Kiew widerspricht Trump-Äußerungen zu Starlink-Drosselung
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Ukraine-Krieg aktuell: Trump verkündet Aufhebung der Starlink-Drosselung – Kiew widerspricht
Von: Christian Stör, Paula Völkner, Felix Busjaeger
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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im News-Ticker: Ukraine und Russland tauschen Kriegsgefangene aus. Drohnenalarm an drei Moskauer Flughäfen.
Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiter angespannt. Während Wladimir Putin die Angriffe fortsetzen lässt, zeichnet sich ab, dass es zeitnah zu neuen Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs kommen könnte. Lesen Sie alle wichtigen Entwicklungen in unserem News-Ticker:
Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift weiter an
Mit Iskander-M-, S-400-, Zircon- und Oniks-Raketen sowie 210 Drohnen hat Russland die Ukraine in der Nacht zum 22. Oktober angegriffen. Der Beschuss begann am 21. Oktober um 18 Uhr, die Raketen flogen aus den Gebieten Kursk, Brjansk und Rostow ab. Hauptziel war Kiew: Dort starb ein Mensch, 22 wurden verletzt, darunter vier Kinder. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, ihre Abwehr habe 181 Drohnen zerstört oder gestört, zehn seien um 9 Uhr noch in der Luft gewesen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Der aktuelle Angriff im Ukraine-Krieg blieb nicht auf die Hauptstadt beschränkt. In den Regionen Winnyzja und Poltawa trafen russische Schläge Energieanlagen, in Krementschuk ein Fernseh- und Radiounternehmen. Tschernihiw beschoss die russische Seite binnen kurzer Zeit zweimal mit Banderol-Drohnenraketen, ein Mensch starb, ein weiterer wurde verletzt. In Charkiw beschädigten Angriffe Wohnhäuser und einen Lkw-Park, eine Person kam zu Schaden. In Saporischschja und Umgebung starben drei Menschen, drei weitere wurden verletzt.
Russlands Verluste im aktuellen Ukraine-Krieg: Putin verliert 2250 Soldaten an einem Tag
Derweil steigen Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter: Nach Angaben des Generalstabs in Kiew seien am 21. Oktober etwa 2250 russische Soldaten getötet oder verwundet worden, so viele wie an keinem Tag seit Kriegsbeginn. Den bisherigen Rekord von 2200 datierte der Generalstab auf den 19. Dezember 2024; drei der fünf höchsten Tageswerte fielen in den September und Oktober 2026. Auch monatlich steige der Wert: von 26.090 im Februar auf 46.230 im September. Im Oktober seien es nach weniger als drei Wochen fast 37.000. „Die Verluste des Feindes wachsen von Monat zu Monat“, heißt es in der Mitteilung.
Die aktuelle Lage an der Front im Ukraine-Krieg ist weiterhin von zahlreichen Gefechten geprägt. Binnen 24 Stunden kam es laut ukrainischen Angaben zu 269 Gefechten. Die Nachrichtenagentur dpa schreibt, die ukrainische Armee habe den russischen Vormarsch im Sommer gestoppt und stellenweise zurückgedrängt. Kremlchef Wladimir Putin behaupte dagegen, seine Truppen rückten ständig vor.
Angespannte Lage im aktuellen Ukraine-Krieg
In dieser angespannten Lage im aktuellen Ukraine-Krieg äußerte sich Präsident Wolodymyr Selenskyj zum weiteren Verlauf der Kämpfe. Gefragt, ob er ein Abkommen akzeptieren würde, das den Status quo festschreibt und der Ukraine 75 Prozent oder mehr ihres Landes lässt, sagte er dem US-Sender Fox News: „Ja, wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren.“ Eingefrorene Linien und eine Waffenruhe seien das „absolute Minimum“, das Kiew von Russland fordere. Danach wolle er sich an US-Präsident Donald Trump und die Europäer wenden und Sicherheitsgarantien verlangen. Konkreter wurde er nicht; laut dpa könnte es sich dabei um Schutzversprechen nach dem Vorbild von Artikel 5 des NATO-Vertrags handeln.
Neu ist die Position nicht. Die Ukraine hat mehrfach vorgeschlagen, die Kämpfe entlang der aktuellen Front einzustellen. Russland lehnt das ab. Am Mittwoch brachte der US-Unterhändler Steve Witkoff Putin in St. Petersburg neue Vorschläge zur Beendigung des Krieges, das Treffen dauerte knapp drei Stunden. In Washington unterzeichneten US-Kongressabgeordnete einen Brief, der fordert, der Ukraine den Starlink-Zugang für Angriffe auf Russland zurückzugeben. Russland zeigt sich offen für weitere dreiseitige Gespräche mit den USA und der Ukraine im November; Witkoff kündigte Treffen auf technischer Ebene an. (red mit Agenturen)