Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj berichtet von Patriot-Versprechen - „Trump hat zugesagt“
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj berichtet von Patriot-Versprechen – „Trump hat zugesagt“ Von: Franziska Schwarz, Nail Akkoyun, Felix Busjaeger Uns auf Google folgen Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Putins Truppen machen Fortschritte in Kupjansk. Selenskyj und Trump beraten im Weißen Haus. Dieser Ticker ist beendet. Weitere News zum Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker. Update, 7:14 Uhr: Mit 86 zu zwölf Stimmen hat der US-Senat den Weg für verschärfte Sanktionen gegen Russlands Energiewirtschaft geebnet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verfolgte die Abstimmung persönlich im Kapitol. Das Paket, das auf Wunsch Trumps auch Sanktionen gegen den Iran enthält, sieht laut Reuters empfindliche Strafzölle auf Importe jener Länder vor, die weiterhin russisches Öl und Gas in großem Umfang beziehen. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss es jedoch noch weitere Abstimmungen im Senat sowie die Zustimmung des Repräsentantenhauses passieren, das erst im September wieder zusammentritt. Obwohl die Demokraten die Sanktionen grundsätzlich unterstützen, gibt es Reuters zufolge Bedenken wegen dieser neuen Zoll-Befugnisse für Trump. Einige befürchten höhere Importkosten und kritisieren die Vorlage als „massive Hintertür-Autorität“ für Zölle, die auch europäische Verbündete treffen könnten. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Selenskyj berichtet von Patriot-Versprechen Update, 29. Juli, 6:23 Uhr: Donald Trump hat der Ukraine laut Wolodymyr Selenskyj Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen zugesagt. Die Zusage erfolgte beim Treffen der beiden Präsidenten im Weißen Haus, das nach rund einer Stunde endete. „Er hat zugesagt, uns die Lizenzen zu erteilen“, sagte der ukrainische Präsident im Interview mit Fox-News-Moderator Sean Hannity. Kiew erhofft sich dadurch eine schnellere Eigenproduktion der dringend benötigten Abwehrraketen. Das Weiße Haus hat sich zu Trumps Zusage bislang nicht geäußert. Patriot-Systeme gelten als einziges wirksames Mittel der Ukraine gegen russische ballistische Raketen – deren Bestände waren zuletzt auch durch den US-Krieg gegen den Iran weiter geschrumpft. Update, 21:45 Uhr: Nach einem ukrainischen Angriff auf einen iranischen Frachter im Kaspischen Meer will Kiew nach den Worten von Außenminister Andrij Sybiha eine „unnötige Eskalation“ mit Teheran vermeiden. Dies habe er am Dienstag in einem „ehrlichen“ Telefongespräch mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi klargemacht, erklärt Sybiha im Onlinedienst X. „Diplomatie bedeutet direkte Gespräche, auch wenn es schwierig ist“, fügte er hinzu. Die ukrainische Armee hatte in der vergangenen Woche Schiffe im Kaspischen Meer angegriffen, die nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj „für den Transport militärischer Fracht mit Beteiligung des Iran genutzt wurden“. Nach iranischen Angaben „explodierte“ ein Schiff, ein Besatzungsmitglied wurde Teheran zufolge getötet. Der Iran drohte mit „nicht vorhersehbaren“ Folgen für die Ukraine. Russland lockert Kraftstoff-Beschränkungen nach Angriffen Update, 20:20 Uhr: Knapp zwei Monate nach dem Beginn von Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland infolge ukrainischer Angriffe sind in mehreren Regionen die Beschränkungen wieder aufgehoben oder gelockert worden. Am Montag und Dienstag wurden die Maßnahmen in mindestens sieben Regionen aufgehoben oder gelockert, wie aus Angaben der Behörden und Medienberichten hervorging. Darunter waren die Hauptstadt Moskau, die zweitgrößte Metropole St. Petersburg sowie stark betroffene Regionen im Süden. Der für Energie zuständige russische Vizeregierungschef Alexander Nowak hatte bereits am Samstag angegeben, dass sich die Lage „schrittweise“ stabilisiere. Mehrere Raffinerien hätten nach