Ukraine-Krieg aktuell: Ukrainer noch immer nicht kriegsmüde - Wildberries weiter unter Beschuss
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Ukrainer noch immer nicht kriegsmüde – Wildberries weiter unter Beschuss Von: Christian Stör, Nail Akkoyun, Ines Alberti, Franziska Schwarz, Simon Schröder, Felix Busjaeger Uns auf Google folgen Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Neuer Angriff auf Wildberries. Fedorow fordert gezielte Attacken auf russische Abschussteams. Update, 17.38 Uhr: 33 Prozent der Menschen in der Ukraine wären offenbar einverstanden, Gebiete in der Ostukraine an Putin abzutreten. Das ergab eine Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie, wie der Kyiv Independent berichtet. Die Mehrheit ist anderer Meinung: 60 Prozent der Ukrainerinnen und Ukrainer lehnen laut der Umfrage territoriale Zugeständnisse weiterhin ab. 59 Prozent der Befragten seien bereit, ein Einfrieren des aktuellen Grenzverlaufs zu akzeptieren – wenn auch widerwillig. Den Krieg wünschen die meisten Menschen in der Ukraine weiterzuführen. 61 Prozent seien laut der Umfrage bereit, „den Krieg so lange wie nötig zu ertragen“, wie der Kyiv Independent weiter berichtet. Die Bereitschaft ist demnach gestiegen, im April lag dieser Wert noch bei 48 Prozent. Die aktuelle Umfrage wurde vom 20. Juli bis zum 3. August erhoben. Rund 1000 Personen auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet wurden befragt. Update, 14:27 Uhr: Laut einer aktuellen Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) lehnen sechs von zehn Menschen in der Ukraine eine Abtretung des Donbass an Russland kategorisch ab. Dennoch signalisiert eine knappe Mehrheit von 59 Prozent Kompromissbereitschaft – ein Waffenstillstand entlang der derzeitigen Kontaktlinie wäre für sie unter der Bedingung von Sicherheitsgarantien und bedeutenden Waffenlieferungen akzeptabel. Trotz anhaltender Raketenangriffe ist auch die Bereitschaft der Kiewer Bevölkerung, einem Truppenrückzug zuzustimmen, im Vergleich zum April weiter gesunken: von 34 auf 26 Prozent. Lage an der Ukraine-Front: Russland rückt in Region Charkiw vor Update, 13:05 Uhr: Russland hat in dieser Woche 34 Schiffe angegriffen, die nach seiner Darstellung vom ukrainischen Militär genutzt wurden. Zudem hätten die russischen Streitkräfte die Kontrolle über die Siedlung Anyschtyschne in der ukrainischen Region Charkiw übernommen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge mit. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Ukraine.Krieg aktuell: Wildberries-Logistikzentrum in Brand geraten Update, 11:30 Uhr: Der Brand im Wildberries-Verteilzentrum in Jekaterinburg infolge eines Drohnenangriffes konnte dem russischen Online-Händler zufolge eingedämmt werden. Die meisten Waren seien unbeschädigt geblieben, teilte der Konzern auf Telegram mit. Dem örtlichen Gouverneur zufolge wurden in der Nacht acht Drohnen über der Region abgeschossen. Drei davon seien auf das Dach eines Verteilzentrums gestürzt. Wildberries ist seit drei Wochen fast jede Nacht Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Seit dem 18. Juli wurden mindestens 20 Lagerhäuser des Unternehmens attackiert. Jekaterinburg liegt rund 1400 Kilometer östlich von Moskau. Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift drei Schiffe mit Rüstungsgütern für die Ukraine an Update, 10:00 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben erneut Frachtschiffe mit Rüstungsgütern für das ukrainische Militär angegriffen. Drei Schiffe seien im Schwarzen Meer getroffen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die russischen Streitkräfte greifen verstärkt Frachter an, die nach Darstellung Russlands militärische Güter in die Ukraine bringen. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht. Verluste für Russland Update, 8:30 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1210 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,45 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden 67 Artilleriesysteme und fast 1600 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg. Soldaten: 1.455.420 (+1210 zum Vortag) Panzer: 12.247 (+1) Artilleriesysteme: 47.522 (+67) Mehrfach-Raketenwerfer: 2008 (+2) Luftabwehrsysteme: 1550 (+3) Drohnen: 447.855 (+1589) Marschflugkörper: 5007 (=) Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs. Ukraine-Krieg aktuell: Wildberries-Lager in Jekaterinburg brennt Update, 7:35 Uhr: Die Ukraine hat erneut ein Lager von Wildberries angegriffen. Der russische Online-Händler teilte mit, dass sein Logistikzentrum in Jekaterinburg nach einem Angriff in Brand geraten sei. Details zu der Attacke nannte das Unternehmen in seiner Nachricht auf Telegram nicht. Wildberries ist der Marktführer in Russland. Die Ukraine hat bereits etliche seiner Lager angegriffen und begründet dies damit, dass Wildberries auch vom russischen Militär genutzt wird. Die Millionenstadt Jekaterinburg liegt weit im russischen Hinterland am Ural. Ukraine-Krieg aktuell: Trump lehnt Waffenlieferungen an Kiew ab – „Wir wollen auch Raketen“ Update, 7. August, 5:30 Uhr: Donald Trump lehnt weitere US-Waffenlieferungen an die Ukraine ab. