Ukraine-Krieg aktuell: Merz sieht für Putin „keine Chance“ auf Sieg
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Merz sieht für Putin „keine Chance“ auf Sieg Von: Felix Busjaeger, Franziska Schwarz Uns auf Google folgen Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Explosionen in Kiew. Selenskyj hofft vor dem Treffen mit Trump beim NATO-Gipfel. Update, 10:06 Uhr: Beim NATO-Gipfel in Ankara hat Bundeskanzler Friedrich Merz ein milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine verteidigt. 70 Milliarden Euro sollen Kiew im Abwehrkampf gegen Russland stärken. Gleichzeitig richtete der CDU-Politiker klare Worte an Moskau. Russland habe „keine Chance, die Kriegsziele zu erreichen“, so Merz, und „keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen“, fügte er hinzu. „Wir werden der Ukraine weiter helfen“, bekräftigte er vor den Beratungen der Bündnispartner in der türkischen Hauptstadt. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Schläge gegen Putins Schattenflotte Update, 9:49 Uhr: Mit 19 Drohnenangriffen binnen drei Tagen versetzt die Ukraine der russischen Schattenflotte im Asowschen Meer schwere Schläge gegen Wladimir Putins Wirtschaftsinteressen. Allein in der jüngsten Angriffswelle wurden neun Tanker getroffen. Kommandeur Robert Browdi der ukrainischen Drohnenstreitkräfte meldete die Erfolgsbilanz auf Telegram, wie Reuters berichtet. Mit der Offensive gegen die Schattenflotte will Kiew die von Russland annektierte Halbinsel Krim zunehmend isolieren und Moskaus Sanktionsumgehung über den Seeweg empfindlich treffen. Russlands Wirtschaft in Flammen Update, 8:21 Uhr: Die ukrainische Armee hat Russland erneut mit Drohnenangriffen bis tief ins Hinterland überzogen und auf die Ölindustrie des Gegners gezielt. In den Raffinerien von Saratow an der Wolga und Nischnekamsk in Tatarstan brachen Brände aus, wie ukrainische und russische Telegramkanäle berichteten. In Saratow knapp 800 Kilometer von der Ukraine entfernt wurde nach Angaben von Gouverneur Roman Bussargin ein Mann getötet. Er bestätigte ansonsten nur Schäden an der zivilen Infrastruktur. Nischnekamsk liegt etwa 1.200 Kilometer von ukrainischem Gebiet entfernt. Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj gibt bei NATO-Gipfel weitere Drohnen-Abkommen bekannt Update, 7:55 Uhr: Die Ukraine hat am Rande des NATO-Gipfels in Ankara drei neue Drohnen-Abkommen unterzeichnet. Die Vereinbarungen wurden mit Dänemark, Estland und den Niederlanden geschlossen, wie Reuters berichtet. Damit wächst die Gesamtzahl solcher Vereinbarungen laut Präsident Wolodymyr Selenskyj auf neun. Sein Land gebe dabei die im Krieg gegen Russland gesammelte Expertise weiter, erklärte Selenskyj. Als Hauptziel beim Gipfel in der türkischen Hauptstadt nannte er den Erhalt weiterer Luftverteidigungssysteme. Ukraine-Krieg aktuell: Russland feuert Raketen auf Großstadt Charkiw Update, 7:01 Uhr: Auch die ostukrainische Großstadt Charkiw wurde Behördenangaben zufolge in der Nacht angegriffen. In zwei Bezirken wurden Raketeneinschläge registriert, wie Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mitteilte. Mehr als zehn Häuser seien beschädigt worden. Am heutigen Mittwoch (8. Juli) werden Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara erwartet. Selenskyj will hauptsächlich größere Lieferungen dringend benötigter Patriot-Flugabwehrraketen zur Abwehr russischer ballistischer Raketen erreichen. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew von Explosionen erschüttert Update, 8. Juli, 5:47 Uhr: Kiew ist am Morgen von einer regelrechten Serie von Explosionen erschüttert worden. Wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP aus der ukrainischen Hauptstadt berichteten, erfolgte die erste heftige Explosion noch vor Ertönen der Luftschutzsirenen. Durch die russischen Angriffe gerieten mehrere Lagerhallen sowie ein weiteres „Nicht-Wohngebäude“ in Brand. Die neue Angriffswelle erfolgte nur einen Tag, nachdem durch Attacken der Truppen Moskaus in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet worden waren. Die Ukraine benötigt nach eigenen Angaben dringend Nachschub für ihre Luftabwehr. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte am Dienstag unmittelbar vor dem NATO-Gipfel in Ankara „mehr Entschlossenheit“ bei der Versorgung seines Landes. Update, 22:56 Uhr: Die Kämpfe entlang der Fronten im Südosten der Ukraine dauern in unverminderter Heftigkeit an. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte sprach in seinem abendlichen Lagebericht von insgesamt 219 bewaffneten Zusammenstößen an verschiedenen Frontabschnitten. Schwerpunkt der Kämpfe lag bei Pokrowsk im Industrierevier Donbass, wo die russischen Streitkräfte nach Darstellung der Generalität in Kiew über 40 Angriffe gegen ukrainische Stellungen führten. Russland setzte unterdessen auch seine Angriffe gegen zivile Ziele in der Ukraine fort. Bei einem Raketenangriff auf die südukrainische Hafenstadt Odessa wurden nach Angaben des regionalen Militärverwalters Oleh Kiper sechs Menschen verletzt. Explosionen nach russischen Angriffen wurden auch aus der ostukrainischen Großstadt Charkiw ohne weitere Details gemeldet. Ukraine-Krieg aktuell: Peskow hetzt gegen Europa Update, 21:08 Uhr: Die Länder Europas drängen die Ukraine nach Ansicht von Kremlsprecher Dmitri Peskow zur Fortsetzung des Kriegs gegen Russland. „Die Europäer glauben immer noch, dass man Russland strategisch besiegen kann“, sagte Peskow in einem Interview der Schweizer Weltwoche. Dies sei „der größte Fehler überhaupt“. Und mit diesem europäischen Rückhalt sei Kiew nicht flexibel. Die aktuelle Entwicklung in Europa, das aktuell massiv aufrüstet, bewertete der Sprecher von Kremlchef Wladimir Putin als Transformationsprozess. „Europa hat verstanden, dass es keine richtigen Sicherheitsgarantien der USA mehr gibt“, sagte er und kritisierte die Verwendung von Steuergeldern für die europäische Aufrüstung. „Das ist Gehirnwäsche der europäischen Steuerzahler.“ Ukraine-Krieg aktuell: Stubb zieht Bilanz für Putin Update, 19:22 Uhr: In zwei nordischen NATO-Staaten ist man sich sicher einig, dass der Ukraine-Krieg bereits einen Gewinner hat. Der finnische Präsident Alexander Stubb zog für den amerikanischen TV-Sender CNBC Bilanz nach vier Jahren Angriffskrieg aus Russland und kam zu einem deutlichen Ergebnis: „Ich sage: Die Ukraine hat gewonnen.“ Er hatte zuvor angeregt, die Gewinnerfrage aus Moskaus Perspektive zu sehen. „In vier Jahren aktivem Krieg sind sie 60 Kilometer vorgerückt. Im Zweiten Weltkrieg sind sie 1400 Kilometer nach Berlin vorgedrungen. Man muss sich also fragen: Wer hat gewonnen, wer hat verloren?“ In eine ähnliche Kerbe schlug vorher bereits der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson. Er hatte von Kiews „spektakulärem Erfolg“ im Ukraine-Krieg geredet. „Auf jeden Fall gewinnt Russland den Krieg gegen die Ukraine gerade nicht, das ist offensichtlich.