ukrainischen Angriffen ihre „Tätigkeit wieder aufgenommen“. Die Lage bei der Kraftstoffversorgung habe sich auch für Landwirte „deutlich verbessert“. Die Ukraine greift immer wieder Raffinerien und Öllager in Russland mit Drohnen an. Nach Darstellung Kiews erfolgen die Angriffe als Vergeltung für russische Angriffe auf Ziele in der Ukraine. Ukraine-Krieg: Russland macht Fortschritte in der Region Kupjansk Update, 18:19 Uhr: Russische Truppen sind nahe dem Grenzdorf Artilne im Bezirk Kupjansk in der Region Charkiw vorgerückt. Die ukrainische Analysegruppe DeepState habe ihre Karte entsprechend aktualisiert und weise dort rund fünf Quadratkilometer unter russischer Kontrolle aus, berichtet Ukrainska Pravda. Ein Sprecher der ukrainischen Vereinigten Kräfte, Wiktor Trehubow, bestätigte demnach einen russischen Versuch, in die Grenzzone in Richtung Iwaschtschyne einzudringen. Bereits am 23. Juli hatte der ukrainische Grenzschutz von verstärktem russischem Druck im Norden der Region Charkiw berichtet. Update, 16:51 Uhr: Das Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus hat begonnen. Es sei um 9.47 Uhr Ortszeit (15.47 Uhr MESZ) losgegangen, teilte das Weiße Haus mit. Bei dem Gespräch soll es laut Selenskyj vor allem um weitere US-amerikanische Unterstützung für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gehen. Auch eine Stärkung der Flugabwehr habe Priorität, sagte er im Vorfeld. Die USA sehen sich in dem Krieg als Vermittler – ihre Bemühungen für ein Kriegsende sind zuletzt aber auch infolge des eigenen Kriegs gegen den Iran in den Hintergrund geraten. Ukraine könnte Russland mit eigenen ballistischen Raketen angreifen Update, 15:09 Uhr: Die Ukraine könnte nach Angaben eines Rüstungsentwicklers bereits im Herbst erstmals mit selbst entwickelten ballistischen Raketen Ziele in Moskau angreifen. Das erklärte Denys Shtilerman, Eigentümer und Chefkonstrukteur des Rüstungsunternehmens Fire Point, in einem Interview mit dem Journalisten Dmitry Gordon. Demnach befinde sich das neue Raketensystem in der letzten Testphase. Shtilerman zufolge hängt der Einsatz von den abschließenden Triebwerkstests ab. Nach deren Abschluss könnten die Raketen gegen Ziele innerhalb Russlands eingesetzt werden. Über konkrete Angriffsziele entscheide das Militär; er gehe jedoch davon aus, dass zunächst „bedeutende Ziele“ ausgewählt würden. Update, 12:29 Uhr: Wegen drohender Drohnenaktivitäten hat Finnland Teile seines Luftraums sowie den Seeverkehr an seiner Südküste nahe der Grenze zu Russland gesperrt. Ein Militärsprecher erklärte laut Reuters, die Einschränkungen sollten sichere Gegenmaßnahmen gewährleisten und Unbeteiligte schützen – zur Herkunft der Informationen über mögliche Drohnenaktivitäten äußerte er sich nicht. Wiederholt sind ukrainische Militärdrohnen mit dem Ziel Russland zuletzt in den Luftraum von NATO-Staaten eingedrungen, darunter Finnland, Estland, Lettland und Litauen. Während Kiew und seine Verbündeten russische Störsender für die Kursabweichungen verantwortlich machen, wirft die Regierung in Moskau der Ukraine vor, die Drohnen absichtlich über fremde Grenzen zu lenken. Ukraine-Krieg aktuell: Neue Zahlen zu Russlands Verlusten Update, 10:51 Uhr: Mehr als vier Jahre nach Kriegsbeginn hat Russland laut ukrainischem Generalstab über 1,4 Millionen Soldaten im Ukraine-Krieg verloren. Allein am vergangenen Tag wurden 1560 weitere Verluste für Russland gemeldet. Berichte unabhängiger westlicher Denkfabriken bestätigen übereinstimmend, dass die russischen Verluste die der Ukraine deutlich übersteigen; das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt das Verhältnis auf „etwa 2,5:1 oder 2:1“. Ukraine-Krieg aktuell: Angriffswelle auf Moskau kurz vor Selenskyj-Trump-Treffen Update, 10:02 Uhr: Die russische Hauptstadt Moskau ist nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin in der Nacht mit mehr als 390 Drohnen angegriffen worden. Die Drohnen seien größtenteils von der Luftabwehr „lange vor Erreichen der Stadt neutralisiert“ worden, erklärte Sobjanin auf Telegram. 