Ukraine-Krieg aktuell: Rubio-Treffen mit Lawrow
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Rubio-Treffen mit Lawrow – russischer Angriff trifft Saporischschja Von: Simon Schröder, Felix Busjaeger, Christoph Elzer, Franziska Schwarz Uns auf Google folgen Aktuelle News zum Ukraine-Krieg: Attacken auf Russlands Ölwirtschaft. Ex-Verteidigungsminister Fedorow lehnt laut Bericht Posten ab. Der Ticker. Update, 22:13 Uhr: Ein russischer Bombenangriff hat mindestens 25 Verletzte in der südukrainischen Großstadt Saporischschja gefordert. Unter den Opfern seien auch sechs Minderjährige, darunter ein drei Monate altes Baby, schrieb der ukrainische Militärgouverneur der Region, Iwan Fedorow, auf Telegram. Seinen Angaben nach warf das russische Militär fünf Gleitbomben auf die Stadt ab und beschädigte dabei Wohnhäuser und eine private medizinische Einrichtung. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Irland mit neuem Ukraine-Hilfspaket – Premierminister Martin zu Besuch in Kiew Update, 21:22 Uhr: Irland hat der Ukraine ein neues Hilfspaket im Umfang von 125 Millionen Euro zugesagt. Das berichtet der Kyiv Independent. Premierminister Micheál Martin gab die Ankündigung am Donnerstag bei seinem ersten Besuch in Kiew seit Beginn der irischen EU-Ratspräsidentschaft bekannt. Das Paket umfasst laut irischer Regierung 100 Millionen Euro für nicht-tödliche Militärausrüstung – darunter Unterstützung für die ukrainische Luftverteidigung – sowie 25 Millionen Euro für die Reparatur kritischer Infrastruktur im Ukraine-Krieg, mit Schwerpunkt auf dem Energienetz vor dem Winter. Selenskyj warnt vor verstärkten Angriffen Russlands auf ukrainische Getreideexporte Update, 20:37 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit der Rechtsaußen-Influencerin Laura Loomer getroffen, die US-Präsident Donald Trump nahesteht. Die Gespräche des ukrainischen Staatschefs mit der umstrittenen US-Polit-Aktivistin wurden der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vom ukrainischen Präsidentenberater Dmytro Lytwyn bestätigt. Bis vor Kurzem hatte Loomer aus ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Ukraine kein Hehl gemacht. Neuerdings unterstützt sie aber das von Russland angegriffene Land. Update, 19:29 Uhr: Nach Einschätzung des ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj wird Russland seine Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer verstärken. Moskau wolle demnach den ukrainischen Getreidekorridor auf dem Seeweg blockieren, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax den ukrainischen Präsidenten. Update, 18:35 Uhr: Vor dem Hintergrund neu angekündigter Proteste besteht der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf seiner Rückkehr ins Amt. „Heute gibt es im Staat nur drei Posten, außer auf dem Schlachtfeld, die den Kriegsverlauf real beeinflussen: der Präsident der Ukraine, der Verteidigungsminister und der Oberkommandierende der Streitkräfte“, sagte Fedorow Journalisten. Er sei deshalb mit keinem anderen Amt als dem des Verteidigungsministers einverstanden. Selenskyj beauftragt neue Militärführung mit Verbesserung der Mobilmachung im Ukraine-Krieg Update, 16:24 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine neue Militärführung mit der Verbesserung der Mobilmachung im Ukraine-Krieg beauftragt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der neue Verteidigungsminister Jewhenij Chmara und der neue Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj sollen die Rekrutierung von Soldaten voranbringen, sagte Selenskyj laut Interfax-Ukraine. Der abgesetzte Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow soll dem Kabinett erhalten bleiben – ihm seien mehrere Posten angeboten worden, darunter ein Ressort für Verteidigungsinnovationen im Rang eines Vizeministerpräsidenten. Zudem bestätigte Selenskyj, dass er der früheren Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko den Botschafterposten in den USA angeboten habe. Update, 15:19 Uhr: Bei russischen Bombenangriffen auf die Industriestadt Pawlohrad in der Ostukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Gut ein Dutzend seien verletzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Angegriffen worden sei das Gelände eines Unternehmens. Verletzte habe es auch bei Attacken auf die Stadt Cherson in der Südukraine gegeben. Selenskyj forderte die westlichen Partnerstaaten erneut zur Lieferung von Flugabwehrraketen für das Patriot-System auf. Russischer Kampfjet Su-57 stürzt