht. Zuvor waren die Anti-Korruptionsbehörden des Landes, ohne Nennung von Namen, erneut mit Durchsuchungen gegen Verdächtige vorgegangen. Loading... Loading... Loading...