81 „feindliche“ Drohnen seien zerstört worden, als sie sich Moskau näherten, fügte er hinzu. Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, meldete ebenfalls Drohnenangriffe. Dabei seien Wohnhäuser in der Stadt Tschechow und dem Dorf Waulowo vor den Toren Moskaus beschädigt worden. Später erklärte das russische Verteidigungsministerium jedoch, dass insgesamt 356 ukrainische Drohnen über mehr als einem Dutzend Regionen abgeschossen worden seien, darunter in der Nähe Moskaus. Weder das Verteidigungsministerium noch Sobjanin machten weitere Angaben zu der Abweichung. Die Angriffe auf Moskau erfolgten wenige Stunden vor einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington. Dort empfängt US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Staatschef im Weißen Haus. Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen auf die Region Moskau, Stromausfälle auf der Krim Update, 8:21 Uhr: Ukrainische Drohnen haben in der Nacht auf heute (28. Juli) ein Stahlwerk in der Moskauer Oblast getroffen. Zudem wurde auf der besetzten Krim ein weitreichender Stromausfall verursacht. Laut Kyiv Independent wurde die Fabrik Hydrostalkonstruktsija im Ort Tschechow angegriffen, während die russische Luftabwehr im Einsatz war. Moskaus Gebietsgouverneur Andrej Worobjow bestätigte den Angriff auf Tschechow und meldete zudem, dass ein Wohnhaus getroffen worden sei. Zeitgleich traf ein ukrainischer Drohnenangriff auf ein Elektrizitätsumspannwerk in der besetzten Stadt Feodossija auf der Krim – weite Teile der Stadt lagen danach ohne Strom, wie der pro-ukrainische Telegram-Kanal „Crimean Wind“ berichtete. Aktueller ISW-Lagebericht: Front im Ukraine-Krieg eingefroren Update, 7:30 Uhr: An der Frontlinie im Ukraine-Krieg hat es am 27. Juli (Sonntag) keine Verschiebung gegeben – weder auf russischer noch auf ukrainischer Seite. Das geht aus der jüngsten Lagebeurteilung des Instituts für Kriegsstudien (ISW) hervor. Parallel dazu versucht Kremlchef Wladimir Putin laut ISW, die russische Gesellschaft weiter zu militarisieren und die Verantwortung für den Krieg gegen die Ukraine auf die Abgeordneten der Staatsduma und die Bevölkerung abzuwälzen. Update, 7:01 Uhr: Wolodymyr Selenskyj kommt heute (28. Juli) nach Washington – ein Treffen mit Donald Trump und allen Senatoren ist wohl geplant. Wenige Stunden nach seiner Ankunft in der US-Hauptstadt empfangen sämtliche 100 Mitglieder des US-Senats den ukrainischen Staatschef zu einem Gespräch im Kapitol, berichtet The Hill. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft dürfte laut dem Bericht ein Gesetzentwurf stehen, der deutlich härtere Sanktionen gegen Russland und dessen Handelspartner vorsieht. Für Selenskyj ist es nicht das erste Treffen dieser Art: Bereits im Februar kamen zahlreiche Senatoren beider Parteien in München mit ihm zusammen. Neben dem Senatstermin steht für ihn heute auch ein Treffen mit US-Präsident Trump auf dem Programm. Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Nachtangriff auf Moskau – Flughäfen lahmgelegt Update, 28. Juli, 5:17 Uhr: In Moskau haben die Behörden in der Nacht einen massiven Drohnenangriff gemeldet. Die Flughäfen Moskaus – Vnukovo, Domodedowo und Schukowski – wurden daraufhin vorübergehend gesperrt. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin meldete nach und nach insgesamt 81 angeblich abgeschossene Drohnen, die Kurs auf die russische Hauptstadt genommen haben sollen. In sozialen Netzwerken kursierten Bilder von überfliegenden Drohnen sowie Rauchentwicklungen in der Region Moskau, wie die Ukrajinska Prawda berichtet. Update, 22:35 Uhr: Bei russischen Angriffen auf die Oblast Donezk sind Zivilpersonen getötet und 18 weitere verletzt worden, darunter ein elf Monate altes Kind. Getötet wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Oblast Donezk unter anderem zwei Männer im Alter von 38 und 55 Jahren sowie eine 47-jährige Frau in Spasko-Mychajliwka und Druschkiwka, wie die Ukrainska Pravda berichtet. In Kramatorsk wurden demnach sechs Menschen verletzt, weitere Opfer gab es in Slowjansk, Rajhorodok, Druschkiwka und Bylbasiwka. Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen ein. Laut Staatsanwaltschaft setzte Russland unter anderem eine FAB-250-Gleitbombe, eine FPV-Drohne sowie Drohnen der Typen Molnija-1 und Geran-2 ein; beschädigt wurden Wohnhäuser, Mehrfamilienhäuser und Fahrzeuge. Ukraine-Krieg aktuell: Caritas-Mitarbeiterin getötet Update, 19:49 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Charkiw ist am Wochenende eine Mitarbeiterin des katholischen Hilfswerks Caritas getötet worden. Die Hilfsorganisation sei „tief erschüttert über den Tod unserer Kollegin der Caritas Ukraine“, erklärte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller. Ihr zehnjähriger Sohn sei verletzt worden, er habe aber „diese Tragödie überlebt“. Bei dem Raketeneinschlag am Sonntag sei ihr Haus vollständig zerstört worden. Die Frau war der Caritas zufolge als Sozialarbeiterin in einem Team für medizinische Hilfen tätig. Demnach musste sie 2022 nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aus ihrer Heimatstadt Wowtschansk fliehen und baute sich in Charkiw ein neues Leben auf. „Dieser unerbittlich geführte Krieg macht vor niemandem Halt“, erklärte Müller. Auch die Mitarbeitenden der Caritas seien diesen Gefährdungen „täglich ausgesetzt“. Ukraine-Krieg aktuell: Russischer Drohnenangriff auf Eisenbahn-Arbeiter Update, 18:13 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Reparaturtrupp der ukrainischen Eisenbahn Ukrzaliznytsia im Gebiet Donezk ist ein Mitarbeiter getötet worden. Zwei weitere Bahnarbeiter wurden durch Schrapnell verletzt, berichtet die Ukrainska Pravda unter Berufung auf Oleksandr Pertsovskyi, den Vorstandsvorsitzenden von Ukrzaliznytsia. Der Trupp war demnach im Einsatz, um eine zuvor durch russische Angriffe beschädigte Infrastrukturanlage zu reparieren. Update, 17:10 Uhr: Rumänien hat einen Mitarbeiter der russischen Botschaft in Bukarest ausgewiesen und damit auf das Eindringen mehrerer Drohnen in seinen Luftraum reagiert. Der zur „unerwünschten“ Person erklärte Mitarbeiter müsse das Land innerhalb von fünf Tagen verlassen, teilte das rumänische Außenministerium mit. Der russische Botschafter Wladimir Lipajew sei über die Entscheidung informiert worden. Die rumänische Armee hatte zuletzt an drei Tagen in Folge Drohnen im Luftraum über dem NATO-Land abgeschossen. Am Montag wurde eine weitere Drohne gesichtet. Bei einer am Freitag abgeschossenen Drohne handelte es sich nach Angaben von Präsident Nicusor Dan um ein Modell des vom Iran entwickelten Typs „Schahed“, das von Russland im Ukraine-Krieg eingesetzt wird. Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj trifft neuen britischen Premier Andy Burnham Update, 15:49 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham in Großbritannien eingetroffen. Nach seiner Landung erklärte Selenskyj am Montag, die Ukraine und Großbritannien hätten die „stärksten Beziehungen in der Geschichte der Zusammenarbeit“ zwischen beiden Ländern aufgebaut. Burnham wollte Selenskyj als ersten ausländischen Staatschef seit seinem Amtsantritt empfangen. Der ukrainische Präsident reist dann zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington weiter. „Großbritannien steht Schulter an Schulter mit der Ukraine, und unsere Unterstützung bleibt unerschütterlich“, erklärte Burnham anlässlich des Selenskyj-Besuchs. Russland dürfe am britischen Durchhaltewillen nicht zweifeln: London werde nicht nachlassen, bis ein „dauerhafter und gerechter Frieden für die Ukraine“ erreicht sei. Burnham hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt am Montag vergangener Woche mit Selenskyj telefoniert. Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Drohnentruppen attackieren russische Tanker im Schwarzen Meer Update, 14:53 Uhr: Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben mit dem Beschuss russischer Tanker im Schwarzen Meer begonnen. „Die ersten 20 Tanker im Schwarzen Meer wurden in der Nacht zum 15. Juli erledigt“, schrieb der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf seinem Telegram-Kanal. Die Drohnen hätten 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schleppschiff getroffen. Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu prüfen. Zuvor berichteten die Ukrainer, im Asowschen Meer aktiv gewesen zu sein. Nach Angaben Browdis wurden im Asowschen Meer insgesamt 116 Schiffe attackiert. Damit sei „die erste Runde des Seekriegs beendet“. Ukraine-Krieg aktuell: 80 Tankstellen in Charkiw zerstört Update, 13:27 Uhr: Russische Streitkräfte haben in der Oblast Charkiw mehr als 80 Tankstellen zerstört – auf der Strecke zwischen Charkiw und Poltawa gibt es nun keine einzige Tankstelle mehr. Das berichtete der Regionalabgeordnete der Oblast Charkiw, Oleksandr Skoryk, gegenüber Slawa.TV. Laut Skoryk verschärfe sich die Lage bei den Tankstellen in der Region täglich, am stärksten betroffen sei die Fernstraße Charkiw–Kiew, insbesondere der Abschnitt zwischen Charkiw und Poltawa. „Stand heute sind alle Tankstellen auf der Fernstraße Charkiw–Kiew – konkret auf dem Abschnitt von Charkiw nach Poltawa – vollständig zerstört: in Walky, Tschutowe und weiter in Richtung Poltawa“, sagte Skoryk. Die letzte noch funktionierende Tankstelle in Walky sei am 26. Juli von russischen Streitkräften zerstört worden. Insgesamt hat Russland in der Ukraine mehr als 200 Tankstellen zerstört, davon über 80 in Charkiw und der gleichnamigen Oblast. Update, 11:36 Uhr: Das iranische Außenministerium hat am Montag mit „unvorhergesehenen“ Konsequenzen nach dem ukrainischen Angriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer am Wochenende gedroht. Ministeriumssprecher Esmaeil Baqaei bezeichnete das Vorgehen der Ukraine bei einer wöchentlichen Pressekonferenz als „absolut illegalen und ungerechtfertigten Akt, der gegen die Charta der Vereinten Nationen verstößt, sowie ein gefährlicher Akt des Abenteuers, der von uns sicherlich nicht unbeantwortet bleiben wird“. Die Folgen des ukrainischen Vorgehens „werden sicherlich unvorhergesehen sein“, fügte er hinzu. Ukraine-Krieg aktuell: Neue Sanktionen gegen Russland stehen im Raum Update, 10:46 Uhr: Die EU-Kommission denkt offenbar über ein neues Verfahren zur Verhängung von Russland-Sanktionen nach. Auslöser ist der Widerstand Griechenlands, der die Verabschiedung des jüngsten Sanktionspakets der Europäischen Union verzögert hatte. Das berichtet die Financial Times. Wie es demnach heißt, suchten EU-Beamte nach Wegen, die Verabschiedung gezielter Finanzsanktionen künftig schneller durchzusetzen. Athen fordert seit Wochen eine Ausnahmeregelung für Schiffe der Reederei Dynagas, damit diese weiterhin russisches Flüssigerdgas (LNG) transportieren dürfen. Diese Forderung hatte Griechenland offenbar zur Bedingung für seine Zustimmung zu einem umfassenderen, inhaltlich davon unabhängigen Sanktionspaket gegen Russland gemacht. Drei mit den Gesprächen vertraute Beamte erklärten, in Brüssel werde derzeit diskutiert, wie sich diese Blockadetaktik künftig eindämmen lasse. Sie werde von Mitgliedstaaten zunehmend genutzt, um Unternehmen zu schützen, die weiterhin Geschäfte mit Russland betreiben. Erstmeldung: Die Ukraine hat in der Nacht zum Montag erneut tief in russisches Territorium geschlagen und dabei strategische Ziele weit hinter der Frontlinie angegriffen. Im Mittelpunkt der jüngsten Angriffe im Ukraine-Krieg stand der Rostower Seehandelshafen, einer der wichtigsten russischen Umschlagplätze für Güter im Asow-Schwarzen-Meer-Becken. Videoanalysen von Astra zeigten Rauch, der nach dem Angriff über dem vierten Frachtterminal des Hafens aufstieg. Gouverneur Juri Sljussar bestätigte, dass eine Drohne in ein Hochhaus in Hafennähe