Ukraine-Krieg aktuell: Russland weist Leipzig-Vorwürfe zurück
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Ukraine-Krieg aktuell: Russland weist Leipzig-Vorwürfe zurück – und zeigt mit dem Finger auf Kiew
Von: Franziska Schwarz, Christian Stör, Nail Akkoyun, Felix Busjaeger
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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im News-Ticker: Russland greift in der Nacht mit Raketen und Drohnen an. Deutschland macht Moskau für den Drohnenvorfall in Leipzig verantwortlich.
Russland führt seit mehr als viereinhalb Jahren seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew wehrt sich dagegen mit westlicher Hilfe. Verfolgen Sie alle Entwicklungen zum Ukraine-Krieg in unserem Live-Ticker:
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Russische Drohnen haben im aktuellen Ukraine-Krieg am Montagmorgen erneut die ukrainische Hauptstadt angegriffen. Im Kiewer Stadtbezirk Desnjanskyi brach nach dem UAV-Angriff ein Feuer in einem Lagerkomplex aus, wie die Kiewer Stadtmilitärverwaltung mitteilte. Lokalen Telegram-Kanälen zufolge gehören die betroffenen Lagerräume zur Supermarktkette ATB. Kurz vor dem Angriff war in Kiew Luftalarm wegen drohender Drohnen ausgelöst worden. Einsatzkräfte rückten nach Bekanntwerden des Feuers zum Einsatzort aus.
Der aktuelle Angriff auf Kiew reiht sich in eine Serie russischer Attacken im Ukraine-Krieg ein, die sich in den vergangenen Tagen intensiviert haben. Allein in der Oblast Saporischschja verzeichneten die Behörden innerhalb von 24 Stunden 923 russische Angriffe auf 51 Ortschaften. Russische Streitkräfte setzten dabei 659 Drohnen verschiedener Typen ein, überwiegend FPV-Drohnen, sowie 240 Artilleriegeschosse und vier Mehrfachraketenwerfer-Angriffe. 43 Schadensberichte zu Wohngebäuden, Fahrzeugen und Infrastruktur gingen bei den Behörden ein.
Ukraine-Krieg aktuell: Kein Ende des Konflikts in Sicht – Putins Sprecher wird deutlich
Parallel zu den aktuellen Angriffen im Ukraine-Krieg blockiert der Kreml jegliche diplomatischen Fortschritte. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte am Montag laut Kyiv Post, Putin sehe „absolut keinen Sinn“ in einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj – es sei denn, es diene lediglich der formellen Unterzeichnung bereits ausgehandelter Vereinbarungen. „Eine solche Begegnung ist nur möglich, um Vereinbarungen zu fixieren“, sagte Peskow und bezeichnete eine Einigung als „sehr komplexen Prozess“ mit zahlreichen Details. Die Äußerungen folgten auf Berichte, wonach CIA-Direktor John Ratcliffe am 25. August heimlich Moskau besucht und einen trilateralen Gipfel vorgeschlagen hatte.
Finnlands Präsident Alexander Stubb warnte unterdessen davor, wirtschaftlichen Druck allein als Kriegsbeendigungsstrategie zu überschätzen. „Man sollte niemals die Fähigkeit der Russen unterschätzen, wirtschaftlich schwierige Zeiten durchzustehen“, sagte Stubb gegenüber Bild. „Der Druck ist da, aber man muss verstehen, dass ein Land, das sich im Krieg befindet, viel mehr aushalten kann als ein Land, das sich nicht im Krieg befindet.“ Stubb sprach sich zudem dafür aus, dass Europa den Dialog mit Russland wieder aufnehmen müsse – um Illusionen auf russischer Seite über europäische Absichten zu verhindern.
Aktuelle Verluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert 1600 Soldaten an einem Tag
Seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 hat Russland nach Angaben des ukrainischen Generalstabs im aktuellen Ukraine-Krieg rund 1.488.200 Soldaten verloren. Allein am vergangenen Tag wurden 1600 Soldaten getötet oder verwundet. Hinzu kommen der Verlust von 12.316 Panzern, 25.255 gepanzerten Kampffahrzeugen sowie 48.883 Artilleriesystemen.
Noch konkreter fallen die verifizierten Todeszahlen aus: Das unabhängige russische Medienportal Mediazona hat in Zusammenarbeit mit dem BBC Russian Service die Identitäten von 242.747 getöteten russischen Soldaten im Ukraine-Krieg bestätigt. Dies ist ein Anstieg um 3393 Namen seit Mitte August. Die Journalisten betonen, dass die tatsächliche Zahl der Gefallenen deutlich höher liegen dürfte, da ihre verifizierten Daten ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Nachrufen, Berichten von Angehörigen und lokalen Behörden stammen. Unter den bestätigten Toten befinden sich über 88.600 Freiwillige, 26.600 rekrutierte Strafgefangene sowie 7596 Offiziere.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift seit 24. Februar 2022 an
Russlands Präsident Wladimir Putin eskalierte den seit 2014 schwälenden Konflikt in der Ukraine am 24. Februar 2022 zum aktuellen Ukraine-Krieg. Unter dem Vorwand einer „militärischen Spezialoperation“ befahl der Kreml-Chef den völkerrechtswidrigen Großangriff auf das Nachbarland. Russische Truppen stießen zeitgleich aus dem Norden, Osten und Süden vor und verfolgten das Ziel, die Hauptstadt Kiew in einem raschen Vorstoß einzunehmen. Doch der unerwartet erbitterte ukrainische Widerstand zwang die Invasoren bereits nach wenigen Wochen zum Rückzug aus den nördlichen Regionen und leitete einen zähen, verlustreichen Abnutzungskrieg ein.
Seit nun insgesamt viereinhalb Jahren wehrt sich Kiew im Ukraine-Krieg gegen den russischen Aggressor. Präsident Wladimir Selenskyj kann dabei auf die Unterstützung des Westens bauen. Unter anderem lieferte die sogenannte Koalition der Willigen Waffen und andere Hilfen. Im Sommer 2026 steht der ukrainische Präsident allerdings vor neuen Problemen: Russland greift im Ukraine-Krieg immer häufiger mit ballistischen Raketen an und die Munition der ukrainischen Luftverteidigung ist zunehmend erschöpft. Selenskyj wirbt deshalb seit Wochen bei den westlichen Partnern um zusätzliche Unterstützung. (fbu mit Agenturen)