DAX +0,39 % 25.460,48 Pkt 18:00:00 MDAX +0,43 % 32.243,82 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,65 % 6.248,84 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,18 % 51.594,14 Pkt 23:12:38 S&P 500 -1,31 % 7.316,15 Pkt 23:12:40 Nasdaq -1,96 % 24.442,94 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,82 % 61.939,29 Pkt 08:08:20 Gold +1,34 % 4.088,90 USD 08:13:22 Silber -0,99 % 57,29 USD 08:13:14 Brent +2,06 % 92,61 USD 08:11:51 WTI +1,43 % 85,67 USD 08:13:23 Bitcoin +0,02 % 63.915,80 USD 08:23:23 EUR/USD +0,54 % 1,14480 USD 08:23:22 EUR/GBP +0,14 % 0,85810 GBP 08:23:25 EUR/CHF +0,10 % 0,93390 CHF 08:23:24 EUR/JPY +0,36 % 187,239 JPY 08:23:25

Ukraine-Krieg aktuell: Russland startet Luftangriff

Allgemein

Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Explosionen in Kiew und Lwiw – Russland startet großen Luftangriff Von: Christian Stör, Nail Akkoyun, Simon Schröder, Franziska Schwarz Uns auf Google folgen Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Russland greift in der Nacht mit Dutzenden ballistischen Raketen und Drohnen an. Mehrere Städte unter Beschuss. Update, 6:55 Uhr: Die Ukraine ist in der Nacht wieder zur Zielscheibe einer massiven Angriffswelle des russischen Militärs geworden. Städte bis im weit von der Grenze entfernten Westen des Landes seien mit Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern sowie Hunderten Drohnen attackiert worden, berichteten ukrainische Medien am Morgen. Es gebe mindestens acht Tote und mehr als ein Dutzend Verletzte. In der Stadt Krywyj Rih wurde nach einem Bericht des Kyiv Independent das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote gegeben, darunter zwei Kinder im Alter von 5 und 12 Jahren, sowie acht Verletzte. Aus der Hauptstadt Kiew und dem Gebiet Poltawa wurden zwei weitere Todesopfer gemeldet. In Lwiw gebe es fünf Verletzte, hieß es unter Verweis auf Behördenangaben. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Das genaue Ausmaß der Schäden war bei Tagesanbruch noch unklar. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Angriffswelle aus Russland Update, 30. Juli, 5:20 Uhr: Russland hat in der Nacht einen massiven Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen auf die Ukraine gestartet. In Kiew waren nach Reuters-Angaben mehrere Explosionen zu hören. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass Trümmerteile in den Kiewer Stadtteilen Swjatoschinsk und Obolon Brände ausgelöst hätten. Mindestens ein Mensch soll bei den Angriffen getötet worden sein. In Lwiw wurden zwei Hochhäuser getroffen, mindestens vier Personen wurden verletzt. Das benachbarte Polen ließ ⁠als Reaktion Kampfjets aufsteigen, um seinen Luftraum zu ⁠sichern. Die polnischen ‌Streitkräfte sprachen von einer Vorsichtsmaßnahme. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits am Vorabend vor dem Angriff gewarnt. Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj warnt vor neuem russischem Luftschlag Update, 23:23 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat vor einem drohenden „massiven“ russischen Luftangriff in der Nacht auf Donnerstag gewarnt. „Die Russen haben vor einigen Tagen einen massiven Angriff vorbereitet, und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Angriff heute Nacht ausgeführt wird“, schrieb der ukrainische Präsident am Mittwochabend auf X. Er rief die Bevölkerung im ganzen Land auf, auf einen möglichen Luftalarm zu achten. Russland hat in den vergangenen Wochen die Ukraine mehrfach massiv mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen attackiert. Immer wieder war dabei auch die Hauptstadt Kiew Ziel der Angriffe - mit vielen Toten und Verletzten als Folge. Die Ukraine beklagt einen Mangel an Flugabwehrraketen, um insbesondere Russlands ballistische Raketen abfangen zu können. In seiner Warnung rief Selenskyj die westlichen Partner daher erneut dazu auf, der Ukraine zu helfen. Das betreffe speziell die USA und andere Länder, die über die modernen Partriot-Systeme verfügten, sagte Selenskyj. Ukraine-Krieg aktuell: Russische Angriffe auf mehrere Bezirke in Dnipropetrowsk Update, 21:40 Uhr: Bei russischen Angriffen auf drei Bezirke der Oblast Dnipropetrowsk sind am 29. Juli fünf Menschen verletzt worden. Die Angriffe mit Drohnen, Artillerie und einer Fliegerbombe trafen