einschlug. Besonders weitreichend war ein ukrainischer Drohnenangriff auf die russische Teilrepublik Udmurtien, rund 1350 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Nach OSINT-Analysen von Astra zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg richtete sich der Angriff gegen das Objekt „Prioritet“ der staatlichen Reservebehörde Rosreserv. Die streng gesicherte Anlage nahe der Siedlung Borok im Kambarsky-Distrikt dient als strategisches Staatslager für Treibstoff, Erdölprodukte und Schmierstoffe für Kriegs- oder Notfallsituationen. Udmurtiens Gouverneur bezeichnete den Angriff als den „massivsten Drohnenangriff der letzten Zeit“ auf die Republik. Das russische Blatt Kommersant berichtete, dass Mitarbeiter eines nahegelegenen Wildberries-Lagers in Sarapul evakuiert wurden, das Lager selbst jedoch nicht beschädigt worden sei. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew nimmt Russlands Hinterland ins Visier Auch die grenznahe russische Großstadt Belgorod wurde in der Nacht von ukrainischen Drohnen getroffen. Zwölf Menschen, darunter zwei Kinder, wurden verletzt. Mehrere Wohngebäude, mehr als 15 Fahrzeuge und ein Privathaus wurden bei dem aktuellen Angriff im Ukraine-Krieg beschädigt. Lokalen Berichten zufolge verursachte der Angriff zudem einen Stromausfall im Stadtzentrum, der die Straßenbeleuchtung und die Wasserversorgung unterbrach. Auf ukrainischer Seite meldete der ukrainische Geheimdienst (DIU) einen gezielten Treffer auf ein russisches Luftabwehrsystem in der besetzten Krim. Operatoren der Abteilung für unbemannte Systeme des DIU zerstörten demnach einen Abschussbehälter sowie eine 96L6-Radarstation des Typs S-400 Triumf in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli. In derselben Nacht setzte die russische Armee im aktuellen Ukraine-Krieg ihre Angriffe auf ukrainisches Territorium fort. Russische Streitkräfte griffen mehrere Regionen mit gelenkten Luftbomben und Drohnen an. Den tödlichsten Einschlag verzeichnete die Stadt Saporischschja: Eine russische Lenkbombe zerstörte ein Privathaus und tötete einen 67-jährigen Mann. Ein 22-Jähriger wurde nach mehreren Stunden lebend aus den Trümmern geborgen und hospitalisiert. Eine weitere russische Drohne traf eine Wohnung in einem Wohnhochhaus und verletzte zwei Personen. Ukraine-Krieg aktuell: Zahlreiche Angriffe gemeldet In der Region Sumy wurden bei mindestens sieben Lenkbombenabwürfen fünf Zivilisten verletzt. In Dnipro entfachte ein Drohnenangriff einen Brand an einem Privatwohnhaus und die ukrainische Luftwaffe meldete, 15 russische Drohnen über der Region Dnipropetrowsk abgefangen zu haben. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griff Russland in der Nacht insgesamt mit 147 Kampfdrohnen an, von denen 123 abgeschossen wurden. Wie aus Angaben von Ukrenergo, dem staatlichen ukrainischen Stromübertragungsnetzbetreiber, hervorgeht, gelang es der russischen Armee, durch die jüngsten Angriffe im Ukraine-Krieg insgesamt in vier Oblasten Stromausfälle auszulösen. „Notfallreparaturen sind bereits im Gange, wo immer es die Sicherheitslage zulässt. Die Mitarbeiter der Energieversorger tun alles, um die vom Feind beschädigten Anlagen so schnell wie möglich wiederherzustellen“, hieß es in einer Erklärung. Ukraine-Krieg aktuell: Neue Zahlen zu Russlands Verlusten Laut dem ukrainischen Generalstab steigen Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter. Im Verlauf des vergangenen Tages hat Wladimir Putins Armee 1590 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Damit belaufen sich die russischen Gesamtverluste seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 auf geschätzte 1.440.580 Militärangehörige. Hinzu kommen nach ukrainischen Angaben 12.225 zerstörte Panzer (+8), 25.032 gepanzerte Kampffahrzeuge (+13), 46.831 Artilleriesysteme (+37) sowie 1.519 Luftabwehrsysteme (+1). Die Zahlen stammen vom ukrainischen Generalstab und sind nicht unabhängig überprüfbar. (red mit Agenturen)