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus begründete der US-Präsident die Zurückhaltung mit der Erschöpfung amerikanischer Waffenbestände: Sein Vorgänger Joe Biden habe Selenskyj Militärhilfe im Wert von rund 300 Milliarden Dollar geliefert, was die US-Arsenale stark belastet habe. „Wir wollen auch Raketen“, sagte Trump laut Kyiv Independent. Auf die Frage nach den verstärkten russischen Angriffen auf zivile Ziele in der Ukraine erklärte der Präsident: „Schau, wir sind nicht involviert. Uns trennt ein Ozean.“ Fedorow fordert gezielte Angriffe Update, 22:33 Uhr: Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat sich im Ukraine-Krieg für offensive Gegenschläge auf russische Raketenabschussvorrichtungen ausgesprochen. Das sagte Fedorow in einem YouTube-Livestream seines früheren Beraters Serhij Sternenko am Donnerstag, wie die Kyiv Post berichtet. Fedorow zufolge sei der effektivste Schutz vor russischen Ballistikraketen nicht der Abschuss durch Patriot-Systeme, sondern der gezielte Angriff auf die feindlichen Abschussteams. Als Grund nannte der ehemalige Verteidigungsminister, dass die Produktion von Patriot-Abfangraketen aktuell nicht mit der Produktion von russischen Raketen mithalten könne. „Die beste Waffe ist es, den Abschussort sofort mit unserer eigenen Ballistikrakete zu treffen.“ Ukraine-Krieg aktuell: UN-Generalsekretär ruft zur Einstellung der Angriffe auf bewohnte Gebiete auf Update, 21:34 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat Russland und die Ukraine zur sofortigen Einstellung ihrer Angriffe auf bewohnte Gebiete aufgerufen. Die jüngsten Attacken folgten einem „alarmierenden Muster eskalierender Angriffe auf bewohnte Gebiete“, sagte Guterres‘ Sprecher Farhan Haq am Donnerstag in New York. Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verstießen eindeutig gegen das humanitäre Völkerrecht und müssten sofort unterbleiben. Guterres verurteile die jüngsten großangelegten russischen Raketen- und Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Kiew und andere ukrainische Städte ebenso wie die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf mehrere Regionen Russlands, sagte Haq weiter. Ehemaliger Ukraine-Armeechef Saluschnyj in Umfrage vertrauenswürdigster Politiker Update, 20:43 Uhr: Der frühere ukrainische Armeechef Walerij Saluschnyj ist in einer Umfrage zum vertrauenswürdigsten Politiker seines Landes gekürt worden. Auf den Plätzen unmittelbar dahinter landeten der erst vor kurzem entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sowie der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte, Robert Browdy. Präsident Wolodymyr Selenskyj landete in der Umfrage des sozialen Umfrageinstituts „Sozis“ nur auf dem sechsten Rang, noch hinter dem neuen Armeechef Mychajlo Drapatyj und dem Leiter seiner Präsidialkanzlei, Kyryllo Budanow. Die repräsentative Umfrage unter 2000 Ukrainern wurde nach Angaben von „Sozis“ zwischen dem 28. Juli und dem 2. August durchgeführt. Neben einer Reihe von Fragen zu möglichen Favoriten bei eventuellen Wahlen lautete die wichtigste Frage: „Inwieweit vertrauen sie den folgenden politischen Führern?“ Dabei schnitt Saluschnyj, inzwischen Botschafter in London, mit 27,8 Prozent „voll und ganz“ und 37,1 Prozent „eher ja“ am besten ab, ganz knapp vor Fedorow. Großbritannien mit neuem Russland-Sanktionspaket: Russische Schattenflotte im Fokus Update, 19:46 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Samstag erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen sein Land in das traditionell mit Russland verbündete Serbien. „Wir müssen die Serben von der Seite Russlands wegziehen“, sagte ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Selenskyjs Besuch in Serbien sei für die Russen „ein Schlag ins Gesicht“. Selenskyj, der bei Reisen in zahlreiche Länder für Unterstützung für die Ukraine wirbt, hat Serbien seit seinem Amtsantritt 2019 noch nicht besucht. Serbien gilt als eines der Moskau am nächsten stehenden Länder in Europa. Update, 18:40 Uhr: Großbritannien hat im Ukraine-Krieg ein neues Sanktionspaket gegen Russland verhängt. Die Maßnahmen richten sich