nach Angaben des Leiters der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, fast 50 Mal Ziele in der Region, berichtet die Ukrainska Pravda. Betroffen waren unter anderem der Bezirk Nikopol mit mehreren Gemeinden sowie die Bezirke Krywyj Rih und Pawlohrad. Beschädigt wurden Infrastruktur, ein Unternehmen, ein Geschäft, ein Bürogebäude, Wohnhäuser und ein Agrarbetrieb; dort brach ein Feuer aus. Zwei Verletzte, eine 76-jährige Frau und ein 63-jähriger Mann, wurden in ernstem Zustand ins Krankenhaus gebracht, drei weitere Menschen werden ambulant behandelt. Update, 18:42 Uhr: Der Geschäftsführer eines russischen Drohnenherstellers ist bei einem Schusswaffenangriff verletzt worden. Andrej Tscheresow sei in der Nacht zum Mittwoch auf dem Heimweg von der Arbeit von einem unbekannten Angreifer attackiert worden, berichtete die russische Zeitung Iswestija. Die Staatsanwaltschaft nahm nach dem Vorfall in Tula Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf. Informationen über Tscheresows Zustand wurden nicht veröffentlicht. Nach Angaben des örtlichen Ermittlungskomitees wurde er ins Krankenhaus gebracht. Es liefen Ermittlungen, um die Täter zu identifizieren und die Umstände des Vorfalls aufzuklären, erklärte das Komitee. Das von Tscheresow geleitete und gegründete Unternehmen Russian Air Transport Laboratory ist vor allem für die Entwicklung von Owod-Kampfdrohnen bekannt. Die russische Armee setzt diese Drohnen in ihrem Krieg gegen die Ukraine ein. Ukraine-Krieg aktuell: Oppositionspartei für Duma-Wahl zugelassen Update, 16:51 Uhr: Russlands zentrale Wahlleitung hat die unter der Losung „Für Frieden und Freiheit“ antretende liberale Oppositionspartei Jabloko zur Duma-Wahl im September zugelassen. Die Entscheidung über die Zulassung der Liste mit 269 Kandidaten sei einstimmig gefallen, teilte die Wahlleitung in Moskau mit. Jabloko ist die einzige Partei, die offen gegen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eintritt. Viele ihrer Mitglieder gelten als Opfer politischer Verfolgung und Justizwillkür. Das sei ein wichtiger Moment für Russland, sagte Jabloko-Parteichef Nikolai Rybakow. „Denn zum ersten Mal seit fünf Jahren haben die Bürger die Möglichkeit, friedlich und sicher für die Zukunft, für den Frieden, für die Freiheit und für ein Leben in Russland ohne Angst zu stimmen.“ Er selbst ist allerdings nicht zugelassen. An Listenplatz eins steht Jaroslaw Scherbakow, der erklärte, dass es nun eine Alternative gebe für die Wähler. Zugleich betonte er: „Es gibt keine Illusion, aber Hoffnung.“ Neuer Oberkommandeur der ukrainischen Armee telefoniert mit Chef der NATO-Truppen in Europa Update, 14:37 Uhr: Knapp eine Woche nach seiner Einsetzung hat der neue ukrainische Oberkommandierende, Mychajlo Drapatyj, erstmals mit dem Chef der NATO-Truppen in Europa, Alexus Grynkewich, telefoniert. In dem Gespräch habe er seine Vorstellungen dargelegt, wie ein Sieg der Ukraine über Russland erreicht werden könne und welche Mittel dafür nötig seien, teilte Drapatyj auf sozialen Netzwerken mit. Dabei sei es auch um eine Ausweitung der ukrainischen Angriffe auf das russische Hinterland gegangen. Zudem müsse das Einsickern russischer Truppen in die ukrainischen Verteidigungslinien verhindert werden. Die Ukraine hat seit dem Frühjahr ihre Drohnen- und Raketenangriffe auf russische Ziele sogar Hunderte Kilometer hinter der Frontlinie deutlich ausgeweitet. Dabei profitiert Kiew nach Berichten westlicher Medien von nachrichtendienstlicher Unterstützung westlicher Staaten. Die ukrainischen Angriffe unter anderem auf Raffinerien führten zwischenzeitlich zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung in Russland und den russisch besetzten Gebieten. Zuletzt stiegen auch die zivilen Opfer infolge der Attacken spürbar an. Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj bestätigt Angriffe auf Wildberries Update, 12:28 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die jüngsten Angriffe auf den russischen Logistikonzern Wildberries bestätigt. Auch eine Raffinerie in Perm sei angegriffen worden. Getroffen worden seien Ziele, die Russland für die Verlängerung seines Krieges nutze. Moskau müsse die Kosten seiner Kriegsführung jeden Tag spüren, erklärte er. „Wir müssen den Aggressor schwächen und weiter Druck ausüben, um diesen Krieg zu einem Ende zu bringen“, sagte Selenskyj. Es seien auch Schnellboote der Schwarzmeerflotte auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim getroffen worden, teilte Selenskyj bei Telegram weiter mit. Die russischen Behörden auf der Krim berichteten von zwei getöteten Zivilisten und fünf Verletzten. Ukraine-Krieg aktuell: 30 durch russische Angriffe verletzte Zivilisten in 24 Stunden Update, 11:54 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff ist der Fahrer eines Brotlieferwagens im Zentrum von Cherson ums Leben gekommen – landesweit zählte die Ukraine mindestens 30 Verletzte durch russische Angriffe binnen 24 Stunden. Wie der Kyiv Independent berichtet, schoss Russland in der Nacht insgesamt 80 Drohnen auf die Ukraine ab; die Luftabwehr habe 65 von ihnen abfangen oder neutralisieren können. Unter den Verletzten habe sich auch ein dreijähriges Kind aus der Region Dnipropetrowsk befunden. Ukraine setzt Rjasaner Ölraffinerie erneut in Brand Update, 10:18 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht auf den 29. Juli die Ölraffinerie in Rjasan angegriffen und in Brand gesetzt. Der ukrainische Generalstab bestätigte laut der Ukrajinska Prawda Treffer auf dem Gelände des Werks, das mit einer Jahreskapazität von rund 17 Millionen Tonnen zu den größten Erdölverarbeitungsbetrieben Russlands zählt. Laut dem Generalstab handelte es sich um eine Operation der Spezialkräfte-Einheiten „Deep Strike“ in Zusammenarbeit mit der Widerstandsbewegung „Schwarzer Funke“ auf russischem Territorium. Bereits im Mai 2026 war die Ölraffinerie in Rjasan getroffen worden und hatte den Betrieb für längere Zeit einstellen müssen. Darüber hinaus meldete die ukrainische Armee einen Treffer auf einen Stützpunkt von Putins Schwarzmeerflotte auf der Krim. Ukraine-Krieg aktuell: Generalstab nennt neue Zahlen zu Russlands Verlusten Update, 10:46 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat die russischen Verluste im Ukraine-Krieg auf inzwischen mehr als 1,4 Millionen Soldaten beziffert. Allein am vergangenen Tag sollen 1310 weitere Soldaten ums Leben gekommen oder kampfunfähig geworden sein, teilte er auf Facebook mit. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges am 24. Februar 2022 habe Russland zudem auch Material eingebüßt, unter anderem 12.227 Panzer 25.044 gepanzerte Kampffahrzeuge 439 Flugzeuge 354 Hubschrauber Die eigenen Verluste der ukrainischen Streitkräfte werden aus Gründen der operativen Geheimhaltung weiterhin nicht veröffentlicht. Ukraine-Krieg aktuell: Bei Angriff auf Rjasan wohl auch Rosneft-Raffinerie getroffen Update, 10:11 Uhr: Mit einer neuen Drohnenwelle hat die Ukraine tief im russischen Hinterland zugeschlagen und dabei erneut Infrastruktur des Einzelhandelsriesen Wildberries ins Visier genommen. Ein Sortierzentrum des als „Russlands Amazon“ bekannten Konzerns im Rjasaner Industriepark wurde getroffen – Wildberries evakuierte Mitarbeiter und sperrte das Gelände. Reuters zufolge haben ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien die Benzinproduktion bereits auf etwa 65 Prozent des sommerlichen Durchschnittsbedarfs gesenkt. Seit Mitte Juli hat die Ukraine mehrere Wildberries-Lager in verschiedenen Regionen Russlands attackiert. Auch die Rosneft-Raffinerie Rjasan soll nach Informationen der Kyiv Post in der Nacht gebrannt haben – sie war bereits im Mai nach einem Drohnenangriff zeitweise außer Betrieb. Ukraine attackiert „Russlands Amazon“ Wildberries Update, 9:48 Uhr: Massive Drohnenangriffe erschüttern die russische Stadt Rjasan. Im Zentrum der Attacken: ein riesiges Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries. Auf Telegram kursieren bereits Videos von gewaltigen Flammen und meterhohen Rauchwolken über den Hallen, deren Echtheit aktuell geprüft wird. Nach offiziellen Angaben sollen 45 ukrainische Drohnen abgewehrt worden sein. Der Angriff ist Teil einer übergeordneten Taktik. Seit Anfang Juli nimmt die Ukraine gezielt die gigantischen, weithin sichtbaren Versandlager in ganz Russland ins Visier. Die Strategie zielt nicht nur auf Milliardenschäden ab, sondern soll gezielt Unruhe in der städtischen russischen Mittelschicht schüren, die stark vom Online-Handel abhängig ist.

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