nahe Moskau ab Update, 13:58 Uhr: Ein russischer Kampfjet vom Typ Su-57 ist Berichten zufolge im Gebiet Moskau abgestürzt. Das meldet der Telegram-Kanal Exilenova+, der unter Berufung auf Quellen aus den russischen Streitkräften über Verluste an russischem Kriegsgerät berichtet. Demnach ereignete sich der Absturz im Bezirk Odinzowo in der Moskauer Oblast. „Weiteres Filmmaterial aus dem Bezirk Odinzowo in der Moskauer Oblast, wo die Su-57 abstürzte. Was den Piloten betrifft – wir warten auf eine offizielle Bestätigung. Die gibt es bisher nicht“, hieß es in dem Kanal. Zuvor hatte Exilenova+ unter Berufung auf russische Quellen berichtet, der Pilot habe sich mit dem Schleudersitz retten können. Später ergänzte der Kanal: „Update: Die ‚unübertroffene‘ Su-57 wurde von Moskaus eigener Luftabwehr abgeschossen.“ Die Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren. Ukraine-Krieg aktuell: Planung für nächsten Kriegswinter beginnen Update, 12:46 Uhr: Mitten im Hochsommer beginnen in der Ukraine die Planungen für den nächsten Kriegswinter. Der könnte insbesondere in der Oblast Tschernihiw brutal ausfallen, wie die Behörden schon jetzt warnen. Viacheslav Chaus, Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Tschernihiw, sprach in einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk der Ukraine über die Vorbereitungen. Chaus geht davon aus, dass die kommende Heizperiode noch schwieriger als die letzte werden könnte. Grund dafür sei, dass Russland bereits jetzt Einrichtungen angreife, die Schutzmaßnahmen für die kalte Jahreszeit vorbereiten. Besonderes Augenmerk lege seine Behörde derzeit auf die Beschaffung einer Reserve an Generatoren für kritische Infrastruktureinrichtungen. Im Interview sprach Chaus sogar von einem Worst-Case-Szenario: „Ich glaube, dass der nächste Winter definitiv nicht einfacher werden wird als der, den wir gerade hinter uns haben. Er wird definitiv nicht einfacher sein. Er wird härter, schwieriger werden. So Gott will, irre ich mich. Dies ist wahrscheinlich weniger eine Prognose des Leiters einer Oblast-Militärverwaltung als vielmehr die Einschätzung eines Menschen, der sieht, was geschieht, was der Feind tut – und zwar nicht nur in unserer Oblast. Natürlich hoffen wir, dass solche Prognosen nicht wahr werden. Aber ich glaube, dass wir uns, wie in allen Bereichen, auf das Worst-Case-Szenario vorbereiten müssen.“ Update, 11:57 Uhr: Im Anschluss an das Treffen mit Sergej Lawrow erklärte US-Außenminister Marco Rubio, dass man mit den aktuellen Vorschlägen zur Beendigung des Ukraine-Krieges offenbar nicht mehr weiterkomme: „Wenn es zu Frieden kommt, dann wird dies auf neue Ideen und Konzepte zurückzuführen sein, und wir sind bereit, einige davon im richtigen Rahmen und in der richtigen Form einzubringen, sofern sich die Gelegenheit ergibt und die Voraussetzungen stimmen. Wir sind bereit, diese Rolle konstruktiv zu übernehmen.“ Rubio sagte zudem, dass er mit dem russischen Außenminister „das US-russische Verhältnis und die Notwendigkeit des Endes des russisch-ukrainischen Krieges“ diskutiert habe. Lawrow äußerte sich zu dem Treffen nicht. Auf die zusätzliche Frage eines Reporters, ob Russland den Iran mit Geheimdienstinformationen für Angriffe auf US-Ziele unterstütze, antwortete der Minister lediglich: „Netter Haarschnitt.“ Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Verluste steigen Update, 11:18 Uhr: Nach Angaben der ukrainischen Truppen musste Russland einen kostspieligen Verlust hinnehmen – weil man leichtsinnig agierte. Ein Video, das die Grenzschutztruppen der Ukraine veröffentlicht haben, zeigt scheinbar einen erfolgreichen Drohnenangriff auf ein russisches Buk-M3 System. Das hochmoderne Raketenabwehrsystem hat einen Wert von rund 50 Millionen Dollar und wurde getroffen, als es gerade an einen neuen Einsatzort verlegt wurde. Offenbar war der Transport nicht getarnt, weshalb die Ukraine das Gefährt als Buk-M3 identifizieren und schließlich ausschalten konnte. Update, 10:48 Uhr: Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte hat Russland binnen eines Tages 1460 Soldaten verloren. Damit belaufen sich die geschätzten Gesamtverluste der russischen Streitkräfte seit Beginn der Invasion am 24. Februar 2022 bis zum 23. Juli 2026 nach ukrainischen Angaben auf rund 1.434.690 Soldaten. Zudem habe Moskau in diesem Zeitraum 12.191 Panzer (plus 28 in den vergangenen 24 Stunden), 24.994 gepanzerte Kampffahrzeuge (plus 12) sowie 46.570 Artilleriesysteme (plus 78) verloren. Die