“ Gegenüber CNBC erneuerte Stubb zudem den Aufruf an die NATO-Verbündeten, Kiew weiter militärisch zu unterstützen. Am Mittwoch (8. Juli) sollen sich US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Rande des NATO-Gipfels in Ankara treffen, um weitere Hilfen der US-Regierung zu besprechen. Ukraine-Krieg aktuell: Treffen von Selenskyj und Trump bei NATO-Gipfel geplant Update, 13:38 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump sollen am Rande des NATO-Gipfels in Ankara am Mittwoch, 8. Juli, um 14:30 Uhr Ortszeit zusammentreffen. Das berichtete die European Pravda unter Berufung auf das offizielle Programm für Trumps Besuch beim NATO-Gipfel. Das Treffen ist demnach im Anschluss an die Sitzung des Nordatlantikrats auf Ebene der Staats- und Regierungschefs geplant. Diese soll um 11:15 Uhr Ortszeit beginnen und rund drei Stunden dauern. Für das Gespräch zwischen Trump und Selenskyj ist laut Zeitplan eine Stunde vorgesehen. Um 15:30 Uhr soll Trump dem Programm zufolge zudem zu einem bilateralen Treffen mit dem Präsidenten Syriens zusammenkommen. Den Abschluss seiner Teilnahme am NATO-Gipfel bildet demnach eine Pressekonferenz um 16:15 Uhr. Update, 12:26 Uhr: Ukrainische Einheiten der Unbemannten-Systeme-Kräfte haben nach eigenen Angaben in der Nacht zum 7. Juli im Asowschen Meer acht Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte angegriffen. Das erklärte Robert „Magyar“ Browdi, Kommandeur der Unbemannten-Systeme-Kräfte. „Piloten haben in einer einzigen Nacht acht Tanker aus Russlands Schattenflotte aufgespürt und getroffen. Der Kampf um die Treibstoffversorgung der Krim im Asowschen Meer geht weiter“, sagte Browdi. Neben den Tankern seien auch ein Frachtschiff und eine Fähre getroffen worden, so Browdi. Die beschädigten Tanker seien identifiziert; sie unterlägen internationalen Sanktionen, hätten eine Tragfähigkeit von rund 7000 Tonnen, seien etwa 140 Meter lang und zwischen 2006 und 2012 gebaut worden. Browdi nannte die Schiffe Venera-3, Sanar-1, Sanar-17, Klimena, Teti, Alexei Savrasov und Penelopa. Der Name des achten Tankers ist bislang noch nicht bestätigt. Ukraine-Krieg aktuell: Neue Spannung zwischen Polen und Kiew befürchtet Update, 11:27 Uhr: Der ukrainische Geheimdienstchef Kyrylo Budanow rechnet mit einem Höhepunkt der Spannungen in den ukrainisch-polnischen Beziehungen in dieser Woche. Hintergrund sei der polnische Nationale Gedenktag für die Opfer der Wolhynien-Tragödie am 11. Juli, sagte Budanows im Gespräch mit RBC-Ukraine. Budanow sagte demnach, Polen bereite im Vorfeld des Gedenktags „eine ganze Reihe“ von Schritten vor, die er als eskalierend bezeichnete. Polen begeht am 11. Juli den Nationalen Gedenktag für die „Opfer des Völkermords, der von OUN und UPA an den östlichen Gebieten der Zweiten Polnischen Republik begangen wurde“. „Nach den Informationen, die ich habe, bereiten sie eine ganze Reihe von, wie ich finde, unreifen eskalierenden Schritten vor. Offensichtlich wird das jetzt alles weitergehen“, sagte Budanow. Update, 9:49 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf Krywyj Rih in der Oblast Dnipropetrowsk ist in der Nacht zum 7. Juli nach ukrainischen Angaben ein Logistikzentrum des Postdienstleisters Nova Poshta zerstört worden. Das teilte Oleksandr Hantscha, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Dnipropetrowsk, mit. Opfer wurden demnach nicht gemeldet. Hantscha nannte das Ziel in seiner Mitteilung zwar nicht ausdrücklich als Nova-Poshta-Lager, veröffentlichte Fotos der Verwaltung wiesen die zerstörte Anlage jedoch als Einrichtung des Postunternehmens aus. Nova Poshta (international auch Nova Post) gilt als größter privater Post- und Logistikdienstleister der Ukraine. Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift mit Drohnen an Update, 8:51 Uhr: Russland hat die Ukraine nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht zum 7. Juli mit 123 Angriffsdrohnen und Täuschungsdrohnen attackiert. Die ukrainische Luftabwehr habe 108 Drohnen zerstört oder elektronisch außer Gefecht gesetzt. Demnach begann der Angriff am 6. Juli gegen 18:00 Uhr. Eingesetzt worden seien Shahed-Drohnen (darunter auch einige mit Strahlantrieb), Gerbera- und Italmas-Angriffsdrohnen sowie Parodiya-Attrappen. Gestartet seien sie aus den russischen Städten Kursk, Orjol, Brjansk, Primorsko-Achtarsk, Schatalowo und Millerowo sowie aus Donezk und vom Kap Tschauda auf der vorübergehend besetzten Krim. Treffer durch zwölf Drohnen seien an zehn Orten registriert worden, außerdem sei an fünf Orten Trümmermaterial abgeschossener Luftziele niedergegangen. Die Luftwaffe teilte weiter mit, der Angriff dauere an, da sich noch mehrere russische Drohnen im ukrainischen Luftraum befänden, und rief die Bevölkerung auf, Sicherheitsregeln zu beachten. Update, 7:49 Uhr: Russland hat nach Angaben des ukrainischen Generalstabs innerhalb der vergangenen 24 Stunden 1200 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind Russlands Verluste damit auf etwa 1.412.250 Soldaten gestiegen. Das teilte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook mit. Demnach werden die gesamten Kampfverluste Russlands im Zeitraum vom 24. Februar 2022 bis zum 7. Juli 2026 wie folgt geschätzt (Zahlen in Klammern geben die jüngsten Verluste an): rund 1.412.250 (+1.200) Militärangehörige 12.097 (+9) Panzer 24.899 (+5) gepanzerte Kampffahrzeuge 45.508 (+57) Artilleriesysteme Ukraine-Krieg aktuell: Kiew nimmt erneut Moskau ins Visier Update vom 7. Juli, 6:31 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau erneut mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien rund 430 Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt gestartet worden, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstagmorgen in sozialen Netzwerken. „Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.“ Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten Drohnenangriffe auf Ziele in Russland weit hinter der Front ausgeweitet. Die Attacken in der Nacht zum Dienstag erfolgten kurz vor Beginn des NATO-Gipfels in der Türkei, bei dem auch über weitere Unterstützung für Kiew beraten werden soll. Zu dem Treffen ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eingeladen. Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj spricht von „entscheidender Schlacht am Himmel“ Update, 22:10 Uhr: Im Krieg Russlands gegen die Ukraine wird nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj „die entscheidende Schlacht am Himmel“ ausgetragen. „Wenn sie den Feind am Schlachtfeld stoppen, wenn sie den Krieg an Land aufhalten und wenn sie ihm die Seeherrschaft nehmen, wie wir es getan haben, dann wird der Himmel zum nächsten Schlachtfeld“, sagte Selenskyj in einem Interview der Financial Times. Seiner Ansicht nach sei dieses Stadium bereits erreicht. „Und in der Luft sind wir bereits wettbewerbsfähig“, sagte Selenskyj. Vor allem