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Ukraine-Krieg aktuell: Portal bestätigt 242.000 tote russische Soldaten

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Portal bestätigt mindestens 242.000 tote russische Soldaten

Mediazona aktualisiert die Zahl bestätigter russischer Gefallener. Nach einem russischen Angriff auf ein Munitionslager bei Kiew sterben mindestens 38 Menschen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

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Montag, 31. August

Russland meldet neuen Drohnenangriff auf Logistikzentrum

Ein Logistikzentrum in der russischen Stadt Jekaterinburg ist nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Drohnen und herabstürzende Trümmerteile hätten Wohngebäude und eine Logistikanlage getroffen, teilte der zuständige Gouverneur mit. Das genaue Ziel des Angriffs nennt er nicht. Menschen seien bei dem Vorfall nicht zu Schaden gekommen. Jekaterinburg, eine der größten Städte Russlands, liegt mehr als 1.400 Kilometer östlich von Moskau. In letzter Zeit hat es wiederholt Drohnenangriffe auf Anlagen von Online-Händlern in verschiedenen Städten Russlands gegeben. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den Angriffskrieg Russlands.

Lawrow: Nato-Aktivität in der Arktis "aktive Bedrohung"

Russland betrachtet die Aktivitäten der Nato in der Arktis nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow als direkte Bedrohung für seine Sicherheit. Moskau stufe militärische Übungen der Nato in dem Gebiet als aggressiv ein, erklärt der langjährige Außenminister von Präsident Wladimir Putin in einem vom russischen Außenministerium veröffentlichten Artikel.

"Eine derartige militärische Aktivität im Hohen Norden stellt eine direkte Bedrohung für die Sicherheit Russlands dar. Die Risiken von Zwischenfällen, die eine bewaffnete Konfrontation mit potenziell katastrophalen Folgen auslösen könnten, nehmen zu", sagt er. Die Mitgliedsstaaten der westlichen Allianz bauen ihre Präsenz in der Region infolge des Krieges Russlands gegen die Ukraine derzeit aus.

Das unabhängige russische Medienportal Mediazona hat zusammen mit dem russischen Service der britischen BBC neue Zahlen zu russischen Opfern im Krieg gegen die Ukraine veröffentlicht. Demnach habe es den Tod von 242.747 Militärangehörigen bestätigen können. Die Recherchen umfassten Todesanzeigen und Berichte von Angehörigen sowie offiziellen Stellen. Die tatsächliche Zahl dürfte aber weitaus höher liegen, zumal viele Soldaten als vermisst gelten. Russland mach keine Angaben zur Zahl der Gefallenen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezifferte die Zahl russischer Toten auf 700.000.

Raketenangriff auf russische Stadt Belgorod

Bei einem Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine wurden nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Die Ukraine habe bei dem Angriff ein Betriebsgelände getroffen, teilt der amtierende Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Durch den Angriff seien zudem Brände in sieben Lagerhallen der Stadt ausgebrochen.

Sonntag, 30. August

Dutzende Tote nach russischem Angriff auf Munitionslager bei Kiew

Bei einem russischen Angriff auf ein ukrainisches Munitionslager nahe Kiew sind mindestens 38 Menschen getötet worden. Vier weitere würden noch vermisst, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Zudem seien bei den Explosionen in dem Dorf Myla rund fünf Kilometer westlich der Hauptstadt 20 Menschen verletzt worden, darunter zwei Kinder. Die meisten Todesopfer waren Bewohner eines Altenheims.

Russland hatte das Depot, in dem unter anderem Granaten und Minen lagerten, am Freitagabend angegriffen. Das Munitionslager befand sich entgegen ukrainischer Vorschriften in einem Wohngebiet. Durch die Explosionen wurden Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim beschädigt. Fast 400 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Sprengstoffexperten suchen auf einem großen Gelände nach weggeschleuderter Munition.

Die ukrainischen Behörden haben ein Strafverfahren eingeleitet. "Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben", sagte Selenskyj. Er kündigte an, die Verantwortlichen für die Nachlässigkeit zur Rechenschaft zu ziehen. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten am Sonntag an.

Offenbar Raffinerie bei Sankt Petersburg angegriffen

Ukrainische Drohnen sollen eine große russische Raffinerie in der Region Leningrad angegriffen haben. Die Kirishinefteorgsintez-Raffinerie (KINEF) liegt in der Stadt Kirishi in der Oblast Leningrad im Nordwesten Russlands, etwa 120 km südöstlich von Sankt Petersburg, am Ostufer des Flusses Wolchow. Videos vom Telegramkanal Exilnova+ aus Kirishi zeigen einen Feuerschein über dem Gelände. KINEF ist eine der größten russischen Raffinerien, 2025 verarbeitet sie sieben Prozent der russischen Ölproduktion. Sie wurde bereits zuvor annegriffen.

Drei Tote bei Angriff auf Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Samstagabend hat es nach offiziellen Angaben mindestens drei Tote gegeben. In mehreren Teilen der Stadt wurden durch Angriffe schwere Schäden angerichtet.

Atomkraftwerk Saporischschja seit einer Woche ohne externen Strom

Das russisch besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) seit mehr als einer Woche von der externen Stromversorgung abgeschnitten. Die Anlage werde derzeit mit Notstrom-Dieselgeneratoren versorgt, erklärte die Organisation am Samstag. Der vorhandene Dieselvorrat reiche für etwa zehn Tage.

Die externe Stromversorgung sei infolge militärischer Aktivitäten auf der Nordseite des Flusses Dnipro ausgefallen, erklärte die IAEA. Die Behörde bemühe sich um eine örtliche Waffenruhe, damit beschädigte Stromleitungen repariert werden könnten. Eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege seien für die nukleare Sicherheit "unverzichtbar", erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi.

Samstag, 29. August

Ankara bestellt ukrainischen Botschafter ein

Nach Luftangriffen auf zwei türkische Schiffe im Schwarzen Meer hat Ankara den ukrainischen Botschafter einbestellt. In dem Gespräch habe die Türkei "betont, dass die Sicherheit des Personen- und Güterverkehrs sowie der Schifffahrt und der Umwelt gewährleistet sein muss", erklärte das türkische Außenministerium am Samstag.

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