Angaben stammen aus einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs auf Facebook und lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Ukraine-Krieg aktuell: EU bereitet neue Russland-Sanktionen vor Update, 9:30 Uhr: Die EU bereitet neue Sanktionen gegen Russland vor. Angesichts des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine habe man sich auf ein neues Sanktionspaket verständigt. Das teilten EU-Diplomaten in Brüssel mit. Update, 9:26 Uhr: Bei dem Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Marco Rubio hat der russische Außenminister Sergej Lawrow betont, dass eine weitere Bewaffnung der Ukraine durch den Westen „inakzeptabel” sei. In einem Statement der russischen Seite heißt es zudem, dass Russland weiter zu einer diplomatischen Einigung bereit sei, sofern diese den Vorschlägen des Gesprächs in Anchorage entspräche. Im August 2025 hatten sich US-Präsident Donald Trump und Russlands Diktator Wladimir Putin in Alaska zu Verhandlungen über den Ukraine-Krieg getroffen. Damals hatte Putin einen Waffenstillstand vorgeschlagen, sofern die Ukraine die besetzten Gebiete sowie weitere Teile des Donbass aufgeben würde. Kiew erklärte diese Bedingungen für unerfüllbar. Update, 8:51 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow will sich heute in der philippinischen Hauptstadt Manila mit seinem US-Kollegen Marco Rubio treffen. Bei der Begegnung am Rande des Asean-Außenministertreffens dürfte es vor allem um den Ukraine-Krieg und den Iran-Krieg gehen. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump ukrainische Angriffe auf Energie-Infrastruktur tief auf russischem Gebiet befürwortet, weil dies dazu beitragen könne, „dass es (der Krieg) zu einem Ende kommt“. Moskau wiederum hatte die US-Angriffe auf den Iran verurteilt. Die Ukraine hat zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russische Raffinerien, Öllager und Frachtschiffe verstärkt, was zu Treibstoffknappheit in vielen Landesteilen geführt hat. Ukraine-Krieg aktuell: Fedorow-Krise spitzt sich zu – Drohnen treffen Ölraffinerie tief in Russland Erstmeldung: Die politische Krise in der Ukraine spitzt sich zu – Ex-Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat laut dem Guardian das ihm angebotene Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten für technologische Entwicklung abgelehnt und besteht auf seiner Wiedereinsetzung als Verteidigungsminister. Machtkampf in Kiew: Druck auf Selenskyj wegen Fedorow Der Veteran Dmytro Koziatynsky rief auf Social Media zur weiteren Mobilisierung auf: „Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass die Regierung alle Forderungen der Gesellschaft hört und erfüllt“, schrieb er. Unterdessen lobte der frühere ukrainische Präsident Petro Poroschenko den neu ernannten Armeechef Mychajlo Drapatyi: „Ich kenne ihn als einen strategisch denkenden, mutigen und entschlossenen Mann. Er schätzt die Menschen. Das ukrainische Volk setzt große Hoffnungen in ihn“, sagte Poroschenko dem Guardian. Drapatyi war auf General Oleksandr Syrskyj gefolgt. Krim unter Beschuss – Drohnen greifen Luftabwehr an Drohnen haben erneut die von Russland besetzte Krim attackiert – Berichte über Einschläge an mehreren Orten häuften sich in der Nacht. Besonders betroffen war offenbar Sewastopol, wo Angriffe auf Luftabwehrstellungen gemeldet wurden. Der Kanal „Krymsky Witer“ berichtete: „Abonnenten melden, dass in Sewastopol Drohnen wahrscheinlich Luftabwehrstellungen auf den Fedyuchiny-Höhen nahe dem Wärmekraftwerk Balaklawa angreifen.“ Der Kanal Exilenova+ meldete zudem anhaltende Angriffe auf die Energieinfrastruktur im besetzten Jalta, so die Ukrajinska Prawda. Drohnen treffen Ölraffinerie tief in Russland Ukrainische Drohnen haben in der Nacht eine Ölraffinerie im russischen Gebiet Uljanowsk in Brand gesetzt. Laut Kyiv Independent war die Ölraffinerie in der Ortschaft Nowospasskoye das Ziel – eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 600.000 Tonnen Rohöl, rund 650 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt. Gleichzeitig meldeten Augenzeugen massive Explosionen über der Stadt Woronesch. Offenbar geriet erneut ein Logistikzentrum des russischen Online-Händlers „Wildberries“ in Brand. Bereits am Vortag hatte Firmengründerin Tatjana Kim bestätigt, dass Lagerhäuser des Unternehmens in Krasnodar und im Stawropoler Gebiet bei ukrainischen Drohnenangriffen getroffen und der Betrieb ausgesetzt worden seien. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)