habe die Entwicklung von Langstrecken-Drohnen, die Kiew inzwischen gegen Ziele tief im Inneren Russlands einsetzt, den Verlauf des Kriegs bereits verändert und geholfen, „Russlands Militärmaschine zu schwächen“. Dies habe seiner Ansicht nach bereits dazu geführt, dass US-Präsident Donald Trump den Krieg in einem neuen Licht sehe. Update, 13:37 Uhr: Mit 625 Drohnen hat die Ukraine in der Nacht eine massive Angriffswelle auf Russland gestartet. Ziele waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau unter anderem Häfen sowie Öl-Infrastruktur. 613 der eingesetzten Drohnen seien von der russischen Luftabwehr über verschiedenen Regionen des Landes abgeschossen worden, berichtet Reuters unter Berufung auf das Ministerium. Über mögliche Schäden an der angegriffenen Infrastruktur machte Moskau keine Angaben. Russland trifft Wohngebäude in Kiew: Warum die Luftabwehr bei 29 Raketen versagte Update, 12:24 Uhr: Russland hat in der Nacht zum 6. Juli einen massiven kombinierten Angriff auf die Ukraine geflogen – mit Drohnen sowie luft-, land- und seegestützten Raketen verschiedener Typen. Schwerpunkt war Kiew: Mindestens elf Menschen kamen ums Leben, 46 wurden verletzt, eine Rakete traf ein neunstöckiges Wohngebäude im Stadtteil Podil. Dass alle 29 ballistischen Raketen die Luftabwehr durchbrachen, liegt laut Oberst Jurij Ihnat an einem gravierenden Munitionsmangel, berichtet die Ukrajinska Prawda. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Verbündeten bereits zuvor dringend um Nachschub für die Patriot-Systeme gebeten. Von der Leyen: NATO-Gipfel berät über Flugabwehr für Kiew im Ukraine-Krieg Update, 11:23 Uhr: Beim NATO-Gipfel im türkischen Ankara soll der dringende Bedarf der Ukraine an zusätzlichen Flugabwehrsystemen auf die Agenda. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X an, wie Reuters berichtet. Auslöser ist der erneute russische Luftangriff auf Kiew in der Nacht, bei dem mehr als 400 Drohnen und Raketen abgefeuert wurden. „Die Ukraine braucht dringend mehr Luftabwehr. Wir werden dies diese Woche in Ankara beim NATO-Gipfel besprechen“, erklärte von der Leyen. Der Druck auf Moskau solle so lange steigen, bis das Blutvergießen ende. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew feuert massiv auf Russland Update, 10:51 Uhr: Ein massiver ukrainischer Drohnenangriff hat Russland erschüttert – 519 Geschosse wurden laut Moskauer Verteidigungsministerium abgefangen. Das unabhängige Portal Astra berichtete von einem erneuten Treffer auf die Ölraffinerie in Jaroslawl, einem Schlüsselelement der russischen Kriegswirtschaft. Auf in sozialen Netzwerken kursierenden Bildern seien Rauchwolken über der Anlage zu erkennen, so Astra. Jaroslawls Gouverneur Michail Jewrajew erklärte, über 70 Drohnen seien abgeschossen worden. „Zwei Menschen haben Splitterverletzungen erlitten“, schrieb er auf Telegram. Offizielle Angaben zu Schäden an der Anlage blieben bislang aus. Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj fordert NATO-Beschlüsse nach Raketenangriff auf Kiew Update vom 6. Juli, 10:23 Uhr: Nach einem schweren russischen Kombi-Angriff auf Kiew mit 351 Drohnen und 68 Raketen hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die NATO zur Soforthilfe aufgerufen. Bei den Attacken starben mindestens 14 Menschen, über 70 wurden verletzt. Während die Abwehr von Drohnen gelang, scheiterte sie an ballistischen Raketen. Grund sei ein Mangel an Abfangraketen. „Wenn Patriot-Raketen in den Lagern der Verbündeten verstauben, ermutigt das Russland nur“, kritisierte Selenskyj auf Telegram. Er forderte vom NATO-Gipfel in Ankara „starke Entscheidungen“. Dort ist auch ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump geplant. Ukraine-Krieg aktuell: Russland bombardiert Kiew – „Es gibt keine Worte“ Erstmeldung: Kurz vor dem NATO-Treffen hatte der ukrainische Präsident vor schweren Angriffen gewarnt. In der Nacht bestätigte sich seine Befürchtung – unter anderem Kiew ist massiv unter russischen Beschuss geraten. Ukraine-Krieg aktuell: Massive russische Attacken auf Ukraine vor NATO-Gipfel Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Bevölkerung auf, in Schutzräumen zu bleiben. Es handelt sich um den zweiten tödlichen Angriff auf Kiew binnen weniger als einer Woche. Ukraine-Krieg aktuell: Russland bombardiert Kiew Am frühen Montagmorgen (6. Juli) sind in Kiew mindestens zehn Menschen getötet worden. Inzwischen seien „neun Tote und 46 Verletzte“ bestätigt, teilte der Chef der Militärverwaltung in Kiew, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram mit. Unter den Verletzten sind seinen Angaben zufolge fünf Kinder. Ein weiteres Todesopfer wurde in Butscha nordwestlich von Kiew gemeldet. Tkatschenko warnte vor möglichen weiteren Opfern im Ukraine-Krieg. „Die Rettungseinsätze dauern weiter an“, erklärte er. „Traurigerweise ist dies nicht die endgültige Bilanz.“ Zuvor hatte Tkatschenko auf Telegram mitgeteilt, der Feind greife „mit ballistischen Raketen“ an. Ukraine-Krieg aktuell: Angriff mit ballistischen Raketen – Kiew trauert um Tote Journalisten der Nachrichtenagentur AFP gaben an, während eines Raketenalarms in Kiew mehr als zehn Explosionen gehört zu haben. Zudem hätten sie Lichtblitze im Himmel gesehen. „Es gibt keine Worte, die diesen Schmerz lindern können“, erklärte Tkatschenko. Der Angriff habe vier Brände ausgelöst, alle in Wohngebäuden. „Orte, an denen die Menschen in der Nacht einfach nur schliefen“, fügte Tkaschenko hinzu. Russlands Wirtschaft im Visier: Schlag gegen Putins Ölexporte Ukrainische Drohnen haben unterdessen die russischen Ostseehäfen Wysozk und Ust-Luga getroffen. Ust-Luga gilt als einer der bedeutendsten russischen Exporthäfen für Öl. Kiew nimmt seit einiger Zeit auf diese Weise die Kriegswirtschaft von Kremlchef Wladimir Putin ins Visier. Laut Reuters meldete Regionalgouverneur Alexander Drosdow, dass in der Gegend 56 Drohnen abgeschossen worden seien. Ukraine-Krieg aktuell: Angriffe in mehreren Regionen in Russland Parallel dazu registrierten russische Behörden Angriffe in weiteren Regionen Russlands: In Kertsch kam eine Frau ums Leben. In der Region Kaluga brannte nach einem Drohneneinschlag ein Industriegelände, in der Region Jaroslawl wurden zwei Menschen durch Splitter verletzt. Angriffe auf Krim und Moskau im Ukraine-Krieg – Kiew trifft Energieinfrastruktur In der Stadt Sewastopol auf der russisch annektierten Halbinsel Krim führte derweil ein ukrainischer Angriff am Montag (6. Juli) zu Stromausfällen. „Nach einem feindlichen Angriff auf die Energieinfrastruktur in der Nähe von Sebastopol war unsere Stadt vorübergehend ohne Strom“, schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sagte dem vom russischen Staat unterstützten Sender Max, dass die russische Luftabwehr mehrere Wellen von Drohnen abgeschossen hätte, die auf Moskau zusteuerten. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)