Ukraine-Krieg aktuell: Putin fürchtet bei einer Niederlage um sein Leben
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Putin fürchtet offenbar Niederlage: "Sie werden mich hängen"
Aktualisiert am 31.08.2026 - 16:48 UhrLesedauer: 4 Min.
Putin fürchtet laut einem Bericht um sein Leben, falls Russlands Feldzug scheitert. Das Portal Mediazona aktualisiert die Zahl bestätigter russischer Gefallener. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Montag, 31. August
Russischer Aufklärer vor Polen abgefangen
Die polnische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 30 Kilometer nördlich des Badeorts Leba unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X. Dort hätten ihn polnische Kampfjets abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden.
"Russland hat erneut unsere Verteidigungs- und Luftabwehrsysteme auf die Probe gestellt", schrieb Kosiniak-Kamysz weiter. Bereits Ende Juli und Anfang August war es innerhalb weniger Tage zu drei ähnlichen Vorfällen mit russischen Aufklärern über der Ostsee gekommen.
Beim sogenannten Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung auf und signalisieren, dass deren Flugzeug sich entfernen soll. In Polen und den baltischen Staaten gibt es Befürchtungen, dass Russland wegen seiner Probleme im Ukraine-Krieg vermehrt Nato-Staaten beispielsweise mit Aufklärungsflügen provozieren könnte.
Musk stellt Ukraine Starlink-Freigabe in Aussicht
SpaceX-Chef Elon Musk soll grundsätzlich bereit sein, der Ukraine den Einsatz von Starlink-gestützten Drohnen gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet zu gestatten. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Demnach erklärte Musk gegenüber dem früheren ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow zugleich, eine solche Freigabe sei eine politische Entscheidung, die das Weiße Haus treffen müsse.
Kiew will Starlink nutzen, um russische Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen mit Drohnen anzugreifen – möglichst noch bevor die Raketen gestartet werden. Die Satellitenverbindung soll eine schwer zu störende Steuerung über größere Entfernungen ermöglichen. Nach Angaben der "Financial Times" geht es um Ziele bis zu 200 Kilometer tief in Russland. Damit könnte die Ukraine zugleich ihren Bedarf an knappen Patriot-Abfangraketen verringern.
Wann Musk und Fedorow das Gespräch führten, ist allerdings unklar. Fedorow wollte sich dazu nicht äußern. Noch Anfang August hatten Berichte nahegelegt, Musk lehne den Einsatz von Starlink über Russland aus Sorge vor einer weiteren Eskalation ab. Ob seine nun bekannt gewordenen Aussagen einen Kurswechsel markieren oder aus einem früheren Gespräch stammen, lässt sich deshalb nicht sicher sagen.
Russische Laptop-Firma baut jetzt Drohnen-Simulatoren für Kinder
In Russland sollen schon die Jüngsten auf den Krieg vorbereitet werden. Eine heimische Elektronikfirma hilft, denn Laptops verkaufen sich gerade sowieso nicht. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Im Fall einer Niederlage: Putin hat wohl Angst um sein Leben
Wladimir Putin fürchtet um seine eigene Sicherheit, falls der Krieg endet, ohne dass Russland auch nur sein Mindestziel erreicht hat. Das berichtet das britische Wirtschaftsmagazin "The Economist". Quellen aus Putins Umfeld berichteten demnach, dass er im Laufe des Krieges zu Menschen in seinem Umfeld gesagt habe: "Sie werden mich hängen." Weder Kontext noch weitere Details des Gesprächs sind bekannt.
Niemand wisse, was in Putins Kopf vorgeht, räumen die Autoren des Artikels ein. Sie vermuten allerdings, dass er sich wahrscheinlich "von der kriminellen Logik seines Regimes leiten lässt: niemals Schwäche zeigen".
EU-Mission kontrolliert mutmaßlichen russischen "Schattenflotten"-Tanker
Die EU-Marinemission im Mittelmeer kontrolliert wegen einer mutmaßlichen Zugehörigkeit zur russischen "Schattenflotte" den Öltanker "MV Sun". Das Schiff stehe im Verdacht, unter falscher Flagge zu fahren und damit gegen internationales Seerecht zu verstoßen, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf der Plattform X mit.
Einsatzkräfte der Mission "Eunavfor Med Irini" gingen am Sonntag an Bord des Tankers, um dessen Flagge zu überprüfen. Die EU-Mission wurde ursprünglich im Jahr 2020 zur Durchsetzung eines UN-Waffenembargos gegen Libyen eingerichtet. Die EU-Mitgliedstaaten weiteten das Mandat jedoch aus, um auch solche Überprüfungen zu ermöglichen.
SPD-Fraktionsvize: Russland deutliches Stoppsignal setzen
SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller spricht sich dafür aus, Russland klare Grenzen aufzuzeigen. "Wir alle wollen keine weitere kriegerische Eskalation mit Russland", sagte Möller im Deutschlandfunk. "Aber klar ist, dass da Grenzen aufgezeigt werden müssen und dass wir sehr wohl wahrnehmen, wie Russland auf unserem Territorium operiert und dass wir ein sehr deutliches Stoppsignal dagegen setzen."
Eine mit Sprengstoff präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Schon bald will die Bundesregierung Angaben dazu machen, wer aus ihrer Sicht für den versuchten Anschlag verantwortlich war.
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Möller sagte, es deute alles darauf hin, dass es in Richtung Russland gehe. Sie begrüße es, wenn an dieser Stelle Klarheit geschaffen werde. Bisher sei der Spagat sehr gut gelungen, Grenzen zu setzen, ohne eine Eskalation mit Russland herbeizuführen. Das verhindere aber nicht, dass Russland etwas als Eskalation oder Provokation interpretiere.
Russland meldet neuen Drohnenangriff auf Logistikzentrum
Ein Logistikzentrum in der russischen Stadt Jekaterinburg ist nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Drohnen und herabstürzende Trümmerteile hätten Wohngebäude und eine Logistikanlage getroffen, teilte der zuständige Gouverneur mit. Das genaue Ziel des Angriffs nannte er nicht. Menschen seien bei dem Vorfall nicht zu Schaden gekommen.