gegen russische Banken, Unternehmen im Handel mit Seltenen Erden sowie sechs neu identifizierte Tanker der russischen Schattenflotte. Das berichtet der Kyiv Independent. Russland nutzt ein weitverzweigtes Netzwerk oft veralteter und nicht versicherter Schiffe unter fremden Flaggen, um westliche Energiesanktionen zu umgehen. „Großbritannien wird seine Maßnahmen gegen Russland und seine Schattenflotten-Aktivitäten weiter verschärfen, um unsere nationale Sicherheit, unsere Wirtschaft und die globale Stabilität zu schützen“, sagte Finanzminister John Healey. USA bereiten neue Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs vor Update, 17:54 Uhr: Trumps Sondergesandte wollen in die Ukraine reisen, um die festgefahrenen Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs neu anzustoßen. Kiew warte auf die Ankunft der amerikanischen Delegation, wie der geschäftsführende Außenminister Andrij Sybiha am Donnerstag mitteilte. „Wir warten auf die Ankunft des amerikanischen Verhandlungsteams. Wir begrüßen die Bemühungen der amerikanischen Seite und wollen mehr Schwung und mehr US-Engagement sehen“, sagte Sybiha laut RBC-Ukraine. Er betonte, dass ein gerechter Frieden ohne Beteiligung Washingtons aus ukrainischer Sicht nicht erreichbar sei – ebenso wenig wie wirksame Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Update, 16:40 Uhr: Durch russische Angriffe sind in den ukrainischen Gebieten Dnipropetrowsk und Charkiw mindestens acht Menschen getötet worden. Mindestens drei Tote habe es bei einer Attacke auf die Industriestadt Pawlohrad gegeben, teilte der Militärgouverneur der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Sieben Menschen seien dazu verletzt worden. Einen weiteren russischen Luftangriff mit drei Toten und drei Verletzten gab es den Angaben nach auf die Gemeinde Wyschnewe, rund 70 Kilometer westlich der Gebietshauptstadt Dnipro. Ukraine mit Fortschritten bei der Luftverteidigung: eigenes System in Arbeit Update, 16:00 Uhr: Die Ukraine macht nach den Worten von Wolodymyr Selenskyj Fortschritte bei der Entwicklung ihres eigenen Systems zur Abwehr ballistischer Raketen. „Wir können feststellen, dass auch unsere Waffenhersteller bereits das erforderliche Niveau erreicht haben“, teilte der ukrainische Präsident nach einem Treffen mit Verteidigungs- und Sicherheitsexperten bei Telegram mit. „Wir gehen davon aus, dass die Ukraine im Zeitraum 2026-2027 die angestrebten Ergebnisse erzielen wird“, sagte er. Die Ukraine setzt auf ein eigenes Abwehrsystem mit dem Namen Freyja, weil sie den Angriffen durch russische ballistische Raketen beinahe schutzlos ausgeliefert ist. Selenskyj beklagt immer wieder, dass der Ukraine die wirksamen Patriot-Abwehrraketen fehlen. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew kämpft „um jede einzelne“ Patriot-Rakete Update, 14:43 Uhr: Der amtierende ukrainische Außenminister Andrii Sybiha hat die Beschaffung weiterer Patriot-Abfangraketen als zentrale Aufgabe für die ukrainische Luftverteidigung bezeichnet. Kiew kämpfe „um jede einzelne“ Rakete, sagte Sybiha laut Ukrinform. Hintergrund seien begrenzte Produktionskapazitäten in den USA von rund 600 PAC-3-Raketen pro Jahr sowie zusätzlicher Bedarf durch die Lage im Nahen Osten. Sybiha erklärte zudem, Präsident Wolodymyr Selenskyj habe die möglichst weitgehende Lokalisierung der Produktion kritischer Waffentypen in der Ukraine angeordnet. In Kiew beraten derzeit Leiter ukrainischer Auslandsvertretungen über die Beschaffung weiterer Flugabwehrraketen; zuvor liefen Gespräche mit den USA und Herstellern über Lizenzen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump laut Medienberichten eine ukrainische Bitte um Hunderte zusätzliche Patriot-Abfangraketen abgelehnt. Ukraine-Krieg aktuell: Von Drohne anvisierte Flugzeug in Leipzig war mit Munition beladen Update, 13:22 Uhr: Das Flugzeug in Leipzig, neben dem eine mit Sprengstoff versehene Drohne aufgetaucht war, war offenbar mit militärischer Munition beladen. Das berichten Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR. Das ukrainische Antonow-Frachtflugzeug sei demnach mit Munition bestückt gewesen, die kurz zuvor von Frankreich nach Leipzig geliefert worden und für den Weitertransport vorgesehen gewesen sei. Der Bericht stützt sich auf vertrauliche Polizei-Quellen. Wer hinter dem Drohnenvorfall steckt, ist noch unklar. Update, 13:16 Uhr: Eine russische Drohne hat am Mittwochmorgen zwei Bahnarbeiter in der Oblast Charkiw getötet. Wie Kyiv Independent berichtet, habe die Drohne den Bahnhof in Losowa getroffen. Acht weitere Menschen wurden bei dem Angriff verletzt. Drohnen-Angriff auf deutschen Frachter